Interview zur DSX 2021 Data Storage Conference Anforderungen an eine moderne Datenstrategie

Redakteur: Klaus Länger

Auf der DSX 2021 Data Storage Conference, die am 7. Oktober 2021 als virtueller Event stattfindet, sind Fujitsu und NetApp mit einer Live Demo vertreten. Die Referenten Ingo Kraft und Heiko Kaden im Interview zum Thema moderne Storage-Infrastruktur.

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Auf der virtuellen DSX-Konferenz am 7. Oktober 2021 gibt es geballte Informationen zum Thema „Die Zukunft des Enterprise-Storage“.
Auf der virtuellen DSX-Konferenz am 7. Oktober 2021 gibt es geballte Informationen zum Thema „Die Zukunft des Enterprise-Storage“.
(Bild: Vogel IT-Medien)

IT-BUSINESS: Herr Kraft, Herr Kaden, wie sieht eine moderne und flexible Storage-Architektur für Unternehmen aus?

Ingo Kraft, NetApp
Ingo Kraft, NetApp
(Bild: NetApp)

Ingo Kraft, NetApp: Spätestens durch die drastischen Herausforderungen an das Business im letzten Jahr, aber auch durch den allgemeinen technologischen Wandel, neue Technologien, sich verändernde und neu entstehende Anwendungsfälle, DevOps Entwicklungsmethodiken und hybride Betriebsmodelle wurde deutlichst aufgezeigt, dass eine massive Umwälzung in Bezug auf Daten zu bewältigen ist, die weit über das hinausgeht, was traditionell gemacht wurde.

Vor allem ist klar, dass die Verfügbarkeit von Daten zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort mit der richtigen Geschwindigkeit essenziell ist. Und dies heißt nun auch, dass On-Premises- und Cloud-Modelle bis hin zur Multi-Cloud real sind und bewältigt werden müssen.

Damit ein solches Szenario umgesetzt und betrieben werden kann, bedarf es einer Datenstrategie, die eine Verfügbarkeit von Daten zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort und mit der richtigen Geschwindigkeit erlaubt. Eine flexible und offene Data Fabric mit einem effektiven Datenmanagement stellt dazu die Grundlage und erlaubt es File, Block und zunehmend Object-Storage sowohl im Datacenter, aber auch in der Edge bis hin zur Nutzung in der Cloud / den Clouds bereitzustellen, dies zentral zu managen, hochgradig zu automatisieren und Kontrolle darüber zu behalten.

Heiko Kaden, Fujitsu
Heiko Kaden, Fujitsu
(Bild: Fujitsu)

Heiko Kaden, Fujitsu: Angesichts tiefgreifender Umwälzungen ist es heute notwendig, IT-Prozesse zu vereinfachen und zu strukturieren. Vor allem dann, wenn die Welt mit Cloud und Cloud Computing komplett über das Internet läuft. Die Cloud verändert nicht nur die IT-Bereitstellungsmodelle. Sie vergrößert auch die sehr dynamisch wachsenden Datenmengen. Eines ist jedoch ganz klar: Die Datenmengen nehmen ständig zu und die herkömmlichen Strukturen sind nicht darauf ausgerichtet, diesen Bedarf zu decken. Daten werden wichtiger als jemals zuvor. Sie sind nicht das neue Gold, denn sie sind überall. Aber sie können das neue Gold für Unternehmen werden, die sie richtig einsetzen – mit einer Strategie als Schlüsselelement für eine solide Zukunft.

Vor diesem Hintergrund ist eine altbewährte Problemlösungsstrategie mit mehr und zusätzlichen Komponenten zu bestehenden IT-Systemen nicht mehr effektiv. Die aus der Koexistenz verschiedener Infrastrukturen, Daten- und Anwendungssilos resultierende Mischung aus Inflexibilität und Komplexität stellt eine Art Stolperstein für die Unternehmensentwicklung dar. Umso wichtiger ist es, eine solide Strategie zu entwickeln, nicht nur als Garant für eine unterbrechungsfreie Unterstützung des Geschäftsbetriebs, sondern auch als treibende Kraft für die Digitale Transformation und eine datengesteuerte digitale Wirtschaft.

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Und welche Rolle spielt dabei das Datenmanagement?

Kraft: Wie dargelegt, finden wir heute zunehmen eine verteilte Datenhaltung zwischen Edge-Core und Cloud/ Multi Cloud vor. Ein zentrales Datenmanagement, welches mit Maschine Learning-Unterstützung Routineaufgaben im Operationsbereich übernimmt, gleichzeitig aber auch wertvolle Einblicke liefert, unterstützt den IT-Betrieb effektiv. Hierzu zählen die Datenbereitstellung für skalierende und sich gegebenenfalls verschiebende Workloads, die Datensicherung für die aktuellen Datentypen, die steigenden Datenmengen und die geforderte permanente Datenverfügbarkeit. Hier stoßen traditionelle Konzepte und Architekturen immer schneller an ihre Grenzen. Die Gefahrenminimierung durch frühzeitige Erkennung von Anomalien im Nutzerverhalten welche auf mögliche Cyberangriffe wie Ransonware-Attacken hindeuten, aber auch der Schutz der Daten mit State-of-the-Art Methodiken wie Snapshoting, Cloning, Replikation und Worm-Funktionalitäten helfen den Gefahren vorzubeugen.

