Definition Was ist XDR (Extended Detection and Response)

Von andi_dd

Anbieter zum Thema

Bei XDR (Extended Detection and Response) handelt es sich um einen Ansatz oder ein konkretes Tool, mit dem Nutzer Bedrohungen in einer hybriden IT-Architektur identifizieren. Diese SaaS-basierte Sicherheitslösung bezieht Endpunkte, Netzwerke und Clouds ein.

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Begriff XDR (Extended Detection and Response) bezeichnet SaaS-basierte Sicherheitslösungen, die verschiedene Sicherheitsfunktionen enthalten. Eine exakte Definition gibt es nicht, Dienstleister vertreiben unter diesem Namen diverse Produkte. Grundsätzlich zeichnet sich XDR dadurch aus, dass User über eine einzige Benutzeroberfläche Gefahren in allen relevanten Bereichen im Blick behalten. XDR-Tools erkennen Malware, Hackerangriffe und andere Probleme an allen möglichen Angriffspunkten wie Endgerät, Netzwerk, Cloud und E-Mail-Programm.

XDR als Weiterentwicklung von EDR

Der Ansatz Extended Detection and Response ist eine Erweiterung von Endpoint Detection and Response (EDR), das Wort "Extended" weist darauf hin. EDR bezieht sich auf Endpunkte wie einen PC oder ein Notebook, während XDR das gesamte IT-System umfasst. Mit der Weiterentwicklung profitieren Nutzer von einer lückenlosen Erfassung aller Sicherheitsbedrohungen. Gefahren drohen zum Beispiel auch in der Cloud und im Netzwerk: XDR ermöglicht die frühzeitige Erkennung und Reaktion, bei EDR beginnt dieser Prozess erst bei Vorfällen auf dem Endgerät. Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung und der zunehmenden Bedeutung von Clouds und Netzwerken empfiehlt sich dieser ganzheitliche Ansatz.

Die Vorteile der Extended Detection and Response

Wesentliche Pluspunkte sind die umfassendere Abdeckung und die kontextbezogene Betrachtung von Risiken. Bei XDR handelt es sich um integrierte Sicherheitslösungen, die unterschiedliche Sicherheitstools unter einem Dach vereinen. Das ermöglicht die fundierte und meist automatisierte Bewertung von Sicherheitsvorfällen im Gegensatz zu einer isolierten Betrachtung. Nutzer erhalten sicherheitsrelevante Vorfälle auf einer übersichtlichen Benutzeroberfläche angezeigt, dort können sie Gegenmaßnahmen einleiten und individuelle Einstellungen vornehmen. Diese Bündelung reduziert den Aufwand und verringert die Wahrscheinlichkeit, Bedrohungen zu übersehen.

DIY oder Tool: So setzen Verantwortliche XDR ein

Extended Detection and Response ist ein Ansatz, den IT-Spezialisten eigenständig umsetzen können. Sie bündeln hierfür unterschiedliche Sicherheitstools in einer integrierten Lösung. Teilweise greifen sie auf bestehende Tools von IT-Firmen zurück, teilweise programmieren sie eigene Tools. In der Regel nutzen Einzelpersonen, Unternehmen und andere Institutionen aber entsprechende Angebote von IT-Dienstleistern, die ihre Pakete unter der Bezeichnung XDR bewerben. Diese Paketlösungen unterscheiden sich deutlich, bei einem Vergleich verdienen unter anderem folgende Aspekte Beachtung:

  • Umfang und Art der Sicherheitstools
  • Grad der Automatisierung
  • Benutzerfreundlichkeit
  • Skalierbarkeit

Zu den Anbietern dieser XDR-Lösungen gehören Dienstleister in Bereichen wie Webhosting, Cloud und SaaS. Sie präsentieren Extended Detection and Response als Bestandteil eines umfangreichen Tarifpakets oder als gebührenpflichtige Zusatzoption.

(ID:48569166)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung