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Was ist ein Roboter

| Autor: Klaus Länger

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Begriff Roboter bezeichnet heute stationäre oder mobile Maschinen aller Art, die programmgesteuert Arbeiten übernehmen. Er hat in den vergangenen Jahren eine erhebliche inhaltliche Ausweitung erfahren. Geprägt wurde der Begriff vor allem durch humanoide Roboter in Science-Fiction-Literatur und Filmen.

Der Ursprung des Begriffs „Roboter“ liegt in dem 1920 erschienen Drama R.U.R. des tschechischen Schriftstellers Karel Čapek, in dem künstliche Menschen, die als rechtlose Arbeiter eingesetzt werden, gegen ihre Schöpfer rebellieren. Der Hersteller dieser Kunstmenschen in dem Drama ist die Firma „Rossum’s Universal Robots“. Er leitet sich vom tschechischen Wort „Robota“ ab, das für „Frondienst“ steht. Populär wurde der Begriff „Roboter“ aber primär durch die Science-Fiction-Romane des US-Amerikanischen Autors Isaac Asimov, in denen menschenähnliche Roboter eine zentrale Rolle spielen. Asimov prägte den Begriff der „Robotik“, für das wissenschaftliche Gebiet, das sich mit der Konstruktion von Robotern beschäftigt. In der 1942 erschienen Erzählung „Runabout“ formulierte er die drei Gesetze der Robotik:

  • 1. Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
  • 2. Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
  • 3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht

Die humanoiden Roboter von Čapek und Asimov würden heute aber eher als „Androiden“ bezeichnet, da sie auch über menschenähnliche Gesichtszüge verfügen.

Roboter in der Industrie

Seit den 1950er-Jahren versteht man unter „Robotern“ auch programmgesteuerte Manipulatoren, also Industrieroboter, die verschiedene Aufgaben ausführen können. Erfunden wurde der Industrieroboter von George Devol, der zusammen mit Joseph F. Engelberger 1956 in den USA die weltweit erste Robotikfirma Unimation gründete. In der Bundesrepublik Deutschland werden Industrieroboter durch die VDI-Richtlinie 2860 definiert. Nach ihr sind diese Geräte „universell einsetzbare Bewegungsautomaten mit mehreren Achsen, deren Bewegungen hinsichtlich Bewegungsfolge und Wegen bzw. Winkeln frei (d. h. ohne mechanischen bzw. menschlichen Eingriff) programmierbar und gegebenenfalls sensorgeführt sind. Sie sind mit Greifern, Werkzeugen oder anderen Fertigungsmitteln ausrüstbar und können Handhabungs- und/oder Fertigungsaufgaben ausführen.“ Kollaborative Roboter sind Industrieroboter, die mit Menschen gemeinsam arbeiten, ohne von diesen durch Schutzeinrichtungen getrennt zu sein. Derartige Modelle gibt es seit Mitte der 1990er-Jahre.

Weitere Typen von Robotern

Auch wenn der Großteil der Roboter in Fabriken ihre Arbeit verrichtet, gibt es noch eine Vielzahl anderer Geräte, die ebenfalls als Roboter gelten: So etwa autonome, mobile Roboter, die Erkundungen durchführen können und teilweise auch militärisch genutzt werden. Auch Laufroboter fallen in diese Kategorie. Zudem gibt es Haushalts- und Service-Roboter, die etwa als Staubsauger, Fensterputzer oder Rasenmäher fungieren. Oder Roboter, die Menschen oder Tieren ähneln. Sie sollen sich an Menschen anpassen und mit ihnen interagieren, um ihnen beispielsweise Informationen zu geben. Weitere Einsatzbereiche sind die Pflege älterer sowie behinderter Menschen oder die Betreuung von Kindern. Bei diesen sozialen Robotern spielt die künstliche Intelligenz eine immer größere Rolle, da sie flexibel auf die menschlichen Bedürfnisse reagieren sollen.

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