Da immer mehr der Informationsgehalt von Daten auch Auswirkungen auf die Einhaltung von wichtigen Compliance-Anforderungen hat, sind auch hier automatisierte Funktionalitäten nötig, die die verschiedenen Speicherorte Hersteller- und auch Hyperscaler-übergreifend bieten.

Ein bei der Nutzung von Cloud-Ressourcen wachsender Bedarf ist das aktive Kostenmanagement. Vielfach werden Ressourcen überprovisoniert oder nicht das effizienteste Consumptionmodell gewählt, welches zu optimieren ist. Neue Lösungen wie SPOT by NetApp gehen gezielt auf das ML-basierte Optimieren der Cloud-Ressourcen ein und bringen Kunden Kosteneinsparungen von bis zu 70 Prozent. Übrigens haben wir das Unternehmen SPOT akquiriert. Ein Grund waren die herausragenden Erfahrungen, die wir in unserem eigenen IT-Betrieb erfahren haben.

Kaden: Die gemeinsame NetApp-Fujitsu DDTS (Data-driven Transformation Strategy) liefert ein vollständiges Bild, indem sie die Datenumwandlungsbasis definiert und die IT-, Daten- und Anwendungslandschaft unserer Kunden versteht, um etwaige Lücken zu identifizieren. Dabei verwenden wir Hardware-unabhängige Fujitsu IP-Tools, um eine unvoreingenommene Bewertung zu gewährleisten. Auf der Grundlage der kurz- und langfristigen Vision des Unternehmens entwerfen und bauen wir dann eine Datenarchitektur auf, die maximale Vorteile bietet. Dies ist ein sehr wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass die Einführung von Spitzentechnologien wie KI und IoT zu den besten Ergebnissen führt und sich die Investition lohnt, da der gelieferte Wert in hohem Maße von den zugrunde liegenden Daten abhängt.

Wir gewährleisten ein effizientes Datenmanagement – vom Netzwerk Edge über den Core bis hin zur Cloud.

NetApp Data Fabric ist eine Architektur und eine Reihe von Datenservices, die konsistente Funktionen für eine Reihe von Endpunkten in lokalen und mehreren Cloud-Umgebungen bieten. Eine Data Fabric vereinfacht und integriert die Datenverwaltung in der Cloud und vor Ort, um die digitale Transformation zu beschleunigen. Sie liefert konsistente und integrierte Hybrid-Cloud-Datenservices für Datentransparenz und -einblicke, Datenzugriff und -kontrolle sowie Datenschutz und -sicherheit.

NetApp unterstützt Kunden beim Aufbau ihrer Data Fabric, um die Digitale Transformation zu beschleunigen.

Wie gestaltet sich dabei die Zusammenarbeit von Fujitsu und NetApp?

Kraft: Fujitsu ist ein strategischer, langjähriger, zuverlässiger und wichtiger Partner für NetApp – weltweit. Eine sehr große Anzahl regelmäßig trainierter und zertifizierter Spezialisten helfen Kunden, deren Anforderungen zu analysieren und ideale Lösungen End-zu-End umzusetzen. Vor allem unsere gemeinsamen Bestandskunden können hier von den neuen Möglichkeiten hervorragend partizipieren, da wir die Einbindung unser kontinuierlich entwickelten Systeme in die DataFabric einbeziehen und dem Kunden die Umstellung auf andere Tools und Prozesse ersparen.

Kaden: Die herausragenden Leistungen der Partnerschaft zwischen Fujitsu und NetApp umfassen Infrastrukturlösungen, Server, Storage-Systeme, Netzwerktechnologien und Software mit begleitenden Services, die in einem Komplettangebot gebündelt sind – vom Edge über den Core bis zur Cloud. Für jedes Anwendungsszenario. Für mittelständische Unternehmen und für globale Konzerne. Für alle, auf der ganzen Welt.

Die strategische Partnerschaft zwischen Fujitsu und NetApp vereint das Beste aus beiden Welten: Fujitsu, einer der weltweit führenden IT-Infrastrukturanbieter, und NetApp, ein hochrangiger internationaler Anbieter von Storage- und Datenmanagementlösungen sowie Cloud-Technologien. Fujitsu und NetApp stellen diese Harmonie aus einer Hand sicher.

Neugierig geworden? Dann melden Sie sich jetzt zur DSX 2021 Data Storage Conference am 7. Oktober 2021 an!

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