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Business Continuity

Barracuda TechSummit 2019

Von der Firewall zum Internet der Dinge

| Autor / Redakteur: Oliver Schonschek / Sarah Gandorfer

Auf dem TechSummit 2019 zeigte Barracuda, wie sich die Lösungen des Herstellers für IoT-Sicherheit einsetzen lassen.
Auf dem TechSummit 2019 zeigte Barracuda, wie sich die Lösungen des Herstellers für IoT-Sicherheit einsetzen lassen. (Bild: Oliver Schonschek)

Über 170 Partner kamen nach Alpbach zum „Barracuda TechSummit 2019“. Vorgestellt wurden neue Produkte und Funktionen, die für mehr Automatisierung in der Cloud-Sicherheit und im IoT sorgen sollen. Das hilft auch den Partnern bei größer werdenden Projekten.

Im österreichischen Alpbach hat Barracuda Networks auf dem „TechSummit 2019“ die Veröffentlichung der CloudGen Firewall Version 8 bekannt gegeben. Mit der neuen Version wurden weitere Automatisierungsfunktionen hinzugefügt:

  • Das WAN Path Controller Dashboard zum Beispiel zeigt dynamisch die globalen SD-WAN-Daten zum Zustand des Netzwerks und entfernter Standorte an.
  • Mit der API für Full Lifecycle Automation stehen jetzt Funktionen bereit, um Netzwerksegmentierung, Sicherheitseinstellungen sowie Zugriffskontrollen von IT-Ressourcen im Rahmen agiler Cloud-Entwicklungsprozesse automatisch bereitstellen zu können.
  • Auto VPN ermöglicht es, VPN-Verbindungen zwischen Clouds und physischen Standorten automatisiert bereitzustellen.

Mit den neuen SecurityServices Forensics und Incident Response, Firewall Insights sowie Cloud Security Guardian hat der Hersteller zudem sein Produktportfolio erweitert:

  • Firewall Insights analysiert und aggregiert die Daten von jeder im Unternehmensnetzwerk eingesetzten Barracuda CloudGen Firewall hinsichtlich Sicherheit, Anwendungsfluss und Konnektivität – egal, ob Hardware-, virtuelle oder Cloud-basierte Implementierungen für Microsoft Azure, Amazon Web Services und Google Cloud Platform, so der Anbieter.
  • Cloud Security Guardian für Microsoft Azure und AWS ist eine Software-as-a-Service-Lösung, bietet einen Einblick in die Sicherheitslage von Public-Cloud-Workloads, prüft die Compliance und automatisiert die Behebung von Sicherheitsvorfällen. CloudGen Firewalls und CloudGen WAFs können automatisch bereitgestellt, konfiguriert und in Betrieb genommen werden.

Überdies baut der Hersteller seine Partnerschaft mit Infinigate aus. Der Security-VAD ist nun strategischer Lösungsanbieter für Barracuda MSP in der DACH-Region. Das erleichtert es Resellern, Barracuda MSP-Lösungen anzubieten, die kürzlich mit Avasts Managed Workplace erweitert wurden.

Neue Chancen für Partner

Chris Ross, SVP International Sales bei Barracuda, erklärte, der wichtigste Zielmarkt sei nun der „Mid-Market“ (zwischen 500 und 10.000 Nutzer). Der Channel-Umsatz wachse nicht nur durch zusätzliche Partner, sondern durch steigenden Partnerumsatz. Für die Händler besonders hilfreich sind laut Ross neue Lösungen wie Forensics und Incident Response sowie Firewall Insights. Auch PhishLine kann zum Neugeschäft beitragen, wenn die Partner Awareness-Services gegen Phsihing-Attacken anbieten. Den Firewall vertreibenden Partnern empfahl er, auch E-Mail-Protection (Office 365) in ihr Portfolio aufzunehmen, da dieser Bereich ein enormes Wachstum bei Partner aufweise.

Ein idealer Partner hat für Ross nicht nur die passenden Skills, sondern auch die Offenheit für gemeinsame Pläne und die Bereitschaft, Zeit in die Partnerschaft zu stecken. Als Tipp nannte er den Einsatz des Email Threat Scanners (ETS) und des Cloud Security Guardian. Damit könnten Partner sehr schnell die Risiken und damit den Bedarf beim Kunden aufzeigen. Die Fachhändler sollten immer ihren Mehrwert deutlich machen („Show Your Value“).

