Virtuelles Networking Afterwork-Partys vom WBSC mit VR-Brille

Autor: Dr. Stefan Riedl

Im Microsoft-Umfeld steht der Windows Business Solutions Club für eine vom Konzern mehr oder weniger unabhängige Community. In virtuellen Zeiten fehlte das Networking beim Kaffeeplausch. Die Organisatoren versuchen nun auch das in ein virtuelles Format zu gießen.

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Neben Networking und Socialising finden Vorträge auf Leinwänden statt, die in der virtuellen Welt verteilt platziert wurden.
Neben Networking und Socialising finden Vorträge auf Leinwänden statt, die in der virtuellen Welt verteilt platziert wurden.
(Bild: WBSC)

Das Piratenschiff ist begehbar.
Das Piratenschiff ist begehbar.
(Bild: WBSC)

Eines vorweg: Formate des Windows Business Solutions Clubs sind keine Veranstaltungen von Microsoft, wenngleich sich die Inhalte ausschließlich um Microsoft-Technologien drehen. Bei den meisten WBSC-Angeboten ist Manfred Helber mit seiner IT-Trainings-Firma Organisator und Trainer. Helber ist im Microsoft-Kontext ein MVP, ein Most Valuable Professional. Das ist ein Status, den Microsoft nur an Leute vergibt, bei denen man sagen kann: Was die im Microsoft-Kontext sagen, hat Hand und Fuß.

Virtuellen Sand aufzuschütten ist tendenziell weniger aufwändig, als eine echte Strandpromenade aufzubauen.
Virtuellen Sand aufzuschütten ist tendenziell weniger aufwändig, als eine echte Strandpromenade aufzubauen.
(Bild: WBSC)

Der zweite Macher hinter WBSC ist Sven Langenfeld, Senior Commercial Category Manager DACH bei Microsoft. Was die Schulungen angeht, hat er sich schon vor einigen Quartalen von der Bühne mangels Zeit verabschiedet. „Aber die Afterwork-Events sind mir ein wichtiges Hobby, da schneide ich mir gerne etwas von meiner Freizeit ab“, so Langenfeld.

Get-together-Komponente

Der Gedanke hinter den „Manfred und Sven: Virtual Afterwork Events“ ist, die Get-together-Komponente besser auszuspielen, die bei klassischen digitalen Veranstaltungen sonst oft verloren geht.

Manfred Helber beim Networking.
Manfred Helber beim Networking.
(Bild: WBSC)

Und das geht so: Umgesetzt wird die virtuelle Afterwork-Party über Altspace-VR; das ist eine kostenfrei verfügbare App aus dem Windows-Store. Die Plattform hat ­Microsoft vor einigen Jahren gekauft. Auf der letzten Ignite wurden darüber die Keynotes präsentiert und es wurde seitens ­Microsoft bereits angedeutet, dass Altspace-VR zu gegebener Zeit mit Teams zusammenwachsen soll.

Ob sich Socialising im menschlichen Miteinander in die Altspace-VR verfrachten lässt, muss sich erst noch zeigen: „Wir sind noch in den Anfängen. Derzeit haben rund 200 WBSC-Follower ein AltspaceVR-Konto und einen Avatar angelegt und zwischen 40 und 50 sind bei den abendlichen Treffen zwischen 18 und 20 Uhr jede Woche dabei.

Die Organisatoren Manfred Helber (li.) und Sven Langenfeld (re.) treten zur Widererkennung stets mit denselben Merkmalen (grüner Hut beziehungsweise blaues Erscheinungsbild) auf.
Die Organisatoren Manfred Helber (li.) und Sven Langenfeld (re.) treten zur Widererkennung stets mit denselben Merkmalen (grüner Hut beziehungsweise blaues Erscheinungsbild) auf.
(Bild: WBSC)

Jeweils um 18:30 Uhr streamen wir einen Vortrag zu einem aktuellen Thema in die virtuelle Welt. Dieser kann über Leinwände verfolgt werden, die in dem Areal verteilt sind.“, so Langenfeld, der dort zur Wiedererkennung in einem blauen Look auftritt. Helber trägt einen grünen Hut.

2D mit Bildschirm oder 3D mit VR-Brille

Die Afterwork-Veranstaltungen finden unter monatlich wechselnden Mottos statt.
Die Afterwork-Veranstaltungen finden unter monatlich wechselnden Mottos statt.
(Bild: WBSC)

Man kann im 2D-Format via Bildschirm teilnehmen, oder in 3D beispielsweise mit einer „Oculus Quest 2 VR“-Brille. „Jeden Monat verlosen wir übrigens eine davon“, berichtet Langenfeld. Mit VR-Brille auf dem Kopf lassen sich Dinge in die Hand nehmen, beispielsweise ein Lichtschwert. Die Kommunikation ist ähnlich wie im echten Leben. Wenn jemand in der Nähe steht, hört man ihn lauter, sind Leute weiter weg, folgerichtig leiser. So ergeben sich Geräuschkulissen und mitunter sucht man sich mit seinem virtuellen Gesprächspartner auch mal ein ruhiges Plätzchen zum Austausch.

Neben Networking und Socialising finden Vorträge auf Leinwänden statt, die in der virtuellen Welt verteilt platziert wurden.
Neben Networking und Socialising finden Vorträge auf Leinwänden statt, die in der virtuellen Welt verteilt platziert wurden.
(Bild: WBSC)

„Wenn man so will, gibt es in der virtuellen Welt auch Vorteile gegenüber der Realen. Nicht nur, dass man gefahrlos mit einem Lichtschwert umherfuchteln kann, sondern man kann auch andere Teilnehmer muten oder ausblenden, wenn sie stören, was ja auch mal vorkommen kann“, witzelt Langenfeld.

Das WBSC-Universum

Andere WBSC-Formate sind der WBSC#WEBDAY mit rund achtstündigen Fachschulungen mit 2,5 bis 4,5 Tausend Teilnehmern. Gestreamt wird auf LinkedIn und Youtube und jeder kann sich das später auch noch zeitversetzt anschauen.

WBSC#SUPPORT findet alle 14 Tage statt, mit ein paar Dutzend Teilnehmern. Hier geht es vor allem darum, dass die Teilnehmer sozusagen Support-Fragen stellen.

WBSC#SKILLS ist ein wöchentlicher Webcast mit meist technischem Schwerpunkt zu monatlich wechselnden Hauptthemen. Da die Teilnehmerzahlen steigen, dürfte sich die Afterwork-Komponente im WBSC-Spektrum etablieren.

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Dr. Stefan Riedl

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Leitender Redakteur