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Austausch von PCs trägt zum ROI bei

Thin Clients verhelfen Desktop-Projekten zum Erfolg

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Michael Hase / Michael Hase

Thin Clients kommen zunehmend auch in Behörden zum Einsatz.
Thin Clients kommen zunehmend auch in Behörden zum Einsatz. (Quelle: Igel)

Mit wachsender Verbreitung der Desktop-Virtualisierung nimmt auch der Markt für Thin Clients an Fahrt auf. Werden Desktops zentral bereitgestellt, genügt am Frontend bereits ein schlankes Gerät. Unternehmen erreichen mit ihren Virtualisierungsprojekten umso schneller den ROI, je mehr PCs sie durch Thin Clients ersetzen.

Es gibt ein untrügliches Anzeichen dafür, dass eine Technologie aus der Nische herauskommt und zum Mainstream wird: Die führenden Spezialisten dieser Disziplin werden von den Generalisten geschluckt. So kauften Oracle, SAP und IBM in den Jahren 2007 und 2008 nacheinander die Business-Intelligence-Anbieter Hyperion, Business Objects und Cognos.

Etwas Ähnliches deutet sich jetzt, wenn auch nicht mit dieser Geschwindigkeit, bei Thin Clients an. HP erwarb schon 2007 den Anbieter Neoware, und im April dieses Jahres kündigte Dell an, Marktführer Wyse zu übernehmen. Noch verbleiben im Markt einige etablierte Spezialisten wie Igel Technology, NComputing oder Pano Logic. Allerdings entwickelt sich das Segment der Thin Clients deutlich schneller als der PC-Markt, der zuletzt weltweit stagnierte. Kein Wunder also, dass sich die Großen der Branche dafür interessieren.

Virtualisierung treibt Nachfrage

Die Nachfrage nach Thin Clients wird vor allem dadurch getrieben, dass immer mehr Unternehmen inzwischen auch ihre Desktop-Infrastruktur virtualisieren. Werden Desktops zentral im Rechenzentrum bereitgestellt, genügt am Frontend im Prinzip ein schlankes Gerät. Vor allem Finanzdienstleister, Handels- und Produktionsunternehmen, Kliniken und die Öffentliche Verwaltung setzen bislang Thin Clients ein.

Dass weitere Anbieter über kurz oder lang vom Markt verschwinden werden, damit rechnet man auch beim deutschen Marktführer Igel (siehe „Ergänzendes zum Thema“). Zugleich zeigt sich dessen Mitgründer und Geschäftsführer Heiko Gloge optimistisch, dass „wir die Expansion noch eine ganze Zeitlang aus eigener Kraft vorantreiben können“ (siehe Interview). Schon seit einigen Jahren profitiert der Bremer Hersteller in besonderem Maß von der steigenden Nachfrage nach Thin Clients. Das Unternehmen verdoppelte 2006 nahezu seinen Umsatz. Im Jahr 2010 stand immer noch ein Plus von fast 30 Prozent zu Buche – ein Wachstum weit über der Marktentwicklung.

In Deutschland wurden 2011 laut IDC rund 370.000 Thin Clients verkauft. Damit erhöhte sich der Absatz gegenüber dem Vorjahr um 10,9 Prozent. Die Analysten sehen Igel hierzulande als größten Anbieter, der nach Stückzahlen auf einen Marktanteil von 28 Prozent kommt. Das entspricht einem Absatz von gut 100.000 Geräten. 2011 verkauften die Hanseaten insgesamt rund 175.000 Thin Clients. Den zweiten Platz teilen sich in Deutschland laut IDC die beiden IT-Konzerne Fujitsu und HP, die jeweils einen Marktanteil von 20 Prozent erreichen.

Wie der Channel am Thin-Client-Geschäft partizipiert, lesen Sie auf der nächsten Seite.

Ergänzendes zum Thema
 
Von der Reederei zum Thin-Client-Hersteller

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