Anbindung an Einkaufsplattform Synaxon gewinnt den VAD Bytec als Partner

Autor: Michael Hase

Der Fachhandelsverbund Synaxon hat eine Partnerschaft mit dem VAD Bytec vereinbart. Damit können die Mitglieder der Kooperation jetzt die Produkte des Fujitsu- und Lenovo-Distributors über die Einkaufsplattform Egis beziehen.

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Synaxon-Einkaufsleiter Jan Schwarzenberger (l.) und Bytec-Chef Reinhold Egenter haben die Partnerschaft eingefädelt.
Synaxon-Einkaufsleiter Jan Schwarzenberger (l.) und Bytec-Chef Reinhold Egenter haben die Partnerschaft eingefädelt.
(Bilder: Synaxon / Bytec)

Synaxon schließt eine Lücke. Obwohl der Fachhandelsverbund inzwischen mit rund 90 Distributoren zusammenarbeitet, hat bislang ein prominenter Vertreter gefehlt: der VAD Bytec aus Friedrichshafen. Dessen Name sei immer wieder „als Wunschkandidat“ gefallen, wenn die Kooperation ihre Mitglieder nach Distributoren befragte, deren Produkte sie gern über das Einkaufssystem Egis beziehen würden, berichtet Jan Schwarzenberger, Einkaufsleiter in der Synaxon-Zentrale in Schloss Holte-Stukenbrock.

Jetzt ist es so weit. Synaxon und Bytec verbindet seit diesem Monat offiziell eine Partnerschaft, wie beide Unternehmen mitteilen. Damit sei der Distributor nun in der Lage, den mehr als 3.000 Synaxon-Mitgliedern, die täglich Egis nutzen, „unsere Produkte und Leistungen aggregiert auf der Einkaufsplattform anbieten zu können“, erläutert Reinhold Egenter, Geschäftsführer bei Bytec. Etwa die Hälfte der Reseller zählt nach seinen Worten bereits zu den Kunden des Unternehmens. Er und Schwarzenberger rechnen damit, dass sich auch viele der übrigen Synaxon-Partner bei dem VAD registrieren und damit den Kreis ihrer Lieferanten erweitern werden.

Größter Fujitsu-Distributor

Die wichtigsten Hersteller im Bytec-Portfolio sind Fujitsu und Lenovo. Bei dem japanischen IT-Anbieter haben sich die Bodenseeschwaben mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent als größter Distributor in Deutschland etabliert. Darüber hinaus vertreiben sie Storage-Lösungen von Datacore und Stormagic, Backup-Software von Actiphy und Datenbanksysteme von IBM. Zuletzt kam im November 2020 das Netzwerkportfolio von D-Link hinzu. Neben der Bereitstellung von Produkten erbringt Bytec ein breites Spektrum an Dienstleistungen wie Training, technologische Beratung, Assemblierung oder Marketing- und Vertriebssupport.

Von der Zusammenarbeit mit Synaxon verspricht sich Egenter zugleich eine stärkere Wahrnehmung dreier Fachhandelsprogramme, die Bytec aufgelegt hat. Bei „b/customized“ handelt es sich um ein Build-to-Order-Programm. Dabei bietet der VAD unter anderem die Assemblierung von Fujitsu-Systemen an – eine Leistung, die der Hersteller früher in seiner inzwischen abgewickelten Fertigung in Augsburg erbracht hat. Unter dem Label „b/flex“ stellt der VAD seine Lösungskompetenz auf dem Gebiet der Storage-Virtualisierung bereit. Im Rahmen von „b/green“ kauft Bytec gebrauchte Hardware aus dem Fachhandel zurück und bereitet sie für die Wiedervermarktung auf.

Wachstum des Verbunds

Nicht zuletzt profitiert aber auch Synaxon von der neuen Partnerschaft, wie Schwarzenberger betont. „Mit jedem zusätzlichen Distributor nimmt die Attraktivität unserer Plattform zu.“ Und ein breiteres Angebot trage im Idealfall zum weiteren Wachstum der Kooperation bei. Im vergangenen Jahr erhöhte sich die Zahl der Synaxon IT.Partner, wie sich die Basismitgliedschaft der Verbundgruppe nennt, um 300 auf 2.500 (plus 13,6 %). Weil die Mitglieder im Durchschnitt auch mehr einkauften als im Vorjahr, wuchs das westfälische Unternehmen beim Umsatz unterm Strich sogar noch etwas stärker.

Zu Synaxon gehören auch der Systemhausverbund iTeam (370 Partner), der Händlerverbund PC-Spezialist (270 Partner) und die Marketingkooperation IT-Service.Network (410 Partner). Nach eigenen Angaben haben sich unter dem Dach der Gruppe mehr als 4.500 Fachhändler und Dienstleister in Deutschland und Großbritannien zusammengeschlossen.

Erstmals über eine mögliche Partnerschaft sprachen Schwarzenberger und Egenter übrigens auf der Night of IT-BUSINESS im November 2019. Seit dem vergangenen Herbst verhandelten die beiden Unternehmen intensiver miteinander, und zum Ende des Jahres zeichneten sie den Vertrag. Die vergangenen Wochen nutzten Kooperation und Distributor dazu, ihre Systeme technologisch zu verbinden.

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