Definition Was ist das Apple iPad?

Autor / Redakteur: Laimingas / Ira Zahorsky

2010 stellte Apple das erste iPad vor und etablierte damit zwar eine nicht ganz neue Produktkategorie, sorgte aber dafür, dass Tablets endlich beim Publikum ankamen und nennenswerte Verkaufszahlen erreichten. 2017 erschien das aktuellste Modell.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Vor der Einführung des iPad hatten mehrere Unternehmen Versuche unternommen, ähnliche Geräte am Markt zu etablieren, allerdings ohne Erfolg. Microsoft gab nach einigen Fehlschlägen auf, und auch Apple selbst hatte mit dem Newton in den 1990er Jahren eine Bauchlandung erlebt. Ab 2000 wurde die Entwicklung mit einem neuen Konzept wieder aufgenommen, allerdings mit zahlreichen Unterbrechungen, denn Steve Jobs, der damalige CEO von Apple, entschied, zuerst das iPhone herauszubringen. Das führte dazu, dass das erste iPad erst 2010 vorgestellt wurde.

Zwischen iPhone und MacBook

Der anfängliche Verkauf verlief recht schleppend, denn viele Konsumenten wussten nicht, was sie mit einem solchen Gerät als Zwischending zwischen iPhone und MacBook anfangen sollten. Das änderte sich aber bald. Apple legte bereits ein Jahr später mit dem iPad 2 nach. Dieses war leichter, dünner und schneller und konnte auch mit Rotationen umgehen. Weitere Modelle wie das iPad mini und das iPad Air festigten den Erfolg. Die Geräte wurden vielen Käufern zu einem Ersatz für ihr Notebook oder ihren PC.

Es dauerte eine Weile, bis die Konkurrenz leistungsfähige Android-Tablets präsentieren konnte. Da diese Geräte – ähnlich wie die Android-Smartphones – in der Regel preisgünstiger sind, verlor Platzhirsch Apple in den vergangenen Jahren aber deutliche Marktanteile. Während im Spitzenjahr 2013 noch über 74 Millionen iPads einen Käufer fanden, waren es 2016 nur noch rund 42,5 Millionen.

Hardware

Wie beim Smartphone ist das Display ein Multi-Touch-Screen, der nicht mit einem Zeigegerät, etwa einer Maus, sondern ausschließlich mit den Fingern bedient wird. Die Tastatur ist ebenfalls virtuell, allerdings gibt es die Möglichkeit, ein externes Keyboard anzuschließen.

Wie bei allen Apple-Geräten, kommt auch bei den iPads ein hauseigenes Betriebssystem (iOS) zum Einsatz.

Eine bedeutende Erweiterung erfuhr das iPad mit dem Apple Pencil, einem aktiven Eingabestift zum Schreiben, Zeichnen und Malen, der zusammen mit dem großen Tablet iPad Pro vorgestellt wurde. Steve Jobs hatte sich immer gegen solche Stifte ausgesprochen, er hasste sie geradezu und machte sich häufig darüber lustig. Am Ende setzten sich jedoch Grafiker, Zeichner und andere professionelle User mit ihren Forderungen nach einem solchen Instrument durch.

Das aktuelle Modell

Im Herbst 2021 kommt ein neues iPad mini auf den Markt. Der neuen Version hat Apple ein 8,3 Zoll großes Liquid Retina Display verpasst, das dank schmaleren Rändern in die selbe Gehäusegröße passt. Dafür wurde Touch ID zum Entsperren oder Bezahlen in die obere Taste verlagert. Zwei im Querformat angebrachte Lautsprecher sorgen für Stereosound.

Wie in den iPhones taktet auch hier der A15-Bionic-Chip, der die Leistung um bis zu 80 Prozent verbessern soll. Als Betriebssystem ist iPadOS 15 aufgespielt. Per USB-C können Geräte von außerhalb des Apple-Universums angeschlossen werden. 5G-Verbindungen sind bei entsprechendem Vertrag ebenfalls möglich.

Die Ultraweitwinkel-Frontkamera des iPad mini hat einen 12-MP-Sensor und beherrscht jetzt den Folgemodus des iPad Pro. Die Funktion wird vor allem bei Videoanrufen eingesetzt. Die Rückkamera hat ebenfalls 12 MP und soll auch bei wenig Licht gute Bilder schießen.

Das iPad mini kann ab sofort vorbestellt werden und ist ab 24. September erhältlich. Die WLAN-fähigen Modelle kosten ab 549 Euro, die Wi-Fi + Cellular-Geräte sind ab 719 Euro zu haben. An Farben stehen Rosé, Polarstern, Violett und Space Grau zur Wahl, an Speicherkapazitäten 64 und 256 GB. Als Zubehör gibt es den Apple Pencil (2. Generation) für 135 Euro.

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