IT-Trends 2022 Dell: „Wir sind in einer hybriden Multi-Cloud-Welt angekommen“

Quelle: Pressemitteilung

Die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft schreitet ebenso schnell voran wie die Weiterentwicklung der dafür genutzten Technologien. Dell zeigt die wichtigsten Trends der nächsten Monate und erklärt Quantencomputer zur Technologie der Zukunft.

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Die Vorraussetzungen für die Zukunft wurden 2021 gelegt und die (Multi) Cloud ist bei Unternehmen angekommen.
Die Vorraussetzungen für die Zukunft wurden 2021 gelegt und die (Multi) Cloud ist bei Unternehmen angekommen.
(Bild: Tiko - stock.adobe.com)

Das Jahr 2022 markiert einen Meilenstein in der Geschichte der Digitalisierung: Erstmals werden knapp zwei Drittel (65 Prozent) des weltweiten Bruttoinlandsprodukts digital generiert, wie eine IDC-Studie prognostiziert. Die unverzichtbare Basis dafür sind sichere, hochleistungsfähige IT-Systeme und -Infrastrukturen. Welche Veränderungen diese IT-Landschaften dabei durchlaufen werden, erläutert Dell:

Standardisierte Plattformen für heterogene Edge-Workloads

Edge-Workloads sind höchst unterschiedlich und stellen ganz verschiedene Anforderungen an Hardware und Software. Deshalb nutzen Unternehmen aktuell meist mehrere Edge-Plattformen parallel, wobei dieser Wildwuchs schwer zu verwalten ist und ein effizientes Datenmanagement verhindert.

Eine stärkere Trennung von Plattformen und Workloads wird daher immer wichtiger. Eine Schlüsselrolle spielen dabei Plattformen, die Compute- und Storage-Ressourcen einfach und zuverlässig bereitstellen und auf softwaredefinierte Architekturen mit Container-Technologien setzen. Sie dienen nicht nur als Basis für die unterschiedlichsten Edge-Workloads, sondern fügen sich auch nahtlos in bestehende Hybrid-Cloud-Umgebungen ein, was ihr Management und die Migration von Workloads erleichtert.

5G entfaltet sein volles Potenzial

Einige Unternehmen haben bereits private 5G-Netze aufgebaut, doch bislang bietet der jüngste Mobilfunkstandard kaum etwas, das sich nicht mit WiFi oder LTE auch erreichen ließe. Das wird sich 2022 jedoch ändern, wenn leistungsstärkere 5G-Versionen für Unternehmen verfügbar werden.

Neben höherem Durchsatz und besserer Skalierbarkeit bringen sie Features wie Ultra Reliability Low Latency Communications (UR-LLC) und Massive Machine Type Communications (mMTC). Damit lassen sich dann tatsächlich völlig neue IoT-Anwendungsfälle mit Datenauswertungen in Echtzeit, der Einbindung von abertausenden Sensoren und umfangreicher Machine-to-Machine-Kommunikation umsetzen.

Die entsprechenden Lösungen erfordern allerdings Knowhow aus den verschiedensten Bereichen, sodass Unternehmen hier verstärkt mit Infrastruktur-, Cloud- und Softwarespezialisten zusammenarbeiten müssen.

Datenmanagement erhält einen stärkeren Edge-Fokus

Schon 2022 werden voraussichtlich mehr Daten an der Edge als in klassischen Rechenzentren und Clouds generiert. Die althergebrachten Datenmanagement-Ansätze funktionieren daher nicht mehr, da sie sehr zentralisiert sind.

Nur mit einem modernen Datenmanagement, das sich von Rechenzentren über die Cloud bis an die Edge erstreckt, können Unternehmen die wertvollen Datenschätze, auf denen neue Lösungen und sogar völlig neue Geschäftsmodelle basieren, zuverlässig auffangen, sichern und auswerten. Voraussichtlich werden sich hier softwaredefinierte Lösungen und As-a-Service-Angebote durchsetzen, da sie Unternehmen maximale Flexibilität bieten.

