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Ausbau des Vertriebs

ActionIT kämpft sich in den Markt zurück

| Autor: Michael Hase

Die Geschäftsleitung von ActionIT (v. l.), Gernot Sonnek, Mark Scherer und Jochen Bless, blickt optimistisch auf 2018.
Die Geschäftsleitung von ActionIT (v. l.), Gernot Sonnek, Mark Scherer und Jochen Bless, blickt optimistisch auf 2018. (Bild: Vogel IT-Medien)

Als Unternehmen der Littlebit-Gruppe ist ActionIT im Juli neu gestartet. Mittlerweile kommt der Paderborner Distributor wieder auf rund 1.000 kaufende Fachhändler, und die Anzahl der Partner nimmt weiter zu.

Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für den Neuanfang. Der Distributor ActionIT, der im November 2016 Insolvenz anmelden musste, ging im Juli dieses Jahres als Tochter der Schweizer Littlebit-Gruppe erneut an den Start. „Das war eine verdammt anstrengende Zeit“, berichtet Gernot Sonnek, Geschäftsführer des Paderborner Unternehmens, über die vergangenen Monate. Neben dem Tagesgeschäft, das schnell wieder anzog, waren die Ostwestfalen damit beschäftigt, zentrale Prozesse umzustellen und an die neue Konstellation anzupassen.

ActionIT tritt weiterhin als eigenständiges Unternehmen auf, ist aber mittlerweile in die Strukturen der Littlebit-Gruppe eingebunden, um Synergien zu bilden. So hat der Distributor sein Lager am Betriebsstandort aufgegeben und nutzt jetzt das Logistikzentrum von Littlebit Deutschland, das sich im unterfränkischen Alzenau befindet. Außerdem hat der Großhändler seine Warenwirtschaft auf das System umgestellt, das bei der Muttergesellschaft im Einsatz ist. Umgekehrt erbringen die Paderborner inzwischen Leistungen für die gesamte Gruppe. So übernehmen sie bei einigen Herstellern, zum Beispiel bei Toshiba, den zentralen Einkauf.

Aufsteigende Tendenz

„Wenn man sieht, dass es vorangeht, dann hat sich die Mühe gelohnt“, bewertet Jochen Bless, ebenfalls Geschäftsführer bei ActionIT, die bislang geleistete Arbeit. Gemeinsam mit ihrem knapp 20-köpfigen Team haben Sonnek, Bless und Mark Scherer, der für den Einkauf verantwortlich zeichnet, das Geschäft wieder auf Touren gebracht. Rund 1.000 Fachhändler kaufen derzeit monatlich bei dem Großhändler ein. Damit ist er zwar noch vom Niveau früherer Zeiten entfernt, als die Zahl im Durchschnitt bei 2.800 lag. Die Tendenz zeigt Bless zufolge aber eindeutig nach oben. Demnach kommen 100 bis 150 Händler pro Monat hinzu. „Wir hätten nicht erwartet, dass es so schnell gehen würde.“

Um den wachsenden Aufwand zu bewältigen, stellen die Paderborner jetzt im Vertrieb zusätzliches Personal ein. Dafür suchen sie nach Mitarbeitern für die Fachhandels- und Systemhausbetreuung sowie für das Key Account Management und den Focus Sales.

Unterschiedliche Modelle

ActionIT und Littlebit sollen auch künftig als separate Marken agieren. Diese Strategie halten sowohl Mutter- als auch die Tochtergesellschaft für sinnvoll, weil sich ihre Geschäftsmodelle voneinander unterscheiden und sie verschiedene Segmente adressieren. Der Schweizer Distributor vermarktet ausschließlich Produkte von Herstellern, mit denen er direkte Vertragsbeziehungen unterhält. Zur Klientel des Grossisten, der sich auf Storage, Komponenten und Peripherie spezialisiert hat, gehören hauptsächlich Retailer und Online-Händler.

Ergänzendes zum Thema
 
Schnell wachsender Komponentenspezialist

Dagegen tritt ActionIT primär als Subdistributor auf und hält nur wenige Direktverträge mit Herstellern. Die Ostwestfalen bieten also vor allem Produkte an, die sie bei anderen Distributoren einkaufen. Ihr Schwerpunkt liegt ebenfalls auf Komponenten, Peripherie und Zubehör. Das Unternehmen vertreibt aber vornehmlich an kleine bis mittelgroße Fachhändler und Systemhäuser. Dabei arbeiten es mit Verbundgruppen wie Synaxon, ElectronicPartner und Nordanex zusammen.

ActionIT kann Fachhändlern auch Produkte aus dem Portfolio von Littlebit anbieten. Aktuell gehören etwa 3.500 Artikel zum Sortiment, das weiter ausgebaut werden soll. Anspruch des Unternehmens sei es, mit seinem Angebotsspektrum bei den Partnern „einen relativ großen Teil des Warenkorbs abzudecken“, erläutert Sonnek. Und je größer dieser Teil sei, desto höher die Relevanz des Distributors für die Reseller. „Wir verstehen uns primär als Dienstleister des Fachhandels.“

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