Suchen

Startschuss für das wichtigste Microsoft-Produkt seit Jahren Handel soll Potenzial von Windows 7 nutzen

Redakteur: Harry Jacob

Über 200 Reseller kamen zur Channel-Launch-Veranstaltung nach Frankfurt, die Actebis Peacock als größter Microsoft-Distributor zusammen mit dem Software-Hersteller ausgerichtet hatte. Neben zahlreichen Details zu den Produkten stieß insbesondere die Vorstellung der umfangreichen Maßnahmen von Microsoft zur Channel-Unterstützung auf großes Interesse.

Firmen zum Thema

Actebis Peacock und Microsoft hatten gemeinsam ihre Partner in den Frankfurter Cocoon-Club geladen.
Actebis Peacock und Microsoft hatten gemeinsam ihre Partner in den Frankfurter Cocoon-Club geladen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Reseller, die zum Windows-7-Launch nach Frankfurt gekommen waren, bekamen hier ein auf sie zugeschnittenes Programm: konkrete technische Details, die Möglichkeit, Probleme aus eigenen Tests anzusprechen und auf Klärung zu dringen, und eine Übersicht über konkrete Angebote an den Channel, die als Unterstützung über die Launch-Euphorie hinaus – die es in vielen Medien gibt –, das Geschäft erleichtern sollen.

Wolfgang Brehm, Direktor Partner Strategy & Programs von Microsoft, konnte den Partnern gleich einen ganzen Strauß an Angeboten offerieren, die den Vertrieb von Windows 7 und das auf gleicher Codebasis Geschaffene Server-Betriebssystem Windows Server 2008 R2 erleichtern sollen:

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern
  • Unterstützung durch das Partner-Marketing-Center (PMC): Bereits über 100 Veranstaltungen – hauptsächlich für gewerbliche Kunden – haben Partner bereits für dieses Jahr angekündigt. Sprecher, Marketingmaterialien, wenn möglich sogar Räumlichkeiten können vom PCM bereitgestellt werden, wenn sich Reseller dort melden und einen konkreten Termin für die geplante Veranstaltung nennen.
  • „Party-in-a-Box“: Dies ist ein Marketing-Komplett-Paket, mit dem jeder Reseller seine eigene „Launch-Party“ starten kann. Highlight des Pakets ist eine Windows-7-Ultimate-Version, die von Steve Ballmer signiert ist und auf der Party verlost werden soll. Kosten des Komplettpakets: lediglich die Porto-Kosten von 4,90 Euro.
  • „Alle auf 7“: Auf der Website www.alleauf7.de findet sich ab Donnerstag eine spezielle Reseller-Promotion, um die Einführung von Windows 7 bei den Händlern selbst anzukurbeln. „Nur wer das Produkt selbst im Einsatz hat, kann seine Kunden auch umfassend beratend“, meint Brehm dazu. Das Paket umfasst Trainings sowie die komplette Umstellung der Händler-IT auf Windows 7. Unter den Teilnehmern wird drei viertägige Reisen nach Seattle verlost, wo sich die Konzernzentrale von Microsoft befindet. Die Aktion startet am 29. Oktober und endet am 31. März 2010.
  • „Mission Mittelstand“: Im Rahmen des Volumen-Lizenzprogramms „Open License“, das bereits ab fünf Lizenzen greift, gewährt Microsoft bis zum 28. Februar 2010 bis zu 35 Prozent Nachlass beim Upgrade auf Windows 7. Das Programm ermöglicht Kunden den Abschluss der Software-Assurance-Option und Zahlung in Raten auf drei Jahre verteilt. Zudem ist Kauf der Windows 7 Enterprise Edition nur über die Volumenlizenzierung möglich. Channel-Manager Wolfgang Brehm ist davon überzeugt, dass das Programm einen erheblichen Schub auslösen wird. Bis Ende Februar könnten zwei Millionen Lizenzen installiert sein, davon 400.000 im Rahmen von PC-Replacements und weitere 1,6 Millionen als Upgrade – von denen bereits 500.000 in den vergangenen zwei Wochen ausgeliefert wurden.

Bereits große Nachfrage

Dass schon zum Launch-Tag eine so große Zahl von Vollprodukten verkauft wurden, liegt an der deutschen Rechtsprechung, erläuterte Thomas Schenk, OEM-Verantwortlicher von Microsoft, im Gespräch mit IT-BUSINESS. Denn hier dürfen System-Builder-Versionen auch ohne Hardware-Bundelung verkauft werden. So kamen schon seit dem 10. Oktober so genannte „Full Product Packeges“ auf den Markt. Darunter ein großer Anteil von Ultimate-Versionen, wie Schenk betont, und auch viele 64-Bit-Versionen. Windows 7 Ultimate 64 Bit war sogar zwischenzeitlich ausverkauft, so Schenk. Er rechnet damit, dass es nach dem PC-Markt auch der Server-Markt wieder ansteigen und das Geschäft im Channel beleben wird.

Lesen Sie auf der kommenden Seite mehr zur Entwicklung des IT-Marktes nach dem Windows-7-Start.

(ID:2041805)