Austausch von PCs trägt zum ROI bei

Thin Clients verhelfen Desktop-Projekten zum Erfolg

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Schlanke Endgeräte weiter im Aufwind

Im Sog dieses Trends sehen die Analysten auch Thin Clients im Aufwind. Für Deutschland rechnet IDC in diesem Jahr mit einem Wachstum von erneut zehn Prozent. Allerdings beobachten die Marktexperten ebenfalls, dass viele Nutzer trotz Desktop-Virtualisierung weiterhin mit Fat Clients auf Anwendungen zugreifen.

Dabei sind die schlanken Endgeräte oftmals der Schlüssel zum Erfolg von Virtualisierungs-Projekten, wie Rolf Braun, Vorstand des Mannheimer Systemhauses CEMA, erläutert. „Je größer die Anzahl der ersetzten PCs, desto eher erreicht ein Kunde den Return on Investment.“ In vielen Unternehmen sei es theoretisch möglich, 60 Prozent der PCs durch Thin Clients auszutauschen, schätzt der Informatiker.

Einsparungen ergeben sich nach seinen Worten zum einen durch die Vereinfachung des Managements. „Fat Clients müssen immer in irgendeiner Form dezentral mit Software betankt werden.“ Eine solche Betankung entfalle bei Thin Clients. Zum anderen benötigten die Geräte deutlich weniger Energie als PCs – oft weniger als zehn Watt. Braun: „In der Gesamtbetrachtung ist der Stromverbrauch eine relevante Größe, die mit steigenden Energiepreisen in Zukunft noch wichtiger wird.“

Beratung und Evaluierung

Die Aufgabe eines Dienstleisters liegt für den CEMA-Chef vor allem in der Beratung und der Produktevaluierung. Auch wenn Thin Clients einfach zu installieren und zu warten seien, dürfe „man daraus nicht folgern, dass die Auswahl der Produkte trivial ist“, betont Braun. Längst nicht jedes Modell eigne sich für jeden Einsatz. Gemeinsam mit dem Kunden müsse man daher die konkreten Einsatzszenarien definieren und geeignete Testkriterien dafür aufstellen.

Die Herausforderung für Systemhäuser sieht auch Rolf Ferrenberg, Manager Business Unit Desktop Delivery bei Arrow ECS, weniger in der Aufstellung der Thin Clients als vielmehr in der Auswahl der Geräte. „Mitarbeiter im Vertrieb und Berater sollten dabei genau beachten, welche Anforderungen ihr Kunde hat.“ Für technische Mitarbeiter sei wichtig, dass sie die „sachgemäße Implementierung einer Remote-Management-Lösung zur Verwaltung der Thin Clients“ beherrschen.

In jedem Fall hält Ferrenberg den Vertrieb der schlanken Endgeräte für ein lohnendes Geschäft. Denn eines steht für den Distributions-Manager außer Frage: Der Trend zu Thin Clients ist ungebrochen. □

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