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Zusammenarbeit mit Amazon Web Services (AWS) Beck et al. – Vom IBM-Lotus-Partner zum Service Provider

Redakteur: Michael Hase

Beck et al. startete vor Jahren als Lotus-Partner in den IT-Markt. Gemeinsam mit Amazon Web Services (AWS) bringt der Münchner Dienstleister heute Collaboration-Plattformen in die Cloud.

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Mitgründer Siegfried Lautenbacher führt die Geschäfte von Beck et al. Services. Er richtet die Strategie seit diesem Jahr verstärkt auf die Cloud aus.
Mitgründer Siegfried Lautenbacher führt die Geschäfte von Beck et al. Services. Er richtet die Strategie seit diesem Jahr verstärkt auf die Cloud aus.
(Bild: Beck et al.)

Ziele und Methoden bleiben gleich, nur die technischen Hilfsmittel verändern sich. Damit die richtige Information zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, stellten Unternehmen ihren Mitarbeitern in den 90er Jahren Lotus Notes bereit, blickt Siegfried Lautenbacher, Geschäftsführer von Beck et al. Services aus München, zurück. Mittlerweile würden für diesen Zweck oft Collaboration-Services aus der Cloud genutzt. „Im Grunde ist der Unterschied zwischen damals und heute gar nicht so groß“, resümiert der studierte Philosoph.

Von der Idee, Teamarbeit durch Software zu unterstützen, und davon, wie diese Idee mit Lotus Notes umgesetzt wurde, sei er damals begeistert gewesen, berichtet Lautenbacher über die Gründungszeit von Beck et al. „Die von Ray Ozzie geschaffene Technologie erlaubte es mir, auf Basis meines Wissens in formaler Logik Applikationen zu schreiben.“

Freilich entwickelte sich Beck et al. seither weiter. Der Lotus-Partner teilte sich Ende der 90er Jahre in eine Lösungs- und eine Services-Company (siehe „Ergänzendes zum Thema“). Die klassischen Produkte des Herstellers Lotus, der 1995 von IBM gekauft wurde, verloren zwar an Bedeutung im Markt. Das Thema Collaboration blieb indes eine Konstante bei den Münchnern. Heute setzen sie in Kundenprojekten auf Produkte wie IBM Connections und Microsoft Sharepoint sowie auf Technologien von Newcomern wie Bitrix, Jive oder MangoApps.

IaaS als bevorzugtes Modell

Cloud Computing als Bereitstellungsmodell spielt für Beck et al. seit diesem Jahr eine zunehmend größere Rolle. Dabei verfolgt das IT-Unternehmen seine eigene Philosophie. Lautenbacher ist kein großer Fan davon, Collaboration-Software als hochstandardisierten Cloud-Service zu nutzen. Mehr Sympathie hegt er für das Konzept, Collaboration-Plattformen, die Unternehmen auch On-Premises einsetzen könnten, auf virtuellen Server-Instanzen in der Cloud zu betreiben. „Wir sind große Verfechter von Infrastructure as a Service (IaaS)“, betont der Geschäftsführer.

Eine solche Virtual Private Cloud biete dem Kunden einerseits die Flexibilität der Cloud und entlaste ihn vom Betrieb der Infrastruktur, begründet Lautenbacher seine Vorliebe für dieses Modell. Es lasse dem Anwender andererseits mehr Freiheiten bei der Konfiguration der Systeme, während er zugleich die Kontrolle über seine Daten behalte. „Wir positionieren die Cloud bei unseren Kunden so, dass die IT ihren Stellenwert im Unternehmen behält und nicht zum Hausmeister degradiert wird.“

Strategische Allianz mit AWS

Seit einigen Monaten arbeitet Beck et al. im Cloud-Geschäft eng mit Amazon Web Services (AWS) zusammen. Die Bayern haben eine strategische Allianz mit dem IaaS-Pionier vereinbart und gehören seit Mai zu dessen Consulting-Partnern. Erfahrungen mit der AWS-Plattform sammelt Beck et al. schon seit 2009. Durch die enge Kooperation sieht sich der Collaboration-Spezialist nun in der Lage, IT-Leistungen für Unternehmen schneller bereitzustellen und zugleich die Service-Qualität zu verbessern. Über ein „AWS Test Drive“ bietet er Kunden die Möglichkeit, Sharepoint in der Amazon-Cloud auszuprobieren und beispielsweise ein Social Intranet mit virtuellen Team-Räumen und Blog einzurichten.

Wie sich das Cloud-Geschäft bei Beck et al. entwickelt, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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