Neustrukturierung auf EMEA-Ebene Westcon vereinigt, was zusammengehört

Autor: Michael Hase

Der Distributor Wescton-Comstor bündelt das Security- und UCC-Geschäft in einer Organisation, die von Robert Jung, bislang für Security verantwortlich, geleitet wird. Mit dieser Aufstellung soll sich übergreifendes Cross-Selling-Potenzial besser erschließen lassen.

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Von der Integration der Business Units verspricht sich Westcon-Comstor mehr Synergien.
Von der Integration der Business Units verspricht sich Westcon-Comstor mehr Synergien.
(Bild: bas121 - stock.adobe.com)

Westcon-Comstor treibt die Integration voran. Wie bereits bei der Ankündigung der neuen EMEA-Strukturen berichtet, legt der Distributor hierzulande die beiden Sparten Westcon UCC und Security zu einem Cluster zusammen. Robert Jung, bislang Chef der Security-Einheit, zeichnet als Managing Director nun für das gesamte Geschäft von Westcon in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) verantwortlich. Das Unternehmen fährt damit künftig in der Vermarktung nur noch zweigleisig: Während die Berliner Schwester Comstor das Portfolio von Cisco auf den Feldern Networking, Collaboration und ­Security an den Fachhandel vertreibt, deckt Westcon das gleiche Technologiespektrum in der Non-Cisco-Welt ab.

Robert Jung hat als Westcon-Geschäftsführer einen größeren Verantwortungsbereich erhalten.
Robert Jung hat als Westcon-Geschäftsführer einen größeren Verantwortungsbereich erhalten.
(Bild: Westcon-Comstor)

An dieser Aufstellung soll sich vorerst nichts mehr ändern. „Die Struktur ist in Beton gemeißelt“, betont Jung, der den Hintergrund der Neuorganisation im Gespräch mit IT-BUSINESS erläutert. Wie er ausführt, gibt es in anderen europäischen Märkten, in denen Westcon-Comstor agiert, schon seit Längerem nur noch eine Organisation und einen verantwortlichen Manager für das Westcon-Geschäft. „In der DACH-Region waren wir Nachzügler, nicht zuletzt wegen der Größe des Markts. Jetzt haben wir den überfälligen Schritt aber nachgeholt.“ Die Neustrukturierung des Distributors auf EMEA-Ebene sei dafür eine günstige Gelegenheit gewesen.

Neue Kompetenzfelder

Entgegen der Integration auf regionaler Ebene hat der Distributor im September in seiner internationalen Organisation zwei separate Einheiten gebildet. Marianne ­Nickenig, bislang verantwortlich für UCC in DACH und Osteuropa, leitet als Vice President Westcon Collaboration & Networking EMEA eine der beiden Business Units. An der Spitze der anderen Einheit, die sich der Cybersecurity widmet, steht Daniel Hurel, der bisher ­europaweit für den Vertrieb von Security-Produkten bei Comstor zuständig war. Im Zuge der Umstrukturierung sind Nickenigs bisherige Aufgaben in der DACH-Region in den Verantwortungsbereich Jungs übergegangen. Von der neuen Gliederung auf EMEA-Ebene verspricht sich das Unternehmen mehr Fokus im ­Vendor Management, zumal es mit den meisten Anbietern international zusammenarbeitet. Da UCC-Lösungen zunehmend als Service bereitgestellt werden, ­sollen gemeinsam mit den Herstellern ­geeignete Go-to-Market-Strategien dafür entwickelt werden. Aufgabe dedizierter ­Expertenteams ist es, die Vertriebsteams in den Ländern gezielt bei der Vermarktung zu unterstützen.

Technologische Bündelung

Für die Zusammenführung des Netzwerk-, Security- und UCC-Geschäfts in der DACH-Region gibt es Jung zufolge gute Gründe. „Im Grunde wachsen die Technologien immer stärker zusammen.“ Jedes UCC-System müsse ausreichend geschützt werden, und das Netzwerk bilde letztlich die Infrastruktur, auf der Kommunikations- und Sicherheitslösungen betrieben werden. Daraus ergebe sich Cross-Selling-Potenzial, das Westcon bislang nicht konsequent erschlossen habe. „Von der neuen Aufstellung versprechen wir uns Synergien, die wir nutzen wollen.“

Die Westcon-Standorte in Mönchengladbach, Paderborn und Unterschleißheim bleiben bestehen. Zum Portfolio des Distributors zählen unter anderem Avaya, Check Point, Extreme, Juniper, Microsoft, Mitel, Palo Alto und Trend Micro. Westcon beschäftigt hierzulande rund 100 Mitarbeiter. Im Tagesgeschäft arbeiten sie eng mit den Westcon-Comstor Services in Berlin zusammen, einem 90-köpfigen Team, das Westcon und Comstor mit Dienstleistungen unterstützt. Die Experten sind für die verschiedenen Hersteller zertifiziert und bieten auf dieser Basis technischen Support, Trainings und Professional Services an.

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