IFA 2024 Acer zeigt KI-Notebooks für Consumer und Business

Von Klaus Länger 6 min Lesedauer

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Freie Wahl für die Kunden: Auf der IFA 2024 präsentiert Acer Swift-Notebooks mit Intel Core Ultra 200V, Ryzen AI 300 und ein Swift Go mit Qualcomm Snapdragon X. Für den Business-Einsatz kommt das superleichte TravelMate P6 14 AI mit Intel Lunar Lake.

Das Acer Swift 14 AI kommt in zwei Varianten mit Intel Core Ultra 200V und AMD Ryzen AI 300. Beide sind mit OLED-Panels lieferbar.(Bild:  Acer)
Das Acer Swift 14 AI kommt in zwei Varianten mit Intel Core Ultra 200V und AMD Ryzen AI 300. Beide sind mit OLED-Panels lieferbar.
(Bild: Acer)

Notebooks mit KI-fähigen Prozessoren sind der große IT-Trend auf der IFA 2024. Natürlich ist Acer mit von der Partie und präsentiert neue Geräte mit Prozessoren aller drei Hersteller: Intel, AMD und Qualcomm. Primär für Consumer, Freiberufler und kleine Unternehmen sind die neuen Swift-Modelle bestimmt. Das neue Swift 14 AI kommt mit Intel Core Ultra 200V und AMD Ryzen AI 300 auf den Markt, das größere Swift 16 AI nur mit Intel-CPUs. Dazu kommt noch das günstigere Swift Go 14 AI mit dem brandneuen Octacore-Modell aus Qualcomms Snapdragon-X-Plus-Familie. Für Business-Kunden hat der Hersteller das leichte Travelmate P6 14 AI mit Intel-Prozessor im Gepäck.

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Swift 14 AI und Swift 16 AI

Mit dem ebenfalls in Berlin vorgestellten Lunar-Lake-Prozessoren ist die Intel-Variante des Swift 14 AI (SF14-51/ SF14-51T) ausgerüstet. Das schlanke Aluminium-Notebook mit 14-Zoll-Display kommt mit vier verschiedenen CPUs auf den Markt: Core Ultra 5 oder Core Ultra 7 mit jeweils entweder 16 oder 32 GB LPDDR5X-8448 als auf dem Prozessor integriertem Arbeitsspeicher. Alle CPUs verfügen über vier P- und vier E-Cores, eine Intel-Arc-GPU mit schnelleren Xe2-Cores und eine NPU mit bis zu 48 TOPS. Der Unterschied liegt im höheren Takt beim Core 7 Ultra, einem größeren Cache und einer schnelleren Arc-140V-GPU mit acht Ausführungseinheiten gegenüber der Arc 130V im Core Ultra 5.

Auf dem Mainboard sitzt zusätzlich noch eine PCIe-Gen4-SSD mit bis zu einem TB Speicherplatz. Beim bis zu 180 Grad umklappbaren Touch-Display gibt es drei Optionen: 2K-IPS oder OLED mit 2K- beziehungsweise 3K-Auflösung. Für die OLED-Displays gibt Acer eine Bildwiederholrate von 90 Hz für flüssigeres Spielen und Scrollen an. Über dem Display sitzen eine Webcam mit 1440p-Auflösung, HDR, IR-Sensor für Windows Hello sowie Privacy Shutter und ein Dreifach-Mikrofon. Ein Näherungssensor für die Acer-User-Sensing-Technologie ist ebenfalls eingebaut.

Bei den Schnittstellen beschränkt sich Acer nicht auf zwei Thunderbolt-4-Ports, sondern baut zusätzlich noch zwei Typ-A-Buchsen und einen HDMI-Ausgang ein. Ein 65-Wh-Akku soll für eine lange Laufzeit des 1,5 kg schweren Swift 14 sorgen. Das Swift 16 (SF16-51/ SF16-51T) unterscheidet sich vom kleineren Intel-Modell nur durch das größere Display mit 3K-OLED-Panel und einen Akku mit 75 Wh.

Bei der ebenfalls auf der IFA gezeigten AMD-Variante des Swift 14 AI (SF14-61/T) ab 1,32 kg Gewicht, nutzt Acer den Ryzen AI 9 365 als Prozessor. Die CPU aus der Strix-Point-Familie verfügt über vier Zen-5- und sechs Zen-5c-Kerne, eine Radeon 880M als im Prozessor integrierte GPU und eine NPU mit bis zu 50 TOPS. Der LPDDR5X-7500-Arbeitsspeicher kann bis zu 32 GB große sein, die PCIe-Gen4-SSD bis zu zwei TB fassen. Ein 65- oder 75-Wh-Akku soll bis zu 27 Stunden Videowiedergabe ermöglichen.

Beim Display mit bis zu 180 Grad Öffnungswinkel gibt es hier zwei IPS-Panels mit Full-HD+- oder 3K-Auflösung sowie ein 3K-OLED-Panel. Das 3K-IPS-Display erkennt laut Hersteller Touch-Eingaben und schafft sogar eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz. Die 1440P-Kamera mit Windows-Hello-Unterstützung Shutter wird hier von zwei Mikrofonen flankiert. Bei den Schnittstellen unterstützen die beiden USB-C-Anschlüsse USB4. Über WLAN mit Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4 verfügen sowohl die AMD- als auch die Intel-Modelle.

Mit ihren schnellen NPUs erfüllen sowohl die Intel-Modelle als auch das AMD-Notebook die Microsoft-Anforderungen für Copilot+-PCs. Allerdings werden die entsprechenden Apps, die über Windows Studio Effects und Windows Copilot herausgehen, laut Microsoft erst ab November als kostenloses Update nachgereicht.

