Einstieg ins zweistufige Modell Server-Eye geht mit Bytec auf Distributionskurs

Autor: Michael Hase

Das saarländische Systemhaus Krämer IT, das Unternehmen hinter Server-Eye, vertreibt seine Plattform für Remote Monitoring & Management (RMM) erstmals über einen Distributor. Bei Bytec aus Friedrichshafen können Fachhandelspartner die Lösung ab sofort beziehen.

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Monitoring und Management von Infrastrukturen gehören zu den wesentlichen Leistungen von Managed Service Providern.
Monitoring und Management von Infrastrukturen gehören zu den wesentlichen Leistungen von Managed Service Providern.
(Bild: Gorodenkoff - stock.adobe.com)

Die meisten Distributoren hätten Server-Eye und das MSP-Konzept dahinter nicht verstanden, berichtet Michael Krämer, Geschäftsführer bei Krämer IT Solutions. Für den Systemhauschef aus dem saarländischen Eppelborn, der die Plattform für Remote Monitoring & Management (RMM) mit seinem Team entwickelt hatte, waren bisherige Gespräche deswegen meist schnell beendet. Und die wenigen VADs, die mit der Lösung etwas anfangen konnten, hatten bereits Verträge mit Mitbewerbern. Jetzt hat der IT-Unternehmer doch einen Distributor gefunden, für den Server-Eye mehr ist als ein Produkt, dem man eine Artikelnummer und einen Preis verpasst: Bytec aus Friedrichshafen vertreibt das MSP-Angebot ab sofort an Fachhandelspartner.

Michael Krämer, Geschäftsführer bei Krämer IT, hat einen VAD gesucht, der konzeptionell zum MSP-Modell beraten kann.
Michael Krämer, Geschäftsführer bei Krämer IT, hat einen VAD gesucht, der konzeptionell zum MSP-Modell beraten kann.
(Bild: Krämer IT)

„Managed Services sind mit einer Transformation des Systemhausmodells verbunden, weg vom Break-/ Fix-Geschäft hin zu wiederkehrenden Erlösen“, erläutert Krämer. Deshalb müsse ein Distributor, der RMM-Tools vertreibt, den Fachhandel konzeptionell beraten können. Bytec wird Server-Eye somit nicht nur als Produkt ins Portfolio aufnehmen, sondern den Partnern auch eine Reihe zusätzlicher Leistungen anbieten. So wird der Distributor unter anderem Schulungen zum MSP-Modell veranstalten und einen First Level Support für die Plattform bereitstellen. Der Außendienst des Unternehmens ist bereits geschult, sodass er Systemhäusern die Technologie und den Ansatz nahebringen kann. Für die Vertriebler hat Bytec zudem eine spezifische Provisionierung entwickelt, die sich an einem Geschäft mit wiederkehrenden Erlösen orientiert.

Training und Support

Darüber hinaus plant der VAD, dass er die Plattform selbst nutzt, um Managed Services rund um Infrastrukturlösungen aus dem eigenen Portfolio bereitzustellen. Diese Leistungen sollen Partnern, die von ihren Fähigkeiten her noch nicht so weit sind, eine Hilfestellung bieten, damit sie möglichst einfach ins MSP-Geschäft einsteigen können, wie Bytec mitteilt. Der Server- und Storage-Spezialist aus der Bodenseeregion hat sich als Partner von Fujitsu und Lenovo einen Namen gemacht. Für den japanischen IT-Konzern ist er der größte Distributor in Deutschland, bei dem chinesischen Hersteller strebt er eine ähnlich Position im Channel an.

Reinhold Egenter, Geschäftsführer bei Bytec, bezeichnet Server-Eye als Basis für ein professionelles Service-Geschäft.
Reinhold Egenter, Geschäftsführer bei Bytec, bezeichnet Server-Eye als Basis für ein professionelles Service-Geschäft.
(Bild: Bytec)

Den aktuellen Neuzugang aus dem Saarland bezeichnen die Schwaben als sinnvolle Erweiterung ihres Portfolios, durch die sie zugleich ihr Produktangebot um komplementäre Dienstleistungen ergänzen und so dem Fachhandel zusätzliche Mehrwerte liefern können. „Die Lösungen von Server-Eye versetzen unsere Partner in die Lage, ihre Kunden mit professionellen Services zu betreuen“, betont Reinhold Egenter, Geschäftsführer bei Bytec.

Ausbau des Channels

Krämer IT wiederum sieht in der Kooperation mit Bytec die Chance, das Partnernetzwerk für Server-Eye auszudehnen. In diesem Geschäft arbeitet das Systemhaus mit rund 2.000 Branchenkollegen zusammen, die mit der Plattform die IT-Landschaften ihrer Kunden überwachen, administrieren und schützen. Zum Partnerökosystem des Distributors, der auf etwa 3.000 kaufende Reseller kommt, sind die Überschneidungen nach Auskunft beider Unternehmen relativ gering. Zudem passt die Technologie gut ins Sortiment von Bytec. Denn für Produkte von Fujitsu und Lenovo ebenso wie von Datacore und NetJapan, beide ebenfalls Herstellerpartner des VAD, bietet Server-Eye fertige Sensoren an, mit denen sich die Systeme überwachen lassen. Insgesamt gehören mehr als 500 Sensoren für ein breites Spektrum gängiger Hersteller wie Microsoft, VMware, Veeam, Datev oder Wortmann zum Portfolio.

Die Saarländer hatten ihre Lösung zunächst für den Eigenbedarf entwickelt. Schon 2009 begannen sie damit, einen indirekten Vertriebskanal dafür aufzubauen. Heute steht hinter Server-Eye ein rund 30-köpfiges Team, zu dem neben Entwicklern auch Sales-Leute und Presales-Berater gehören. Der Schwerpunkt lag in den vergangenen Jahren darauf, das Produkt von einem Monitoring-Tool zu einer vollwertigen RMM-Plattform zu erweitern. Dabei arbeitet Krämer IT mit Technologiepartnern zusammen, wie etwa mit Baramundi (Patch Management), PCVisit (Fernwartung), Eset, Sophos (beide Security) und Wortmann (Cloud-Backup). Jüngste Entwicklungsprojekte richteten sich darauf, den Automatisierungsgrad der Plattform zu erhöhen, Design und Usability zu verbessern sowie die Software-Architektur modularer und damit flexibler zu gestalten.

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