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Angetestet: Toshiba Portégé X30T-E

Wandlungsfähiges Business-Detachable

| Autor: Klaus Länger

Das Portégé X30T-E-109 ist ein 2-in-1-Detachable. Das 799 Gramm leichte Tablet mit mattem 13,3-Zoll-Touchscreen und optionalem Wacom-Stift kann vom Tastaturdock getrennt werden.
Das Portégé X30T-E-109 ist ein 2-in-1-Detachable. Das 799 Gramm leichte Tablet mit mattem 13,3-Zoll-Touchscreen und optionalem Wacom-Stift kann vom Tastaturdock getrennt werden. (Bild: Vogel IT-Medien)

In unserer Angetestet-Rubrik nehmen wir diesmal den Business-2-in-1-Rechner Toshiba Portégé X30T-E von Dynabook unter die Lupe. Er bietet eine Docking-Tastatur mit Akku und vielen Schnittstellen sowie als Zubehör ein leichtes Reise-Keyboard und einen Wacom-Stift.

Die meisten Windows-2-in-1-Tablets sind nicht gerade üppig mit Schnittstellen gesegnet. Der 13,3-Zöller Toshiba Portégé X30T-E ist hier eine Ausnahme. Im Keyboard-Dock sitzen neben zwei USB-A-Buchsen und einem HDMI-Ausgang noch ein GBit-LAN-Port sowie sogar noch ein D-Sub für ältere Beamer oder Monitore. Der USB-C-Port im Dock ist eine reine Ladebuchse für das kompakte Netzteil oder andere USB-C-Stromquellen. In der abnehmbaren Tablet-Einheit sind seitlich noch ein USB-C-Port sowie ein Einschub für eine SIM-Karte untergebracht. Im Tablet-Modus ohne angedocktes Keyboard steht auf der Unterseite des Tablets ein weiterer USB- C-Anschluss zur Verfügung, der sonst die Verbindung zum Keyboard-Dock herstellt.

Zusammen mit dem Keyboard, das einen zusätzlichen Akku enthält, wiegt das Portégé X30T-E knapp 1,4 kg, ist also für einen aktuellen 13,3-Zöller der Premium-Klasse nicht übermäßig leicht. Die Tablet-Einheit mit mattschwarzem Magnesium-Gehäuse und ausklappbarem Kickstand bringt solo 799 Gramm auf die Waage, ist also atsächlich gut als Tablet verwendbar. Konzeptionell ist das X30T-E ein klassisches Business-Gerät. Laut Hersteller Dynabook ­erfüllt das Detachable die Anforderungen des Militärstandards MIL STD 810G für die Robustheit. Das Tablet wird durch eine stabile mechanische Verriegelung mit dem Scharnier des Keyboards verbunden. Wird es weit nach hinten geklappt, sollte man den Kickstand als zusätzliche Stütze verwenden.

Für 169 Euro bietet der Hersteller ein 390 Gramm leichtes Reise-Keyboard ohne ­Akku und Schnittstellen an, das nach dem Vorbild des Microsoft Surface Pro magnetisch befestigt wird. Es kann für den Tablet-Modus auf die Rückseite des Tablets geklappt werden und schaltet sich dann automatisch ab. Beide Keyboards bieten ein identisches Layout mit ordentlich dimensionierten Tasten und angenehmem Tastenhub. Beide Modelle verfügen außerdem über eine Tastenbeleuchtung. Das Touchpad mit Gestenerkennung hat eine angenehme Oberfläche und reagiert bei den zwei Keyboards sehr präzise.

Matter Touchscreen mit Wacom-Unterstützung

Eine Besonderheit des Portégé X30T-E ist das entspiegelte Full-HD-Touch-Display mit Stift-Unterstützung. Die meisten 2-in-1-Rechner sind mit spiegelnden oder allenfalls teilentspiegelten Panels ausgerüstet. Durch die matte Displayoberfläche kann man mit dem Rechner auch im Freien einigermaßen arbeiten, solange man nicht in der prallen Sonne sitzt. Die maximale Helligkeit ist allerdings nicht übermäßig hoch. Das IPS-Panel liefert eine 16:9-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel, was für die vertikale Nutzung im Tablet-Modus weniger praktisch ist als bei Geräten mit 4:3-Seitenverhältnis.

