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Was ist ein Retailer?

| Redakteur: Wilfried Platten

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Retailer ist die englische Bezeichnung für Einzelhändler. Der Begriff stammt vom altfranzösischen Wort "retailler" ("abgeschnittenes Teilstück") ab. Die Kunden des Retailers sind die Endverbraucher.

Unter einem Retailer versteht man einen Einzelhändler bzw. einen einzelhandelsnahen Dienstleister. Zu den wesentlichen Aufgaben eines Retailers zählen die Beschaffung der Waren unterschiedlicher Hersteller, das Zusammenstellen der Waren zu einem Sortiment sowie der Verkauf an nicht-gewerbliche Kunden. Hinsichtlich seines Aufgabenbereiches unterscheidet sich das Retail - also der Einzelhandel - deutlich vom Großhandel. Dieser verkauft sein Warenangebot nämlich ausschließlich an gewerbliche Kunden sowie an Großverbraucher. Das Abgrenzungskriterium zwischen Einzelhandel und Großhandel ist somit ausschließlich der Kundenkreis des Unternehmens. Andere Faktoren, wie beispielsweise die Menge der veräußerten Waren, können nicht für die Abgrenzung zwischen Groß- und Einzelhandel herangezogen werden.

Die Betriebsformen eines Retailers

Je nach erforderlicher Fläche unterscheidet man unterschiedliche Betriebsformen des Retails. Die kleinste Betriebsform ist das sogenannte "Vending", bei dem die Ware über Automaten vertrieben wird. Die Shopzonen sind die nächstgrößere Betriebsform des Retails. Bei den Shopzonen handelt es sich um Laden-Bereiche, die in andere gewerbliche Einrichtungen, wie zum Beispiel Tankstellen oder Gaststätten, integriert sind. Die Shopzonen umfassen eine Fläche von bis zu 100 Quadratmetern. Bis zu 200 Quadratmeter groß sind die Bedienungs- und Selbstbedienungsgeschäfte, die die nächstgrößere Betriebsform des Retails bilden. Zu den weiteren Betriebsformen zählen die Supermärkte, deren Verkaufsfläche 400 bis 1.500 Quadratmeter umfasst, sowie Verbrauchermärkte, die eine Verkaufsfläche von einer Große zwischen 1.500 und 4.000 Quadratmetern besitzen.

Anforderungen an den Retailer

Der stationäre Retailer, der seine Waren an einem festen Platz verkauft, hat in den vergangenen Jahren mit dem Onlinehandel einen großen Konkurrenten erhalten. Um dieser Konkurrenz standzuhalten, investiert der deutsche Einzelhandel verstärkt in Standorte, die sich in der Innenstadtlage befinden. Retailer, die an solchen Standorten ansässig sind, bezeichnet man auch als Geschäfte in A-Lage. Die Unternehmensberatung PwC Deutschland kam in einer Studie zudem zu dem Schluss, dass etwa 30 Prozent der stationären Retailer ihr Angebot um einen Onlineshop ergänzt haben. Um gegen den Online-Handel langfristig bestehen zu können, setzen stationäre Retailer weiterhin zunehmend auf eine verbesserte Qualifizierung der Mitarbeiter.

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