VIRTUALISIERUNG Partner Solution Days & IT-Entscheider Kongress 2008

Alle Facetten der Virtualisierung in einem Event gebündelt

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So stellte beispielsweise Fujitsu Siemens Computers drei dedizierte Server vor, bei denen die Virtualisierung direkt in den Servern vorinstalliert ist. Hier wird VMware direkt auf dem Motherboard – auf dem Flash-ROM – bereit gestellt. Der Kunde bringt den Server ans Netz und kann sofort den funktionsfähigen virtualisierten Server einsetzen.

Zentrales Management physischer und virtueller Umgebungen

Ein weiteres Thema, das Anwendern und Partnern schon heute auf den Nägeln brennt, ist der Wunsch, sowohl den virtualisierten als auch den physischen Teil der Infrastruktur zentral zu managen. »Das ist ein ganz wesentlicher Faktor, den Unternehmen beim Start in die Virtualisierungstechnologie unbedingt beachten sollten«, empfiehlt Anna Fetzer von Microsoft. »Denn durch die Virtualisierung wird die Infrastruktur erst einmal komplexer, da physische und virtuelle Maschinen verwaltet werden müssen. Man benötigt eine Management-Lösung, die die Komplexität wieder herausnimmt.« Microsoft biete hier mit System Center eine einheitliche Management-Konsole sowohl für physikalische als auch für virtuelle Infrastrukturen.

Avocent bietet dazu die derzeit wohl umfassendste Lösung am Markt an. Denn damit lassen sich sämtliche Komponenten der gesamten Infrastruktur – vom Storage-, Server-, File-System bis hin zum Router – zentral managen. Ob es sich jeweils um physische oder virtuelle Komponenten handelt, spielt keine Rolle, Avocent verwaltet beides in einer Konsole.

»Viele Unternehmen gehen derzeit noch vor allem aus Gründen der Kosten-Ersparnis an das Thema Virtualisierung heran. Doch es ist künftig viel wichtiger, Vorstand, Management und die Anwender mit einzubinden«, rät Sternitzky den Systemhäusern, insbesondere mit Blick auf die Desktop-Virtualisierung.

Aufbruch im Mittelstand

Angesichts vorkonfigurierter virtueller Lösungen könnte es auch für den Mittelstand einfacher werden, virtuelle Infrastrukturen einzuführen und zu managen. »Der Mittelstand wurde bisher von den Virtualisierungs-Herstellern tatsächlich noch etwas stiefmütterlich behandelt«, findet Aust. Das werde sich ändern. Praktisch alle Anbieter haben für mittelständische Unternehmen und die sie betreuenden Fachhandels- und Systemhauspartner denn auch spezielle Programme im Gepäck.

Einig waren sich die Experten auch, dass die Desktop-Virtualisierung jetzt erst beginnt, richtig durchzustarten. Die Vorteile im Bereich Systemverwaltung seien hier noch gar nicht abzusehen – sie werfen aber gleichzeitig auch ganz neue Sicherheitsfragen auf. Zudem muss gerade hier der End-User mit eingebunden werden. »Denn der Anwender soll ja nicht merken, was sich im Hintergrund bewegt. Das wird die Herausforderung der Zukunft sein«, so Sternitzky.

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