Angetestet: Asus Expertbook B9 9400 Business-Leichtgewicht mit Tigerherz

Autor: Klaus Länger

Im Hands-on-Test steht das Asus Expertbook B9 9400 auf dem Prüfstand. In dem dünnen Ein-Kilogramm-Notebook mit mattem 14-Zoll-Display steckt ein Intel-Tiger-Lake-Prozessor als Antrieb. Zudem wartet das Testgerät mit 32 GB RAM und gleich zwei NVMe-SSDs auf.

Firmen zum Thema

Das Expertbook B9 von Asus ist ist mit 998 Gramm ein echtes Leichtgewicht für das mobile Arbeiten. Sein mattes 14-Zoll-Display liefert die gängige Full-HD-Auflösung.
Das Expertbook B9 von Asus ist ist mit 998 Gramm ein echtes Leichtgewicht für das mobile Arbeiten. Sein mattes 14-Zoll-Display liefert die gängige Full-HD-Auflösung.
(Bild: Asus)

Mit einem Gewicht von 998 Gramm ist das Asus Expertbook B9 mit Intel-Tiger-Lake-Prozessor für ein 14-Zoll-Notebook ausgesprochen leicht. Trotzdem stecken neben dem Intel Intel Core i7-1165G7 satte 32 GB LPDDR4 als Arbeitsspeicher und gleich zwei schnelle M.2-SSDs in dem dünnen ­Gehäuse aus leichter Magnesium-Lithium-Legierung. Die beiden Samsung PM981 mit jeweils zwei TB Speicherplatz sind ab Werk als einzelne Laufwerke voreingestellt, können aber auch als RAID-0-Verbund oder RAID-1-Spiegel genutzt werden, was allerdings eine Neuinstallation des Betriebssystems erfordert.

Der Quadcore-Prozessor der elften Generation sorgt im Expertbook für eine hohe Anwendungsperformance. Im PCMark 10 erreicht das Asus-Notebook sehr gute 4.760 Punkte. Zudem liefert das Gerät mit seiner Iris-Xe-Grafikeinheit eine exzellente Grafikleistung für eine im Prozessor integrierte GPU. Mit fast 15.000 Punkten im Night-Raid-Lauf des aktellen 3DMark übertrifft sie eine Nvidia Geforce MX350 deutlich. Unter Last macht sich der Lüfter im B9 deutlich bemerkbar, kann aber durch den Flüstermodus in der MyAsus-Software etwas im Zaum gehalten werden. Die Leistung sinkt dabei um etwa zehn Prozent. Die Akkulaufzeit von 4,5 Stunden im PCMark 8 ist nicht großartig, entspricht aber in der Praxis einem kompletten Arbeitstag. Der 66-Wh-Akku lässt sich schnell laden.

Trotz des dünnen Gehäuses soll das B9 einiges aushalten. Laut Hersteller kann das Notebook einen Druck von 30 kg auf den Displaydeckel und den Gehäuseboden aushalten, ohne Schaden zu nehmen. Auch weitere MIL-Std-810H-Tests hat es erfolgreich absolviert. Als Sicherheitsfunktionen sind ein TPM und eine per Software konfigurierbare Sperre der USB-Ports vorhanden.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Ziffernblock im Touchpas und LAN mit Adapter

Das matte Full-HD-Display ist sehr hell, farb­intensiv und fast randlos eingefasst. Das Screen-to-Body-Verhältnis beträgt 94 Prozent. Das Scharnier ist so konstruiert, dass das aufgeklappte Expertbook auf der Hinterkante des Displaydeckels steht und das Chassis so etwas aufgestellt wird. Das soll die Kühlung verbessern, und es stellt das Keyboard etwas schräg, was die Ergonomie verbessert. Das einstufig beleuchtbare und spritzwassergeschützte Keyboard bietet trotz der flachen Bauform des Notebooks einen ordentlich Hub. Allerdings hat Asus nicht nur die Funktionstasten, sondern auch die Cursortasten deutlich verkleinert, was einige Anwender sicher stören dürfte. Auf dem großen und präzisen Touchpad kann ein Ziffernblock eingeblendet werden. Ausgesprochen praktisch für Anwendungen wie Excel.

Unter dem Keyboard sitzt ein Fingerprintreader. Zusätzlich unterstützt die mit einer Schiebeabdeckung versehene Wecam Windows Hello. Die Qualität der HD-Kamera ist passabel, vor allem gemessen an ihrer geringen Größe. Zudem sind vier Mikro­fone mit eingebaut, die durch eine konfigurierbare KI-gestützte Geräuschunterdrückung unterstützt werden. Pfiffig ist die adaptive Sperre, die sich aktiviert, wenn man sich vom Notebook entfernt. Kommt man zurück, dann wacht der Rechner automatisch wieder auf, und die Anmeldung kann ohne Nutzeraktivität via Kamera erfolgen.

Zur Schnittstellenpalette zählen nicht nur zwei Thunderbolt-4-Ports, die auch gleich als Ladebuchsen für das Netzteil dienen, sondern auch noch eine USB-A-Buchse, ein HDMI-Ausgang in voller Größe und Gigabyte-Ethernet. Die RJ45-Buchse für den ­Intel-Controller I219-V ist allerdings in ­einen Adapter ausgelagert, der über Micro-HDMI angeschlossen wird. WLAN und Bluetooth übernimmt der im Tiger-Lake-Chipsatz integrierte WiFi-6-Controller. ­Eine LTE-Option bietet Asus nicht an.

Fazit: Üppige Ausstattung, gute Leistung, hoher Preis

Für ein 14-Zoll-Notebook ist das Expertbook ausgesprochen kompakt und leicht. Mit seinem Intel Intel Core i7-1165G7 liefert es eine hohe Anwendungsperformance und und eine für die Geräteklasse sehr gute 3D-Leistung. Allerdings ist das mit 32 GB RAM und zwei SSDs sehr gut ausgestattete Testgerät mit knapp 3.000 Euro auch entsprechend kostspielig.

(ID:47062383)

Über den Autor

 Klaus Länger

Klaus Länger

Redakteur