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Wer ist IBM?

| Autor: Klaus Länger

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

IBM (International Business Machines Corporation) IBM mit Sitz in Armonk im US-Bundesstaat New York ist eines der größten IT-Unternehmen weltweit, hat aber die Spitzenposition, die es bis in die 80er-Jahre hatte, abgegeben. Neben der Fertigung von Server- und Storage-Hardware und Business-Software gehören Consulting, eine sehr erfolgreiche Outsourcing-Sparte sowie Cloud-Dienstleistungen zu den Unternehmenszweigen.

Die Geschichte von IBM reicht zurück bis ins Jahr 1886. Damals gründete Herman Hollerith die Tabulating Machine Company, die Maschinen zur Auszählung und Erfassung per Lochkarten eingegebener Daten herstellte. 1911 verschmolz die Firma mit weiteren Unternehmen zur Computing-Tabulating-Recording Company (CTR). 1924 erfolgte die Umbenennung des seit 1914 von Thomas J. Watson geleiteten Unternehmens in International Business Machines Corporation. Watson blieb bis 1952 Chef von IBM. Nachfolger wurde sein Sohn, Thomas Watson Jr.

In den 1940er Jahren begann IBM mit der Entwicklung der ersten elektromechanischen Computer, 1952 folgte mit dem IBM 701 der erste elektronische Computer von IBM. 1955 brachte die Firma mit dem IBM 305 RAMAC den ersten Rechner auf den Markt, der mit Festplatten ausgerüstet war. Die HDDs hatten bei einer Größe heutiger Waschmaschinen eine Speicherkapazität von 4,375 MB.

In den 1960er-Jahren begann IBM mit der Produktion elektrischer Schreibmaschinen und brachte eine neue Großrechnergeneration auf den Markt, die IBMs Dominanz bei Mainframes begründen sollte. Das Modell S/360 und seine Nachfolger waren so erfolgreich, dass in den 1960er-Jahren nur von „IBM und den sieben Zwergen“ die Rede war. Die sieben Mainframe-Hersteller, die sich die etwa verbleibenden 30 Prozent des Marktes teilten waren Burroughs, Sperry Rand, Control Data, Honeywell, General Electric, RCA and NCR.

Der IBM-PC

1981 reagierte IBM auf den erfolgreichen Apple II mit einem eigenen Rechner für kleine Unternehmen, Freiberufler und auch Heimanwender: dem IBM PC 5150. Da der erste selbst entwickelte Personal Computer, der IBM 5100 von 1975, ein Misserfolg war, setzte IBM beim „Projekt Chess“ für den neuen PC auf externe Hilfe, um den Rechner schnell entwickeln zu können: Intel steuerte den 16-Bit-Prozessor 8088 bei, das Betriebssystem PC DOS wurde von einer kleinen Firma namens Microsoft entwickelt. Die offene Architektur des IBM PCs und die Tatsache, dass Microsoft das Betriebssystem als MS-DOS auch selbst verkaufen konnte, führte dazu, dass eine Flut von IBM-kompatiblen PCs auf den Markt kam, die IBM Marktanteile kostete. Versuche, mit proprietären Konzepten wie der Micro-Channel-Architektur und dem Betriebssystem OS/2 den Markt wieder unter Kontrolle zu bekommen, scheiterten.

IBM baute nicht nur Rechner, sondern auch Peripheriegeräte wie Monitore und Drucker sowie Komponenten wie etwa Festplatten und Prozessoren. Aus der Drucker- und Tastatur-Sparte entstand 1991 nach dem Verkauf durch IBM die Firma Lexmark, die Festplattensparte verkaufte IBM im Jahr 2003 an Hitachi.

Rückzug aus dem PC- und x86-Server-Geschäft

Ende 2004 zog sich IBM aus dem selbst begründeten PC-Geschäft zurück und verkaufte den Geschäftszweig an das chinesische Unternehmen Lenovo, das 2014 auch die x86-Server von IBM übernahm. Im selben Jahr verkaufte IBM die eigene Prozessorfertigung an Globalfoundries, die nun die Prozessoren für IBM fertigt.

IBM stellt selbst noch Server, Storage-Systeme und Mainframes auf Basis der Power-Architektur her, die ursprünglich 1991 gemeinsam mit Apple und Motorola entwickelt wurde. In Storage-Systemen werden auch noch x86-Prozessoren eingesetzt.

Erfolgreich ist IBM als Hersteller von Software, hier ist die Firma beim Umsatz Nummer zwei hinter Microsoft. Das US-Unternehmen ist auch im Cloud-Business aktiv und hat mit Watson ein leistungsstarkes KI-System im Portfolio.

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