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40 Betriebssysteme für den Raspberry Pi

| Autor: Sebastian Gerstl

Die Standarddistribution: Von Beginn an ist das Debian-basierte Raspbian das empfohlene Einsteiger-Betriebssystem für alle Varianten des Raspberry Pi. Die aktuelle Version, Raspbian "Jessie", wurde im März 2016 auf Kernel-Version 4.1 aktualisiert. Für Einsteiger, Fortgeschrittene oder Experimentierfreudige existiert allerdins noch eine breite Anzahl an Betriebssystem-Alternativen für den Einplatinenrechner.
Die Standarddistribution: Von Beginn an ist das Debian-basierte Raspbian das empfohlene Einsteiger-Betriebssystem für alle Varianten des Raspberry Pi. Die aktuelle Version, Raspbian "Jessie", wurde im März 2016 auf Kernel-Version 4.1 aktualisiert. Für Einsteiger, Fortgeschrittene oder Experimentierfreudige existiert allerdins noch eine breite Anzahl an Betriebssystem-Alternativen für den Einplatinenrechner. (Bild: Screenshot / Raspberry Pi Foundation)

Neueinsteiger greifen zu Raspbian, Bastler bevorzugen ein schlankeres Linux oder RiscOS, Microsoft will Cloudentwickler und Hobbyisten mit Windows 10 IoT Core locken. Doch für den Raspberry Pi gibt es noch viele weitere Betriebssysteme. Wir stellen 40 von ihnen vor.

Im Juni 2017 meldete die Raspberry Pi Foundation, dass insgesamt mehr als 14 Millionen Exemplare des Einplatinenrechners weltweit verkauft wurden. Das sind mehr Exemplare, als der seinerzeit beliebteste Heimcomputer, der Commodore 64, absetzen konnte – und das in einem deutlich kürzeren Zeitraum! Inzwischen wird die Zahl verkaufter Modelle stellenweise auf bis zu 19 Millionen Boards geschätzt (Stand Mai 2018).

In erster Linie als Linux-System für Einsteiger in die Programmierung und Bastler für IoT-Anwendungen bekannt, findet der Minicomputer Raspberry Pi zunehmend auch serienreife, praktische Anwendung in diversen Industriezweigen. Kein Wunder also, dass mit der zunehmenden Breite an Anwendungsmöglichkeiten auch immer mehr Betriebssysteme für den Einplatinenrechner erscheinen, die mal mehr, mal weniger speziell auf bestimmte Anforderungen zurechtgeschnitten sind.

NOOBS-Sammlung ermöglicht einfache Betriebssystem-Installation

Für den ersten Start empfiehlt die Raspberry Pi Foundation, die Programmsammlung NOOBS (New Out Of the Box Software) zu verwenden. Dabei handelt es sich um kein Betriebssystem im eigenen Sinne, sondern um einen einfach gehaltenen Installer, mit dem Sie einige von der Raspberry Pi Foundation handverlesene Betriebssysteme schnell installieren können. Das Setup von NOOBS ist sehr einsteigerfreundlich angelegt: Auf der Website der Raspberry Pi Foundation kann das etwa 1,7 GByte große Downloadpaket kostenlos in einer ZIP-Datei heruntergeladen werden. Diese Datei müssen sie einfach nur auf eine leere, mindestens 4 GByte umfassende MicroSD-Karte entpacken. Bei ersten Systemstart erscheint daraufhin der Installationsmanager, der Sie durch alle weiteren Schritte führt.

Der NOOBS-Installer stellt einem in der aktuellen Version (zum Zeitpunkt dieses Artikels: Version 2.8.1 vom 24. April 2018) beim ersten Systemstart zehn empfohlene Betriebssysteme zur Auswahl. Ohne angeschlossenes Ethernetkabel stehen hier nur das Standard-OS Raspbian und das Mediacenter-System LibreELEC zur Verfügung. Bei vorhandenem Internetanschluss während des Erststarts kommen hier eine abgespeckte Rasbian-Distribution namens Raspbian Lite, das Mediacenter OSMC, die Emulationsstationen Recalbox und Lakka, die nicht Linux-basierten Betriebssysteme RISC OS und Microsoft Windows 10 IoT Core, sowie die Digitalen Signierungsplattformen Screenly OSE und TLXOS hinzu - letztere nur in einer kostenlosen 60-Tage-Trial-Fassung. Dabei ist es mit NOOBS inzwischen möglich, direkt mehrere Betriebssysteme parallel auf dem Raspberry Pi zu installieren.

Mehr Betriebssysteme als nur für NOOBS empfohlen

Damit sind die Möglichkeiten aber noch lange nicht erschöpft: Für den Raspberry Pi existieren noch zahlreiche unterschiedliche Linux-Varianten, die sich an unterschiedliche Geschmäcker richten und verschiedene Spezialitäten oder Anwendungsmöglichkeiten mit sich bringen. Und auch abseits des weit verbreiteten, freien OS haben sich zahlreiche Entwickler bemüht, diverse andere Betriebssysteme auf den Einplatinenrechner zu portieren.

Zusammen mit dem Standard-OS Raspbian möchten wir daher an dieser Stelle 40 Betriebssysteme vorstellen, die Sie auf Ihrem Raspberry Pi einsetzen können. 36 Davon sind aktuelle Betriebssysteme, die aktive Pflege und Support erhalten. Hinzu kommen vier OS-Varianten, die war bereits seit Längerem nicht mehr weiterentwickelt wurden, die aber – aufgrund ihrer Geschichte, ihres Hintergrunds oder auch nur als Kuriosum – dennoch einen Blick wert sind.

Ergänzendes zum Thema
 
Kostenloses Poster: Alle Raspberry Pi Modelle in der Übersicht

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