CES 2022 Dell: XPS 13 Plus, Nachhaltigkeit und viele Konzepte für digitales Arbeiten

Von Klaus Länger

Dell präsentiert auf der CES das im Design extrem reduzierte XPS 13 Plus mit brandneuem Intel-Prozessor und einem 4K-Konferenzmonitor mit 4K-Kamera. Zudem stellt der Hersteller spannende Konzeptstudien für hybrides Arbeiten und Nachhaltigkeit vor.

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Das XPS 13 Plus mit einem Intel-Core-Prozessor der 12. Generation ist einer der Höhepunkte unter den CES-Neuheiten von Dell. Zudem zeigt der Hersteller einige spannende Konzepte für den digitalen Arbeitsplatz der Zukunft.
Das XPS 13 Plus mit einem Intel-Core-Prozessor der 12. Generation ist einer der Höhepunkte unter den CES-Neuheiten von Dell. Zudem zeigt der Hersteller einige spannende Konzepte für den digitalen Arbeitsplatz der Zukunft.
(Dell)

Das XPS 13 ist für Dell seit jeher ein Flaggschiff-Produkt und einer der Höhepunkte des CES-Auftritts des Herstellers. Seine Premiere feierte es vor zehn Jahren auf der CES des Jahres 2012. In diesem Jahr debütiert auf der Messe eine neue Version des kompakten Premium-Notebooks, die sich so sehr vom bisherigen XPS 13 unterschiedet, dass sie gleich den Beinahmen „Plus” erhält. Als erstes XPS 13 erhält es einen stärkeren 28-Watt-Prozessor. Dell nutzt für das flache und 1,24 kg leichte Notebook die brandneuen Alder-Lake-P-Prozessoren von Intel. Die Palette reicht dabei vom Core i5-1240P mit 4 P- und 8 E-Cores bis hin zum Core i7-1280P mit 6 P- und 8 E-Cores. Alle CPUs sind mit einer integrierten Iris-Xe-GPU mit 96 Ausführungseinheiten ausgestattet. Für den bis zu 32 GB großen Arbeitsspeicher finden schnelle LPDDR5-Chips Verwendung, die direkt auf das Mainboard aufgelötet sind. Als Massenspeicher dienen NVMe-SSD mit bis zu zwei TB Kapazität und vier PCIe-Gen4-Lanes.

Ins Auge fällt vor allem das sehr reduzierte Design mit einem nahtlos eingebetteten Glas-Touchpad und winzigen Piezo-Elementen für ein haptisches Feedback. Über dem Keyboard sitzt eine Touchzeile als Ersatz für herkömmliche Funktions- oder Mediasteuerungstasten. Das Keyboard selbst spannt sich fast über die gesamte Breite des Notebooks und bietet so für ein 13-Zoll-Gerät sehr große Tasten. Für das 13,4-Zoll-Display mit 16:10-Seitenverhältnis gibt es wieder Full-HD+- und 4K-Touch-Panels zur Auswahl. Letzteres auch mit OLED-Technologie. Das Material für das CNC-gefräste Aluminiumgehäuse in Silber oder Graphit wurde mit Wasserkraft als Energiequelle produziert und soll so umweltfreundlicher sein, verspricht Dell.

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Projekt Luna: Nachhaltiges Notebook

Wie ein optimaler Aufbau für ein nachhaltiges Notebook aussehen kann, soll das Projekt Luna zeigen, das Dell in Kooperation mit Intel entwickelt hat. Das Gehäuse besteht wie beim XPS aus mit Wasserkraft hergestelltem Aluminium. Das Lösen von vier Schrauben reicht aus, um an die Komponenten zu kommen, die sich alle leicht demontieren und ersetzen lassen. Insgesamt soll Luna mit einem Zehntel der Schrauben im Vergleich zu einem herkömmlichen Notebook auskommen. Das Mainboard basiert auf einem PCB, dessen Kunststoffschichten durch solche aus Leinenfasern ersetzt sind. Der Polymer-Klebstoff zwischen den Layern ist wasserlöslich, damit sich die einzelnen Materialien leichter trennen lassen. Das Mainboard, bestückt mit einem Alder-Lake-Mobile-Prozessor, ist um etwa 75 Prozent kleiner als herkömmliche Platinen und mit 20 Prozent weniger Bauteilen bestückt. Montiert ist es im Display-Cover hinter dem besonders stromsparenden Panel. So ist laut Dell die Kühlung einfacher und kommt ohne Lüfter aus. Die Schaltungen für die Akkusteuerung sind auf einer eigenen Platine in der Basiseinheit untergebracht. Das Luna-Notebook ist in dieser Form eine reine Studie. Aber die Realisierung der Designideen könnte zu einer Halbierung des CO2-Fußabdrucks führen.

