Hardware und Partnernetzwerk für Physical AI von AMD AMD baut eine Plattform für intelligente Roboter auf

Von Klaus Länger 2 min Lesedauer

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AMD will von der nächsten KI-Welle profitieren und baut eine Plattform für Physical AI aus. Neben starken Embedded-KI-Prozessoren und Systemmodulen für Roboter gehören die passende Software und der Aufbau eines Netzwerks aus Technologiepartnern dazu.

Physical AI für Roboter erfordert leistungsstarke Prozessoren, die zudem noch robust und echtzeitfähig sein müssen. Mit dem Ryzen Embedded X100 und Kria KI will AMD hier die passenden Lösungen anbieten. (Bild:  AMD)
Physical AI für Roboter erfordert leistungsstarke Prozessoren, die zudem noch robust und echtzeitfähig sein müssen. Mit dem Ryzen Embedded X100 und Kria KI will AMD hier die passenden Lösungen anbieten.
(Bild: AMD)

Auf der Advancing-AI-Konferenz hat AMD nicht nur neue CPUs, GPUs und ein Rackscale-System für KI-Rechenzentren vorgestellt, sondern auch Einblicke in das Physical-AI-Programm gegeben, mit dem das Unternehmen von der nächsten großen KI-Welle profitieren will: intelligenten und anpassungsfähigen Robotern. Ebenso wie bei Hard- und Software für GenAI und Agentic AI muss AMD hier einen Vorsprung von Nvidia aufholen, den sich der große Konkurrent vor allem durch sein umfangreiches Ökosystem erarbeitet hat.

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Robotics-Partnernetzwerk für Pysical AI

Im Robotik-Sektor ist AMD kein Neuling. Bereits heute setzten etliche Roboterhersteller Spartan- und Artix-FPGAs sowie Zync-SoCs ein. Sie stammen aus der durch die Übernahme von Xilinx entstandenen Adaptive-SoCs- und FPGA-Sparte des Prozessorherstellers. Für Physical AI sind diese Chips allerdings nur bedingt nutzbar; da braucht es mehr Rechenleistung, welche Ryzen-AI-Embedded-Prozessoren sowie im Hintergrund die Datacenter-Produkte stellen sollen.

Allerdings nutzt die beste Hardware nichts ohne ein breites Ökosystem aus Technologiepartnern, die sie in ihren Geräten einsetzen, die dafür nötigen Systeme bauen und die passende Software entwickeln. Daher hat AMD ein Robotics Partner Network ins Leben gerufen, das Technologiepartner aus verschiedenen Sektoren umfasst. Zu ihm zählen Robotik-OEMs und ODMs, darunter auch Kontron und Congatec sowie Sapphire, Lieferanten von angepassten KI-Modellen, Middleware- und Sensorhersteller, Anwendungs- und Systemintegratoren wie Rexroth, Anbieter von Simulationslösungen sowie Industrieorganisationen.

Hard- und Software-Plattform für intelligente Roboter

Eine passende Hardware-Plattform für die nächster Roboter-Generation mit KI hat AMD mit den Kria-AI-Lösungen ebenfalls präsentiert. Sie besteht aus den Kria-AI-SOMs (System-on-Modules) mit Ryzen-AI-Embedded-X100-Prozessor, einer Robotics Carrier Card sowie der Kria AI Robotics Developer Platform als Entwicklungssystem.

Die neue Ryzen-AI-Embedded-X100-Familie ist ein Embedded-Ableger des Mobilprozessors Strix Halo. AMD bietet ihn in verschiedenen Varianten mit 8, 12 oder 16 Zen-5-Cores an. Teil des Prozessors sind zudem eine schnelle RDNA-3.5-GPU mit 32 oder 40 Compute-Units sowie eine XDNA-2-NPU mit 50 TOPS. Laut AMD übertrifft die Leistung sowohl die von Nvidias Jetson Thor als auch die der Embedded-Versionen von Intels Panther Lake. Die SOMs sollen von ODM-Partnern ab dem vierten Quartal 2026 verfügbar sein.

Die Kria-AI-Lösungen unterstützen laut AMD in der Industrie gebräuchliche Frameworks wie PyTorch, ONNX, ROS 2 and MoveIt, die ROCm-Software von AMD sowie die AMD Robotics Software Suite. Der ROCm-Software-Stack enthält zudem mit HIPIFY eine Migrationslösung, die für Nvidia-GPUs ausgelegten Cuda-Code in portablen HIP-C++-Code übersetzen soll. AMD verspricht hier, dass Entwickler rund 75 Prozent ihres Cuda-Codes weiter verwenden können. Die Kria AI Robotics Developer Platform wird bereits an ausgesuchte Kunden verteilt und soll ebenfalls noch dieses Jahr allgemein verfügbar sein.

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