Regulatorische Anforderungen im Arbeitsalltag Compliance bringt KMU an ihre Grenzen

Von Ira Zahorsky 1 min Lesedauer

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Bis zu fünf verschiedene Compliance-Standards gleichzeitig müssen Unternehmen weltweit aktuell erfüllen. Das bindet erhebliche finanzielle und personelle Ressourcen. Vor allem kleinere Unternehmen stehen zunehmend unter Druck.

Kleiner „Star Trek“-Exkurs: Compliance ist ein fortlaufender Management-Prozess, der sich ständig an neue Anforderungen anpassen muss. In Perfektion betreiben dies die „Borg“ aus dem „Star Trek“-Universum.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Kleiner „Star Trek“-Exkurs: Compliance ist ein fortlaufender Management-Prozess, der sich ständig an neue Anforderungen anpassen muss. In Perfektion betreiben dies die „Borg“ aus dem „Star Trek“-Universum.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Compliance ist eine kontinuierliche Managementaufgabe geworden. Doch viele Unternehmen (82 %) sind sich nicht sicher, ob sie alle Anforderungen vollständig erfüllen, ergab eine Studie von Sophos. Durch die eingeschränkte Transparenz über den eigenen Compliance-Status können sowohl sicherheitsrelevante als auch betriebswirtschaftlich kritische Schwachstellen unentdeckt bleiben.

Regularien binden Ressourcen

Die teilnehmenden IT- und Cybersecurity-Verantwortlichen gaben an, dass sie im Durchschnitt gleichzeitig fünf verschiedenen Compliance-Standards gerecht werden müssen. Der Umfrage zufolge verwenden die Teams dafür 39 Prozent ihrer Arbeitszeit für die Umsetzung von Anforderungen, interne Abstimmungen sowie die Dokumentation und Berichterstattung. Diese Kapazitäten fehlen für die operative Sicherheitsarbeit.

Komplexität in der Umsetzung

Oft überschneiden sich die Vorgaben – dies betrifft vor allem Unternehmen, die sowohl in Europa als auch international tätig sind. Sie müssen sowohl europäische Vorgaben wie GDPR, NIS2 und künftig DORA als auch globale Regularien wie ISO 27001 oder das NIST Cybersecurity Framework (CSF) erfüllen.

79 Prozent der Befragten finden es demnach auch schwer, die stetigen Veränderungen der Anforderungen im Blick zu behalten und entsprechend umzusetzen. Vor allem kleinere Unternehmen bringt das in Bedrängnis. Oft müssen sie die gleichen Regularien erfüllen (Stichwort: Lieferkette), haben aber weniger Personal und Knowhow zur Verfügung, als größere Organisationen.

Da ein einheitlicher Ansatz in der Praxis selten ausreicht und flexible, aufeinander abgestimmte Lösungen gefragt sind, empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit externen Spezialisten, um die Prozesse effizienter zu gestalten.

Über die Umfrage

Für die Untersuchung wurden Anfang 2026 insgesamt 5.000 IT- und Cybersecurity-Verantwortliche aus 17 Ländern und unterschiedlichen Branchen befragt.

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