U3223QZ: 4K-Monitor mit 4K-Webcam

Eine weitere CES-Neuheit, die sich primär an professionelle Nutzer richtet, ist der 31,5-Zoll-Monitor Ultrasharp U3223QZ für den Einsatz in Büro oder Homeoffice. Das Premiumdisplay bietet nicht nur ein IPS-Black-Technology-Panel mit 4K-Auflösung und DisplayHDR 400, sondern auch eine Webcam mit einem 4K-HDR-CMOS-Sensor von Sony, Autofokus und einem einstellbaren Blickwinkel. Zudem hat Dell für Videokonferenzen ein Dual-Array-Mikrofon mit Hintergrundgeräuschunterdrückung und zwei 14-Watt-Lautsprecher integriert. Die Kamera unterstützt Windows Hello, der Monitor eine automatische An- oder Abmeldung durch eine Präsenzerkennung.

Ein integrierter KVM-Switch gestattet die Steuerung zweier Rechner mit einer Maus und einer Tastatur. Über USB-C angeschlossene Notebooks werden nicht nur mit bis zu 90 Watt versorgt, sondern auch noch mit einer LAN-Verbindung via USB-C-Kabel. USB-C-Daisy-Chaning zu einem weiteren 4K-Monitor wird ebenfalls unterstützt.

Konzepte für den modernen digitalen Arbeitsplatz

Die Konzeptstudien Pari, Flow und Stanza zeigen, wie sich die Dell-Strategen und Entwickler den modernen, hybriden Arbeitsplatz der nahen Zukunft vorstellen. Mit dem Projekt Pari hat der Hersteller eine drahtlose Full-HD-Webcam entwickelt. Sie sitzt normalerweise am gewohnten Platz am oberen Rand des Monitors und wird dort auch geladen. Während einer Videokonferenz kann die Kamera abgenommen und auf dem Panel kompatibler Displays befestigt werden. So kann in einem Meeting besser direkter Augenkontakt hergestellt werden. Zudem können mit der Pari-Kamera in einer Konferenz Bilder von Objekten übertragen werden, über die man gerade spricht. Zusätzlich gibt es eine Halterung für den Einsatz als Dokumentenkamera. Mit welcher Technik die Kamera auf der Displayoberfläche haftet, verrät Dell allerdings nicht.

Mit dem Projekt Flow soll eine Lösung für den nahtlosen Übergang zwischen mobilem und stationärem Arbeiten entstehen. Dabei kommen Technologien wie das kabellose Laden von Notebooks oder Wi-Fi 6E Docking zum Einsatz, um einen Mobilrechner automatisch mit Monitor, Maus, Keyboard und einem sicheren Netzwerk zu verbinden. Weitere Elemente von Flow sind das automatische An- und Abmelden per Kamera und situationsbedingte Anpassung der Arbeitsumgebung.

Stanza nennt sich schließlich eine Konzeptstudie für ein ultraflaches 11-Zoll-Tablet, das speziell für das Anfertigen von Notizen entwickelt wurde und deshalb ohne Kamera, Lautsprecher und USB-Ports auskommt. Der Stift ist gleichzeitig ein Mikrofon für die Spracherkennung. Geladen und synchronisiert wird das Tablet über ein Dock. Alle drei Konzepte zusammen sollen die Grundlage für ein reibungsloses hybrides Arbeiten stellen, so Glen Robson, CTO der Client Solutions Group bei Dell.

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