Ohne KI und Machine Learning keine IT-Security

Immer mehr und raffiniertere Cyberattacken auf der einen Seite, größere Angriffsflächen durch Remote Work und Cloud-Services auf der anderen – der Schutz von Unternehmensinfrastrukturen war noch nie so komplex wie heute. Unternehmen werden daher zunehmend Sicherheitslösungen einsetzen müssen, die reibungslos zusammenarbeiten und Künstliche Intelligenz (KI) beziehungsweise Machine Learning nutzen, um Bedrohungen aufzuspüren und weitgehend automatisiert zu beseitigen.

Die Tools laufen unter Bezeichnungen wie SOAR (Security Orchestration, Automation and Response) oder XDR (Extended Detection and Response) und zeichnen sich dadurch aus, dass sie Statusdaten von verschiedenen Systemen zusammentragen und auswerten.

Kein Mensch könnte diese Datenmengen überblicken, doch Algorithmen sind in der Lage, Anomalien in der Datenflut zu entdecken, die auf Bedrohungen hindeuten. Zugleich können Algorithmen viel schneller als der Mensch die notwendigen Gegenmaßnahmen einleiten und beispielsweise die betroffenen Systeme isolieren.

IT-Trends über 2022 hinaus

Darüber hinaus läuten die kommenden Monate einige Entwicklungen ein, die Unternehmen voraussichtlich weit über 2022 hinaus beschäftigen werden:

Quantencomputing findet den Weg in konventionelle IT-Systeme

Quantencomputer sind extrem leistungsstark und damit perfekt geeignet, um die wachsenden Datenmengen von Wirtschaft und Gesellschaft zu verarbeiten. Die neuartigen Systeme werden künftig allerdings nicht für sich stehen, sondern eng mit klassischen IT-Systemen zusammenarbeiten.

Zum einen lassen sich Quantenressourcen gut auf bestehender IT-Hardware simulieren, um zu untersuchen, wie sich Quantenanwendungen verhalten und in welchen Bereichen sich der Einsatz von Quantencomputern lohnt. Zum anderen werden QPUs (Quantum Processing Units) bald Einzug in konventionelle Systeme halten und dort ausgewählte Berechnungen durchführen. Klassische CPUs übernehmen Standardaufgaben und unterstützen QPUs durch die Vorbereitung der Daten und die Auswertung der Ergebnisse.

Die Automobilindustrie wird zum Softwarespezialisten

Mit ihren zahlreichen Assistenzsystemen sind moderne Autos schon heute hochkomplexe IT-Systeme, die riesige Datenmengen generieren und auswerten. Die klassischen Automobilhersteller werden daher zunehmend zu Software- und Datenspezialisten – eine Entwicklung, die sich ab 2022 noch einmal deutlich beschleunigen wird, da auch neue Wartungs- und Reparaturservices, Navigationsdienste, Entertainment-Angebote und Mobilitätsdienste wie Car Sharing und Ride Pooling auf Daten basieren.

Durchbruch für den digitalen Zwilling

Digitale Zwillinge, die virtuellen Abbilder realer Objekte, sind inzwischen zwar recht bekannt, eingesetzt werden sie bislang aber nur in wenigen Bereichen wie der Produktion. Das dürfte sich in den kommenden Monaten mit der zunehmenden Verfügbarkeit standardisierter Frameworks und Plattformen ändern.

Diese werden sowohl die Erstellung und Nutzung digitaler Zwillinge erleichtern als auch die damit verbundenen Kosten deutlich senken. Damit wird das Konzept schnell weitere Verbreitung finden und Unternehmen bei Analysen und Vorhersagemodellen unterstützen.

„Wir sind endgültig in einer hybriden, verteilten Multi-Cloud-Welt angekommen, die uns zahlreiche neue Möglichkeiten eröffnet. Darauf müssen wir uns alle schnellstmöglich einstellen“, erklärt Stéphane Paté, Senior Vice President und General Manager bei Dell Deutschland. „Die großen Herausforderungen können nicht mehr singulär in einem Datacenter, in einer Cloud oder von einer einzelnen Technologie gelöst werden, sondern nur im Verbund innerhalb eines umfassenden Ökosystems.“

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