Lesegeräte für Personalausweis und Online-Banking, Zeiterfassung, Zutrittskontrolle – Reiner SCT aus dem Schwarzwald hat seine Nischen stets erfolgreich bespielt. Jetzt baut das Unternehmen aus – was das Portfolio und die Internationalisierung angeht.
Das Security-Portfolio wächst und gedeiht im Hause Reiner SCT.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)
Der Marktpsychologe Ernest Dichter wird mit dem Bonmot zitiert: „Wenn ich Hundefutter verkaufen will, muss ich erst einmal die Rolle des Hundes übernehmen; denn nur der Hund allein weiß ganz genau, was Hunde wollen.“
Vor diesem Hintergrund betont man bei Reiner SCT aus Furtwangen im Schwarzwald, das Ohr stets ganz nah an der Kundschaft, nämlich den Security-Verantwortlichen zu haben. Diese haben im Tagesgeschäft spezielle und sehr konkrete Probleme zu lösen und dann komme Reiner SCT ins Spiel, indem es eben jenen Lösungsansatz bietet..
Breiter aufgestellt – im Portfolio und im Vertrieb
Thomas Peter, Philipp Sauter und Robert Eichhorn von Reiner SCT zu Besuch bei Vogel IT-Medien.
(Bild: Vogel IT-Medien)
Wenn man so will entwickelt sich das Unternehmen durch ständige Erweiterungen des Portfolios von einem Local Hero mit Nischenlösungen zu einem immer breiter aufgestellten Akteur im Security-Umfeld, der nun auch vertrieblich die Internationalisierung forciert. „Wir starteten im Bereich der Zeiterfassung und Online-Banking-Hardware und insgesamt betrachtet entwickelt sich Reiner SCT hin zu einem Security-Anbieter weiter“, so Thomas Peter, Vertriebsleiter Channel DACH und ergänzt: „Das Unternehmen internationalisiert sich. Wir liefern inzwischen auch nach Ägypten, Tunesien und Georgien, um ein paar Beispiele zu nennen.“
FIDO-Sticks produziert von Swissbit
Mit den Fido-Sticks rundet Reiner SCT das Portfolio in Sachen Security ab.
(Bild: Reiner SCT)
Ein Teil des Geschäfts läuft in OEM-Manier. So wird Reiner SCT die Security-Dongles der Swissbit iShield Key-Familie vertreiben. Zudem produziert Swissbit den „Reiner SCT FIDO Stick Pro“, einen FIDO2-Sicherheitsschlüssel für das hauseigene Portfolio. Die Schweizer Firma produziert alle FIDO-Sticks in seiner Halbleiterfertigung in Berlin. „Es gab keinen vernünftigen Grund die Sticks selbst zu entwickeln, wenn wir die Möglichkeit haben, mit so einem kompetenten Partner wie Swissbit zusammenzuarbeiten“, sagt Peter. „Wie auch bei unseren anderen Produkten arbeiten wir bei der Vermarktung eng mit unseren Distributoren API, Also, Alldis, Allnet, Ingram, Siewert & Kau, Systeam und Sysob zusammen“, so der Vertriebsleiter.
Türöffner für das Projektgeschäft
Sein Kollege Philipp Sauter aus dem Produktmanagement beschreibt die Fido-Sticks als Türöffner für das Projektgeschäft. Den hauseigenen „FIDO Stick Pro“ gibt es in den Ausführungen USB-C- und USB-A. Es wurde eine NFC-Schnittstelle (Near Field Communication) für die Tap-and-go-Authentifizierung integriert. Das ist eine Methode, bei der der Nutzer ein Gerät kurz an ein Lesegerät halten muss, um sich zu authentifizieren. NFC sorgt dabei für die drahtlose Datenübertragung über kurze Distanzen. Auf der Seite, die nicht in den USB-Port gesteckt wird, ist ein Goldkontakt, der durch Berührung geschlossen wird. Das System stellt so sicher, dass jemand physisch anwesend ist und kein Stick versehentlich steckengelassen wurde.
Kooperationen mit Zyxel und ESET
„Der Stick unterstützt neben FIDO2 zusätzliche Sicherheitsprotokolle wie PIV, HOTP und TOTP“, erläutert Sauter und ergänzt: „Was die Anwendungsfälle angeht, kommt eine Implementierung für Office 365, Online-Plattformen im Allgemeinen, Paypal-Zahlungsanwendungen,als Azure Passkey oder für die Anmeldung bei Windows in Frage.“ Vertriebsleiter Thomas Peter ergänzt: „Zusammen mit Zyxel bieten wir ein Bundle aus Firewall und Fido-Stick, das speziell auf den B2B-Bereich ausgelegt ist. Auch mit ESET schließen wir eine Kooperation in dieser Richtung.“
Kooperation mit Elo
Apropos Kooperation: „Ein weiterer strategischer Schritt ist die Zusammenarbeit mit Elo Digital Office“, sagt Peter. Konkret geht es um eine Integration von „Elo for TimeCard“, die die digitale Personalakte von Elo um eine Komponente zur digitalen Arbeitszeiterfassung erweitert. Die TimeCard-Software ist eine branchenunabhängige Lösung zur Zeiterfassung und Arbeitszeitverwaltung.
Mit Windows Login gehen wir den Weg hin zum Security-Player noch ein paar Schritte weiter.
Thomas Peter, Vertriebsleiter Channel DACH, Reiner SCT
Fahrtzeiten, Arbeitszeiten, Projektzeiten, Pausen
„Hierbei wird nicht nur ein- und ausgestempelt, sondern es können auch Zeiten verschiedenen Projekten zugeordnet werden und zwischen verschiedenen Tätigkeiten – beispielsweise Fahrtzeiten, Arbeitszeiten und Pausen – unterschieden werden“, so Peter. Was Fahrtzeiten und Ortsangaben angeht, greift das System, das als App für Smartphones bereitgestellt wird auf GPS-Daten zu.
Windows-Sicherheit via Authentificator-Code
Bei der Login-Software erweitert Reiner SCT den Windows-Login mit einem Authentificator-Code.
(Bild: Reiner SCT)
Mit der Software „Windows Login“ gehen Reiner SCT den Weg hin zum Security-Player noch ein paar Schritte weiter. Philipp Sauter erklärt, worum es geht: „Bei der Login-Software erweitern wir den Windows-Login, der klassisch über ein individuelles Passwort erfolgt über einen zusätzlichen Authentificator-Code.
Stand: 08.12.2025
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Der Authenticator ist eine Ableitung aus dem Online-Banking-Portfolio.
(Bild: Reiner SCT)
Microsoft ermöglicht Cretencial Providern solche Erweiterungen über APIs.“
Den Authenticator bietet Reiner SCT entweder sozusagen als Ableitung einer Hardware für Online-Banking oder in Form eines weiteren Modells.