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Was ist ein Avatar?

| Autor / Redakteur: Zeroshope / Dr. Andreas Bergler

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Avatare treten in virtuellen Räumen auf, beispielsweise in den Social Media oder im Internet. Wie der Avatar gestaltet wird, steht dem Nutzer dabei in der Regel frei. In der Folge ist die Avatar-Kunst entstanden.

Prinzipiell ist ein Avatar ein von Menschenhand geschaffenes Kunstobjekt, das als Stellvertreter für eine bestimmte Person dient. Der Name leitet sich von der Sanskrit-Vokabel „Avatara“ ab, mit der im Hinduismus die körperliche Manifestation einer Gottheit beschrieben wird. Lange Zeit waren Avatare genau dies: Abbildungen von Göttern, die in religiösen Stätten als Stellvertreter für die Gottheit fungieren. Das Kreuz auf einer christlichen Kirche dient beispielsweise als Avatar für Jesus Christus.

In unserer Zeit hat sich die Bedeutung jedoch stark geändert: Durch die Schaffung virtueller Räume in Gestalt des Internets, in Videospielen oder in Form von speziellen Computerprogrammen sind virtuelle Stellvertreter für Nutzer notwendig geworden. Ein Avatar ist in diesem Zusammenhang die künstliche Repräsentation eines Menschen.

Annäherung an die Realität ist nicht notwendig

In virtuellen Räumen treten Avatare in der Regel in zwei Formen auf:

  • Als Bild: In den Social Media sind die Profilbilder beispielsweise die Avatare der Nutzer.
  • Als Graphik: In diesem Fall vertritt irgendeine Figur den Nutzer. Beispielsweise in Videospiel-Netzwerken sind graphische Darstellungen (die sogenannten „Gamer Tags“) als Avatare verbreitet.

Eine realistische Abbildung des jeweiligen Menschen ist keine Anforderung an einen Avatar. Es bleibt dem jeweiligen Nutzer überlassen, über was für eine Abbildung er sich vertreten lassen möchte. In einigen sozialen Netzwerken (beispielsweise Xing oder LinkedIn) gehört es allerdings zum guten Ton, ein echtes Bild zu verwenden.

Die Kunst entdeckt die Avatare

Künstler haben Avatare aufgrund der Freiheit der Gestaltung als Möglichkeit entdeckt, um sich auszudrücken. Sie reizt die Möglichkeit, ihre Persönlichkeit durch ein völlig anderes Bild darzustellen. Die Avatar-Gestaltung ist deshalb Teil der „Net-Art“ geworden, also der speziellen Künste, die durch das Internet entstanden sind. Aber auch in der analogen Welt haben die kunstvoll gestalteten Repräsentationen menschlicher Persönlichkeiten Bewunderer gefunden: Die bekannte Ney Yorker Postmaster‘s Gallery zeigte 2007 beispielsweise in einer Ausstellung die „13 schönsten Avatare aus dem Computerspiel Second Life“. In Düsseldorf konnten im Frühjahr 2019 interessierte Gäste des K21 weinende Avatare betrachten, die vom britischen Künstler Ed Atkins geschaffen wurden.

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