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Was ist Freeware?

| Autor / Redakteur: Laimingas / Dr. Andreas Bergler

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Freeware heißt wörtlich übersetzt „freie Ware“. Bezogen auf die IT ist damit Software gemeint, die kostenfrei aus dem Internet heruntergeladen werden kann. Sie unterliegt trotzdem dem Urheberrecht und darf beispielsweise nicht verändert werden.

Der Urheber stellt die Software zur kostenlosen Nutzung bereit und verzichtet lediglich auf ein Entgelt, aber nicht auf sein Copyright. Ein entsprechendes Programm darf also nicht verkauft, verändert oder in Teilen in eine andere Software übernommen werden. Diese proprietäre Eigenschaft unterscheidet sie von Free Software im Sinne der Free Software Foundation und von Public Domain Programmen. Freies Kopieren und die Weitergabe an Dritte sind jedoch gestattet.

Historie des Begriffs Freeware

Geprägt wurde der Begriff von Andrew Fluegelman, einem US-amerikanischen Programmierer, der im Jahr 1982 nach anderen als den üblichen Vertriebsmöglichkeiten für eine von ihm geschaffene Software suchte. Allerdings hat sich die Bedeutung im Laufe der Zeit gewandelt. Fluegelmans Vertriebsmodell für sein Programm PC Talk würde man heute eher als Shareware-Konzept bezeichnen.

Lizenz- und Vertragsbedingungen

Jeder Inhaber eines Urheberrechts kann bei einer Weitergabe seiner Schöpfung die vertraglichen Rahmenbedingungen in sehr weitem Umfang selbst bestimmen. Das gilt auch für Software-Autoren und Programmierer. Da Freeware kein exakt definierter und rechtsverbindlicher Begriff ist, sind die Vertrags- und Lizenzbedingungen für jeden einzelnen Fall zu überprüfen. Die Überlassung konkreter Rechte durch den Urheber an den User wird im Endbenutzer-Lizenzvertrag festgehalten.

Typische Regeln sind etwa, dass die Software nicht verkauft werden darf, oder dass sie nur für private, nicht aber für kommerzielle Zwecke zugelassen ist. Unter Experten ist es strittig, ob ein Programm bei den genannten oder noch weiteren Einschränkungen überhaupt noch unter die Kategorie Freeware zu zählen ist.

Eine spezielle Form sind Programme wie der Internet Explorer oder der Windows Media Player von Microsoft, die auf einem kostenpflichtigen Betriebssystem aufbauen. Deren Nutzung ist an andere Lizenzen des Herstellers gebunden.

Verbreitung von Freeware

Computermagazine nutzen den Begriff gerne als übergeordnete Bezeichnung für den Download von freier Software oder kostenlosen Lite- und Demo-Versionen. Programmierer stellen darunter Programme auf ihren Webseiten zur Verfügung. Obwohl es sich meistens um kleinere Projekte oder einzelne Tools handelt, gibt es auch größere Freeware-Produkte wie den Browser Opera.

Manchmal wird auch frühere kommerzielle Software als Freeware weitervertrieben, wenn zum Beispiel mit dem Verkauf keine nennenswerten Erlöse mehr zu erzielen sind. Zur Freeware zählen außerdem die meisten Open-Source-Projekte wie der Browser Mozilla Firefox, obwohl ihre Qualitäten und Nutzungsmöglichkeiten weiter reichen.

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