Exklusiv Interview mit Oliver Tuszik

Computacenter legt das Geld in Managed Services an

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Kommentar: Die Wolke wächst mit Hindernissen

Dass Cloud Computing längst kein Wolkenkuckucksheim mehr ist, da sind sich Oliver Tuszik und die Experton Group einig. Auch von der Geschäftskunden-Seite kann dieser Eindruck belegt werden: Bereits drei Viertel der Unternehmen in Deutschland (76 Prozent) und der Firmen weltweit (74 Prozent) nutzen Dienste aus der Wolke. Zu diesem Ergebnis kam Kelton Research in einer im Sommer 2011 veröffentlichen Studie. In Europa liegt der Durchschnitt bei 68 Prozent. Im Jahr 2009 hatten noch 60 Prozent der deutschen Unternehmen keinerlei Dienste aus der Wolke bezogen, bei Veröffentlichung der Studie waren es lediglich noch 24 Prozent.

Laut der Experton Group drängen immer mehr Anbieter mit neuen Produkten und Services an den Markt. So konnten die Analysten in den vergangenen drei Jahren eine Verzehnfachung der Anbieter feststellen. Aktuell sind 350 relevante Anbieter im deutschen Markt aktiv. Noch sei unklar, welche Dienstleister diesen Sturm langfristig überstehen und die Cloud-Welle am geschicktesten reiten werden. Die Experton Group geht deshalb für die nächsten zwei bis fünf Jahre von einer einschneidenden Konsolidierungswelle aus. Mit ein Grund sei der „Cloud-Fachkräfte-Mangel“ in Deutschland.

Computacenter scheint sich gut zu rüsten für diesen Trend, hat der IT-Dienstleister doch erkannt, dass es von den Managed Services zur Cloud nur ein kleiner Schritt ist. Bei der Suche nach Fachkräften hatten die Kerpener ebenfalls Glück. Zudem hat der CEO klare Vorstellungen, wo er sein Unternehmen positionieren will: als Cloud-Integrator. Wobei er die Services rund um den Desktop klugerweise nicht aus den Augen lässt – denn es wird immer jemanden brauchen, der sich um PC, Telefon, Drucker oder anderes Equipment kümmert.

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