Der Stift mit Wacom-AES-Technik und 4.096 Druckstufen gehört nicht zur Grundausstattung, sondern kostet 129 ­Euro. Leider gibt es keine Befestigungsmöglichkeit für den Stift, der also separat verstaut werden muss. Beim Travel-Keyboard haftet der Stift an der Leiste mit dem Befestigungsmagnet, hält aber nicht sicher genug für ­einen Transport. Immerhin verfügt der Pen über einen Befestigungsclip ähnlich einem Kugelschreiber und eine Schutzkappe für die Spitze. Der relativ dicke Stift liegt gut in der Hand und gleitet mit etwas Widerstand über das ­Corning-Glas des Displays. Auf der Rückseite des Tablets sitzen eine 5-MP-Full-HD-Kamera und ein Fingerprintreader für eine schnelle und sichere Windows-Hello-­Anmeldung. Alternativ kann dafür auch die Webcam mit zusätzlichem Infrarot-Sensor genutzt werden.

Top-Version mit Core i7, 16 GB RAM und Terabyte-PCIe-SSD

Das Testmodell Portégé X30T-E-109 ist die Top-Version der Serie für 2.675 Euro (UVP) mit einem Intel Core i7-8550U als Prozessor, satten 16 GB LPDDR3 Arbeitsspeicher und einer PCIe-SSD mit einem TB ­Kapazität als Massenspeicher. Allerdings liefert die CPU aus der Kaby-Lake-R-Familie mit vier Cores und acht MB Cache im Portégé nur eingeschränkte Maximalleistung, was der Rendering Cinebench mit nur 3,26 Punkten deutlich macht. Dafür arbeitet das Gerät grundsätzlich sehr leise und bleibt auch kühl. Bei Office-Anwendungen macht sich die gedrosselte CPU-Leistung nicht bemerkbar. Hier kommt der Rechner dank seines üppig dimensionierten Hauptspeichers und der schnellen Samsung-SSD auf immerhin 4.492 Punkte im Work-Lauf mit OpenCL-Unterstützung des PCMark 8. Der Grafikperformance setzt die im Intel-Prozessor integrierte UHD-620-GPU Grenzen. Aber für einfachere Spiele aus dem Windows-Store als Zeitvertreib bei Geschäftsreisen reicht die Leistung des Mobilrechners allemal aus.

Bei der Akkulaufzeit messen wir mit beiden Akkus (aus Tablet und Tastatur-Dock) im Dauerbetrieb fünf Stunden und 41 Minuten. Bei der Messung mit PCMark 8 ist das Display nicht extra heruntergedimmt und das WLAN-Modul ist an. Bei normaler Office-Arbeit sollten also etwa 10 Stunden möglich sein, bevor das Portégé X30T-E-109 wieder an die Steckdose muss. Mit dem Travel-Keyboard ohne zusätzlichem Akku sind laut unserem Benchmark drei Stunden und 42 Minuten möglich, was in der Praxis etwa sechs Stunden Office-Nutzung bedeutet. Positiv ist das schnelle Laden der Stromspeicher.

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LTE-Modul für mobiles Internet

Ein Pluspunkt für den mobilen Einsatz ist das im Tablet integrierte LTE-Modul von Qualcomm, mit dem man auch unabhängig von einem WLAN ins Internet kommt. Als WLAN-Modul setzt Dynabook das ­Wireless AC-8265 von Intel mit integriertem Bluetooth 4.2 ein. Praktisch für die Reise ist zudem das kompakte Netzteil und die Möglichkeit, das Notebook mit einer entsprechend dimensionierten USB-C-­Powerbank zu versorgen. Der USB-C-Port am Tablet ist zudem als Docking-Schnittstelle für den stationären Betrieb bestimmt. Er unterstützt allerdings nur USB 3.1 Gen1.

Fazit: Vielseitig und robust – aber teuer

Als flexibler und robuster Business-Rechner mit der Option der Tablet-Nutzung macht der Portégé X30T-E-109 seine Sache sehr gut. Das Gerät ist gut ausgestattet, verfügt über viele Schnittstellen und ein mattes Display. Allerdings ist es mit 2.675 Euro (UVP) recht teuer, vor allem da der Stift und das leichte Reisekeyboard noch extra kosten. Wenn acht GB RAM und 256 GB SSD-Kapazität ausreichen, ist der X30T-E-13M mit Core i5-8250U eine mit 1.763 Euro (UVP) deutlich günstigere ­Alternative zum Core-i7-Modell. Der ebenfalls mit vier Kernen ausgestattete Core-i5-Prozessor sollte in der Praxis kaum langsamer sein.

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