Austausch von PCs trägt zum ROI bei

Thin Clients verhelfen Desktop-Projekten zum Erfolg

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Der Handel verdient mit

Am Wachstum von Igel partizipiert stets der Fachhandel. Denn der Hersteller vertreibt ausschließlich indirekt. In Deutschland verkaufen fast 2.000 Reseller die Clients aus Bremen. Etwa 500 Händler sind Authorized Igel Partner (AIP), die der Anbieter mit Informationen, Geräten und Trainings unterstützt. Dabei arbeitet Igel mit den Value Added Distributoren ADN, Arrow ECS und Vanquish zusammen.

Zu den Partnern gehören auch größere Systemhäuser wie etwa Computacenter. Das Unternehmen behandelte Thin Clients in den vergangenen Jahren zunächst „etwas stiefmütterlich“, wie Jörg Tewes, Solution Manager Flexible Workplace bei Computacenter, einräumt. „Das hat sich inzwischen aber geändert.“ Der Dienstleister betreibt in München ein Testlabor, in dem Client-Modelle verschiedener Hersteller unter die Lupe genommen und verglichen werden.

Wenn Unternehmen ihre Desktop-Landschaft virtualisieren, dann ist es laut Tewes sinnvoll, PCs auf Dauer gegen wartungsarme Thin Clients auszutauschen. Dadurch vereinfache sich das Management, weil das Aufspielen von Patches und Updates ebenso wie der Roll-out neuer Software-Versionen zentral erfolge.

VDI steht zunächst im Fokus

Der Computacenter-Experte macht allerdings die Erfahrung, dass Unternehmen einen solchen Geräteaustausch „erst im zweiten Schritt“ vornehmen. Viele Anwender konzentrierten sich zunächst darauf, eine virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI) aufzubauen, arbeiteten am Frontend aber zunächst mit Fat Clients weiter.

In jedem Fall nimmt Tewes ein wachsendes Interesse der Kunden an Desktop-Virtualisierung wahr. Fast alle IT-Verantwortlichen hätten sich mittlerweile damit befasst. „Ansonsten gilt man heute fast schon als rückständig“, sagt der Manager „Viele wissen aber noch nicht so genau, wie sie die Technologie sinnvoll einsetzen sollen.“ Das liegt nach seinen Worten daran, dass die Virtualisierung beim Desktop komplexer ist als beim Server. Zum einen würden am Client unterschiedlichste Peripheriegeräte angeschlossen, zum anderen seien auf Desktops zahllose Anwendungen installiert, von denen wiederum nicht jede in einer virtuellen Umgebung läuft.

Nichtsdestotrotz nimmt die Anzahl der Projekte bei Computacenter zu, wie Tewes berichtet. Wegen der zentralen Bereitstellung von Desktops biete sich die Technologie insbesondere für Unternehmen an, die zahlreiche Filialen mit vielen gleichartigen Arbeitsplätzen unterhalten. Außerdem sei Desktop-Virtualisierung immer dann sinnvoll, wenn die IT viele Home-Offices oder externe Nutzer, beispielsweise von Kunden oder Lieferanten, ins Netzwerk einbinden muss. Denn sämtliche Daten verbleiben dabei zentral im Rechenzentrum.

Wachsende Nachfrage nach Software für Desktop-Virtualisierung registrieren auch die Marktforscher von IDC. Demnach gaben Unternehmen dafür 2011 weltweit 2,4 Milliarden Dollar aus, ein Zuwachs um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Analysten zählen zu dem Marktsegment neben VDI-Software auch Produkte für Virtual User Session und Applikationsvirtualisierung hinzu. Inzwischen werde die Entwicklung aber hauptsächlich durch VDI-Installationen vorangetrieben. Bis 2016 erwartet IDC weltweit ein durchschnittliches Wachstum von sieben Prozent.

Erfahren Sie mehr über die Erwartungen von Analysten für den Thin-Client-Markt.

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