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Ingram Micro stellt Cockpit für Managed Service Provider bereit

| Autor: Michael Hase

Wie Piloten sind Managed Service Provider auf eine strukturierte Übersicht von Daten angewiesen.
Wie Piloten sind Managed Service Provider auf eine strukturierte Übersicht von Daten angewiesen. (Bild: Pixabay)

Der Distributor Ingram Micro hat Managed Services als ein Modell identifiziert, mit dem der Fachhandel zunehmend Geschäft bestreitet. Um Systemhauspartner bei der Transformation zum MSP zu unterstützen, stellt das Dornacher Unternehmen ihnen die Remote-Monitoring-Plattform „Cockpit“ bereit.

Systemhäuser lassen sich grob in zwei Gruppen unterteilen: in solche, die vor ­geraumer Zeit damit begonnen haben, ihr Modell vom zyklischen Projektgeschäft auf Managed Services umzustellen, und solche, die diesen Schritt noch vor sich haben. Vor allem letztere hat Ingram Micro mit dem „Cockpit“ im Auge, das der Distributor zu seiner Hausmesse Top im Mai gelauncht hat. Bei der Software, die das ­Unternehmen an seinem Sitz in Dornach hostet, handelt es sich um um eine Monitoring-Plattform, mit der sich IT-Landschaften auf ihre Performance, ihre Auslastung und ihren Gesundheitszustand hin überwachen lassen.

Ingram-Manager Christoph Hesse sieht die Notwendigkeit, Partner beim Einstieg ins Geschäft mit Managed Services zu unterstützen.
Ingram-Manager Christoph Hesse sieht die Notwendigkeit, Partner beim Einstieg ins Geschäft mit Managed Services zu unterstützen. (Bild: Ingram Micro)

„Wir wollen Partnern helfen, dass sie vom Kistenschieben wegkommen und sich in Richtung Lösungsvertrieb und Managed Services entwickeln“, betont Christoph Hesse, Senior Manager Sales Dell EMC bei Ingram Micro. Das Cockpit biete Systemhäusern die Transparenz, die sie benötigen, um die IT-Landschaft ihrer Kunden professionell zu managen. „Auf Basis der Informationen, die einem Partner die Monitoring-Plattform liefert, kann er seinen Service aktiv gestalten.“

Technisches und Kaufmännisches

Um einen möglichst umfassenden Blick auf die IT ihrer Kunden zu erhalten, können Systemhäuser mit dem Cockpit nicht nur zahlreiche technische Indikatoren erfassen, sondern auch kaufmännische Daten wie Anschaffungskosten, monatliche Gebühren oder Laufzeiten. Diese Transparenz führt nach Hesses Worten dazu, dass die Gespräche von Partnern mit ihren Kunden „wesentlich effizienter ablaufen, weil alle Beteiligten über die gleiche Datenbasis verfügen“. Für eine langfristige Planung stehen ihnen dabei fundierte Informationen zur Verfügung.

Einen großen Vorteil der Plattform sieht der Ingram-Micro-Experte darin, dass sie ein „proaktives Management“ ermöglicht. Denn mit dem Cockpit lassen sich Regeln festlegen, sodass E-Mail- oder Smartphone-Alerts ausgelöst werden können, wenn Indikatoren einen kritischen Wert erreichen. Der Manager verweist auf Statistiken, wonach bei mittelständischen Unternehmen durchschnittlich drei Mal pro Jahr die ­IT-Umgebung ausfällt. Diese Störungen dauern im Mittel vier Stunden, wobei jede Stunde rund 25.000 Euro kostet. Ein Großteil davon ließe sich mit Hilfe des Cockpits verhindern, ist Hesse überzeugt. „Viele Probleme, die zu einem Ausfall führen, können frühzeitig erkannt werden.“

Erweiterung der Features

Das Angebot ist herstellerübergreifend ausgelegt. Aktuell lassen sich Hardware- und Software-Produkte von Cisco, Dell EMC, Fujitsu, HPE, NetApp, Pure Storage, Veeam und VMware überwachen. Bis zum Jahresende sollen ­alle wichtigen Infrastruktur-Anbieter angebunden sein. Bislang handelt es sich beim Cockpit um eine reine Monitoring-Lösung. In Zukunft sollen Funktionen hinzugefügt werden, die ein Remote Management der betreuten Systeme (zum Beispiel Konfigurationsänderungen, Patches etc.) ermöglichen. Kurzfristig sorgt Ingram Micro für die Anbindung von Ticketsystemen und Tools für das IT Service Management (ITSM) an das Cockpit. So soll bereits in wenigen Tagen die Technologie von Cherwell integriert sein, die des ITSM-Spezialisten ServiceNow im September.

Der Distributor hat eine mehrjährige Roadmap für die Plattform erstellt. Zu den geplanten Features gehört unter anderem ein Cloud-Benchmark, mit dem sich im Vorhinein ermitteln lässt, was der Betrieb einer Applikation auf einer Hyperscaler-Plattform verglichen mit dem On-Premises-Betrieb kosten würde.

„Das Ingram Micro Cockpit verhilft Partnern im Midmarket-Segment, die Kundenbindung zu erhöhen, den Verkaufsprozess neu zu gestalten und eigene Managed Services anzubieten“, resümiert Hesse. Die Neuheit, mit der sich das Handelsunternehmen in Wettbewerb zu Spezialisten für Remote Monitoring wie Kaseya, Server-Eye oder Solarwinds MSP begibt, wird nach Anzahl der Maschinen lizenziert und zwölf Monate im Voraus abgerechnet. Die Gebühren beginnen bei rund 70 Euro pro Gerät und Jahr. Entwickelt hat der Broadliner das Cockpit gemeinsam mit einem Technologiepartner, den er allerdings nicht nennt.

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