Klaus Gheri, VP Network Security bei Barracuda, erläuterte, dass die steigende Automatisierung in der Cloud Security einen wichtigen Vorteil für den Channel darstellt. Zum einen können die Partner immer größere Projekte bewältigen und auch als lokaler Reseller globale Services anbieten. Zum anderen bleiben bei aller Automatisierung immer noch Zusatzwünsche der Kunden, die von den Partnern adressiert werden können. Gerade aus dem IoT-Bereich erwartet er einen starken Zuwachs für das Cloud-Geschäft.

Barracuda-Umfrage

50 europäische Vertriebspartner aus 20 europäischen Ländern befragte der Security-Anbieter kürzlich zu den Wachstumsmöglichkeiten für MSP-Partner. Die Mehrheit gab sich optimistisch:

  • Großes Umsatzpotenzial: Managed Services sind für 54 Prozent der Befragten das Geschäftsmodell im Channel mit dem größten Umsatzpotenzial. Cloud Computing-Services trauen dies nur knapp zwölf Prozent zu, dem Verkauf von Softwarelizenzen beziehungsweise Hardware sogar nur rund acht Prozent respektive circa sechs Prozent.
  • Starkes Wachstum: Der Umsatz mit Managed Services wächst im Verhältnis zum Gesamtumsatz. Rund die Hälfte (52 Prozent) der Befragten erwirtschafteten 2018 mehr als 30 Prozent ihrer Einnahmen aus Managed Services, die 2019 auf zwei Drittel (66 Prozent) stiegen.
  • Fehlende IT-Erfahrung in den Unternehmen wichtigster Treiber für Nachfrage nach Managed Services: 69 Prozent der Partner gaben an, dass der Mangel an Kundenqualifikationen der Hauptgrund für die Einführung von Managed Services ist, während 61 Prozent die Migration in die Cloud angeben.
  • MSP-Geschäftsrisiken: MSPs sind sich der Gefahr eines Kundenwechsels bewusst. Während Preis- und Budgetdruck (51 Prozent/45 Prozent) nachvollziehbare Gründe dafür sind, ist ein weiterer Hauptgrund, weshalb Kunden Verträge kündigen, „von einem anderen Unternehmen übernommen zu werden" (55 Prozent).
  • Herausforderungen beim Vertrieb: 89 Prozent gaben an, dass ein falsches Konzeptverständnis der Kunden das Angebot an Managed Services behinderten. 76 Prozent konstatierten ein fehlendes Vertrauen der Kunden in die von MSP angebotenen Security-Lösungen.

Firewalls und Cloud-Sicherheit für das IoT

Auch wenn die Barracuda-Lösungen gegenwärtig in E-Mail-Protection, Network and Application Security und Data Protection unterteilt werden, hat der Anbieter Industrie 4.0 und IoT im Blick. Mehrere Vorträge und Präsentationen auf dem TechSummit befassten sich mit IoT. Konkret bietet der Hersteller für das Internet der Dinge Lösungen für das Remote Access Management sowie für Mikrosegmentierung mit der Barracuda CloudGen Firewall. Zum Einsatz bei „IoT Connect“ kommen als Lösungsbausteine die Secure Connectors, Secure Access Controller und das Firewall Control Center.

Hatem Naguib, COO bei Barracuda, sieht gerade in der deutschen Industrie die Möglichkeiten für IoT-Projekte als sehr gut, auch die deutsche Regierung treibe das Thema stark. Gleichzeitig ist Compliance von besonderer Bedeutung, so dass IoT-Sicherheit ein wichtiges Thema für Barracuda und seine Partner im DACH-Raum sein wird.

Channel-Partner für IoT-Projekte werden sowohl die Firewall-Partner als auch die Cloud-Security-Partner sein, aber es wird auch ganz neue Partner geben, zum Beispiel aus dem OT-Bereich, so Naguib. Den Händlern empfiehlt er, in den Unternehmen nicht nur mit der IT, sondern auch mit der OT zu sprechen, ihre speziellen Bedürfnisse zu verstehen, in Workshops die IoT-Risiken aufzuzeigen und die Awareness bei den Industriekunden weiter zu steigern.

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