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Definition Was ist eine ZIP-Datei?

Autor / Redakteur: Laimingas / Margrit Lingner

„ZIP“ ist abgeleitet vom englischen Wort „zipper“ für Reißverschluss. Das Format erlaubt die verlustfreie Komprimierung von Dateien, um den Platzbedarf bei Archivierungen zu reduzieren oder eine schnellere Datenübertragung zu ermöglichen.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Amerikaner Phil Katz entwickelte das ZIP-Format zum Komprimieren von Dateien 1989 mit den Programmen PKZIP und PKUNZIP, nachdem er zuvor ein anderes Dateiformat (ARC) genutzt hatte. Wegen gerichtlicher Streitigkeiten mit einer Softwarefirma zog er dieses zurück und schrieb PKZIP, für das er einen effizienteren Algorithmus einsetzte. Das Format fand schnell eine weite Verbreitung.

Eigenschaften von ZIP-Dateien

Beim ZIP-Format handelt es sich um eine Containerdatei. Einzelne oder mehrere Dateien lassen sich damit packen und entpacken. Auch das Speichern des Pfades sowie eine Verschlüsselung mit Passwörtern ist möglich. Der Algorithmus erlaubt eine Reduzierung der Dateigrößen auf bis zu 12 Prozent ihres ursprünglichen Umfangs.

Eine progressive Kompression wird nicht unterstützt. Jede Datei im Archiv muss einzeln komprimiert werden. Das ermöglicht zwar eine einfache und flexible Handhabung, denn Dateien lassen sich auch einzeln erstellen und reparieren, löschen oder hinzufügen, komprimieren und extrahieren, ohne dass das gesamte Archiv entsprechend bearbeitet werden muss. Ein Nachteil sind allerdings mögliche Redundanzen, die bei der Komprimierung keine Berücksichtigung finden.

Gängige Programme sind heute PKZIP, Winzip, WinRAR oder PeaZip, die als Freeware aus dem Netz heruntergeladen werden können. Mit ihnen lassen sich im Handumdrehen große Datensammlungen archivieren, um Speicherplatz zu sparen oder umfangreiche Anhänge via E-Mail schneller zu verschicken. Ebenso schnell lassen sich die Archive auch wieder entpacken.

ZIP-Dateien mit Malware

Vorsicht ist allerdings geboten, wenn E-Mails von unbekannten Absendern mit ZIP-Anhängen eingehen. Sie enthalten nicht selten ausführbare Dateien, die beim Entpacken den Rechner mit Schadsoftware infizieren können.

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