Acer installiert allerdings bereits eine eigene Suite an KI-Anwendungen auf den Notebooks vor: Das lokal laufende Acer Assist durchsucht und fasst privat hochgeladene Dokumente zusammen. Zudem unterstützt es bei der Fehleranalyse am PC. AI-optimierte Konferenztools wie Acer PurifiedView 2.0 und Acer PurifiedVoice 2.0 sollen Bild und Ton optimieren. Eine AI-Aktivitätsanzeige im Touchpad leuchtet auf, wenn die NPU oder der Copilot aktiviert sind.

Das Acer Swift 14 AI (SF14-51/T) mit Intel-CPU soll noch im September und ab 1.199 Euro (UVP) verfügbar sein. Das 16-Zoll-Modell und das Swift 14 AI mit Ryzen-CPU folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Swift Go 14 AI mit 8-Kern-ARM-Prozessor

Das ab September für einen Preis ab 1.049 Euro (UVP) erhältliche Swift Go 14 AI (SFG14-01) kann dagegen schon jetzt mit Copilot+-Funktionen aufwarten. Denn es basiert auf dem neuen günstigeren Qualcomm Snapdragon X Plus mit acht Qryon-Cores. Die NPU leistet hier wie bei allen Snapdragon-X-Modellen bis zu 45 TOPS. Im Swift Go 14 AI, dem ersten Copilot+-Notebook der Swift-Go-Baureihe, kann die CPU auf bis zu 32 GB LPDDR5X-Speicher zugreifen. Als Massenspeicher dient eine PCIe-Gen4-SSD mit bis zu einem TB Kapazität. Das Display mit 120-Hz-IPS-Panel ist beim Swift Go 14 AI mit 14,5 Zoll etwas größer. Für die Auflösung stehen 1.920 x 1.200 oder 2.560 x 1.600 Bildpunkte zur Wahl. Weitere Ausstattungsmerkmale des 1,32 kg schweren Alu-Notebooks sind ebenfalls eine 1.440p-IR-Kamera mit Privacy Shutter, Wi-Fi 7 und vier USB-Ports, davon zwei USB-C mit USB4. Der 65-Wh-Akku soll hier mit WUXGA-Panel bis zu 28 Stunden Videowiedergabe ermöglichen.

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Travelmate P6 14 AI

Mit dem Travelmate P6 14 AI stellt Acer in Berlin sein bislang leichtestes Business-Notebook vor. Das 14-Zoll-Gerät bringt durch ein Chassis aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung und einem Display-Deckel aus Karbonfaser nur 990 Gramm auf die Waage, erfüllt aber laut dem Hersteller trotzdem die Anforderungen von MIL-STD 810G/H. Dabei kommen bei der Produktion Recycling-Materialien zum Einsatz. Zudem erfüllt das Travelmate die TCO-9-Kriterien für nachhaltige Elektronik.

Beim Prozessor bedient sich Acer bei Intel und setzt die neuen Lunar-Lake-CPUs ein. Dabei können die Kunden zwischen dem Core Ultra 5 226V mit 16 GB RAM und den vier Core-Ultra-Modellen mit 16 oder 32 GB Arbeitsspeicher wählen. Die PCIe-Gen4-SSD fasst hier maximal ein TB an Programmen und Daten. Das 14-Zoll-IPS-Panel im 16:10-Format mit Full-HD-+- oder 3K-Auflösung ist in einen besonders schmalen Rahmen gefasst. Es liefert eine Helligkeit von bis zu 400 Nits und deckt den sRGB-Farbraum komplett ab, so der Hersteller. Über dem Display sitzt auch hier eine 1440p-IR-Webcam mit Privacy-Shutter und drei Mikrofonen. Zudem verfügt das Notebook über einen Näherungssensor für die Acer-User-Sensing-Technologie, für das Sperren des Geräts, wenn der User den Arbeitsplatz verlässt. Kommt er zurück, dann wird das Travelmate automatisch wieder entsperrt. Sämtliche Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen sind mittels Acer Proshield Plus in einer Konsole vereinigt.

Für das Keyboard mit 1,55 mm Tastenhub verspricht Acer eine niedrige Lautstärke und ein angenehmes Tippgefühl. Zudem ist eine eigene Taste für das Stummschalten der Mikrofone integriert. Im Touchpad zeigt ein AI-Logo an, wenn die NPU oder Copilot aktiv sind.

Die NPU im Intel-Prozessor wird durch Acer-eigene Anwendungen genutzt, die dem Business-User die Arbeit erleichtern sollen. Acer Assist nutzt große Sprachmodelle und lokale Dateien, um technische Anfragen zu beantworten, Dokumente und Datensätze zusammenzufassen und einfache Fehlersuchen durchzuführen. Dabei verlassen laut Acer keinerlei Daten das Notebook. Zusätzlich sind die KI-unterstützen Apps PurifiedView und PurifiedVoice vorinstalliert, die Kamerabild und Spracherfassung verbessern.

Für die Netzwerkanbindung sorgt Wi-Fi 7 mit Bluetooth 5.4. Den Anschluss externer Geräte oder Docks erlauben zwei USB-C-Ports mit Thunderbolt 4 und zwei USB-A-Buchsen sowie ein HDMI-Ausgang. Mit Secure Guard bietet das TravelMate P6 14 AI zudem ein ganzes Bündel an Sicherheitsfunktionen wie einen USB-Gerätefilter, ein persönliches Secure Drive und eine Dateisicherung. Da das Travelmate P6 14 AI im Januar 2025 auf den Markt kommen soll, wird es auch über Microsofts Copilot+-Apps verfügen. Der Preis für das 14-Zoll-Business-Notebook mit Lunar Lake wird voraussichtlich bei 1.419 Euro beginnen.

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