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#ITfightsCorona Die etwas andere Also CTV: virtuell und interaktiv

Autor: Michael Hase

Wegen der Coronakrise hat Also die Channel Trends + Visions erstmals virtuell veranstaltet. Keynotes, Vorträge, Seminare und Gespräche mit Experten fanden somit im Netz statt. Nach der Premiere der Online-Messe ziehen die Veranstalter ein positives Fazit.

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Die Teilnehmer der CTV 2020 wurden in der virtuellen Lounge begrüßt.
Die Teilnehmer der CTV 2020 wurden in der virtuellen Lounge begrüßt.
(Bild: Also)

Die Channel Trends + Visions (CTV) zählt zu den größten IT-Veranstaltungen im Land. Mehr als 4.500 Fachhändler kamen in den vergangenen Jahren zur Hausmesse von ­Also, mehr als 150 Hersteller präsentierten sich dort. Wegen der Coronakrise ließ der Soester Distributor das Event nicht etwa ausfallen, sondern verlegte es in den virtuellen Raum. „Für uns stand direkt fest, dass wir unsere CTV nicht einem Virus zum Opfer fallen lassen würden“, sagte Simone Blome-Schwitzki, Chief Customer Officer bei Also Deutschland, in ihrer Begrüßung.

So veranstaltete der Technologie-Provider die CTV 2020 am 27. März nicht, wie geplant, auf dem Areal Böhler in Düsseldorf, sondern im Netz als Online-Kongress, dem die Teilnehmer aus dem Channel an ihrem Arbeitsplatz beiwohnen konnten. Bei vielen dürfte das in der aktuellen Situation das Homeoffice gewesen sein. Bereits ab dem Start um 9 Uhr standen alle Keynotes und Vorträge on demand bereit. Zudem fanden über den Nachmittag rund 30 Live-Webinare statt. Die Referenten kamen teils von Also, teils von Herstellern wie APC, HPE, Lenovo, Microsoft, Mitel, NCP, Overland-Tandberg, Storagecraft oder Vertiv.

„Das wird Schule machen!“

Wie bei einer richtigen Messe gab es für die Besucher darüber hinaus die Möglichkeit, Kontakt mit Ansprechpartnern des Distributors aufzunehmen. Aus den verschiedenen Business Units standen dafür Experten für Themen wie Education, Print & Supplies, Security, Managed Services, 3D-Druck, IoT oder Lifecycle Services zur Verfügung. „Ich bin überzeugt, dass diese Formate Schule machen werden“, betonte Tom Brunner, Chief Customer Officer bei Also Schweiz. Durch die Coronakrise werde ihre Akzeptanz sogar noch eine Beschleunigung erfahren. „Tempo ist jetzt überhaupt wichtig, um Lösungen für neue Anforderungen zu entwickeln.“

Auf die Möglichkeiten, mit denen die ITK-Industrie dazu beitragen kann, die Situation zu entschärfen, wies auch Gustavo Möller-Hergt, CEO der Also Holding, hin. Der Manager erkennt darin zugleich eine Chance für den Distributor und seine Partner. Denn für Homeoffice oder Homeschool seien auf Seiten der Anwender oft aktuellere Geräte, Router und Security-Programme erforderlich. Letztlich gehe es aber darum, der Gesellschaft, etwa Krankenhäusern oder Schulen, zu helfen. „Wenn man in der Technologiebranche arbeitet, hat man eine Verantwortung.“

Die Keynote des Konzernchefs gehört traditionell zu den von vielen erwarteten Höhepunkten der CTV. Zur Lieferfähigkeit der Gruppe in Zeiten von Corona teilte er mit, dass Also frühzeitig auf das Virus reagiert habe, um die Supply Chain abzusichern. Daher rechne er „in nächster Zeit“ mit keinen Engpässen. Aber man müsse die ­Krise „sehr ernst nehmen“ und dürfe nicht denken, man habe „schon alle notwendigen Maßnahmen getroffen“. Dazu ändere sich die Situation zu schnell. Kleinen ­Resellern, die derzeit in Zahlungsschwierigkeiten geraten, sagte Möller-Hergt noch einmal die Hilfe des Unternehmens zu.

Digitale Verantwortung

Einige Anmerkungen übers Tagesgeschäft hinaus machte er im Schlussteil seines Vortrags. Der ITK-Markt habe sich in den vergangenen Jahren derart schnell entwickelt, dass ein Ungleichgewicht in puncto „Bewusstheit der Nutzung“ entstanden sei. Eine der Folgen davon bezeichnete der CEO als „digitale Ignoranz“. So kritisierte er Medien, die Leser in die Irre führen, indem sie Headlines nur mit Blick auf die Zahl der Klicks produzieren, und Social-Media-Plattformen, die zu wenig gegen Mobbing von Kindern tun. Auf der anderen Seite gebe es „exzellente Beispiele“ dafür, wie ITK-Lösungen sinnvoll für ökologische oder kommunikative Belange eingesetzt werden. Technologie „als Schlüssel zur Verbesserung des Lebens und der Menschlichkeit“ zu nutzen, darin werde „unsere Verantwortung“ liegen.

Nach Abschluss der ersten virtuellen CTV haben die Veranstalter von Also ein positives Fazit gezogen. „Wir sind tatsächlich überwältigt, dass wir einerseits so viele Teilnehmer erreichen konnten, und andererseits über das großartige Feedback, das uns auf den unterschiedlichen Kanälen wie Pinnwand, Social Media, E-Mail et cetera und persönlich erreicht hat“, so Deutschlandchefin Blome-Schwitzki. Insgesamt zählte der Distributor mehr als 6.000 Besucher, die im Durchschnitt fünf Vorträge oder Webinare verfolgten. Die Plattform bleibt noch bis Mittwoch, 1. April, geöffnet. sodass bis dahin die Möglichkeit besteht, sich Vorträge anzuhören. An dem Event nahmen Fachhändler aus Deutschland, der Schweiz und Österreich teil.

IT-BUSINESS Podcasts

Zum Programm der Online-Konferenz trug auch IT-BUSINESS bei. Die Redaktion hatte Podcasts mit mehreren Vertreten aus dem Channel produziert.

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Über den Autor

 Michael Hase

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Chefreporter