Inflation, Krieg, Preiserhöhungen Chipwerte schwächeln – Nvidia und Zinsperspektiven im Blick

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Das ganze Börsenumfeld steht wegen des zugespitzten Iran-Konflikts und der zuletzt eingepreisten Zinssorgen vor einer wegweisenden Woche, die im Technologie-Sektor mit Nvidia nochmals ein letztes Highlight der Berichtssaison zu bieten hat.

Der weiterhin ungelöste Iran-Krieg verschärft die Fronten an der Börse für die Chipwerte von Nvidia & Co.(Bild:  KI-generiert)
Der weiterhin ungelöste Iran-Krieg verschärft die Fronten an der Börse für die Chipwerte von Nvidia & Co.
(Bild: KI-generiert)

Mit negativen Vorgaben aus Asien machen die Anleger am Montagmorgen einen Bogen um deutsche Chipwerte. So sank der Kurs des Chipkonzerns Infineon auf der Plattform Tradegate um ein halbes Prozent unter den Xetra-Schlusskurs vom Freitag. Papiere der Branchenausrüster Aixtron und Suss Microtec werden dort aktuell bis zu 1,8 Prozent tiefer gehandelt. In Asien waren die Titel einschlägiger Unternehmen wie SK Hynix zuvor erneut ins Minus gesackt. Samsung Electronics konnte dort die Lage ebenfalls nicht aufhellen – trotz Dividenden- und Aktienrückkaufplänen rutschten die Titel ab.

Verluste bahnen sich auch bei US-Chipwerten wie etwa Micron an. Anleger warten gespannt auf die am Mittwoch nach US-Börsenschluss erwarteten Zahlen von Nvidia, die laut dem Deutsche-Bank-Experten Jim Reid für gewöhnlich ein gesamtwirtschaftlich bedeutendes Ereignis sind. Er wies am Morgen darauf hin, dass der Aktienkurs des Chipriesen nach den letzten vier Veröffentlichungen stets nachgegeben habe. Bei Nvidia komme am Montag ein Bericht über Preiserhöhungen als Anzeichen inflationärer Auswirkungen hinzu.

Die Inflation bleibt auch wegen des ungelösten Iran-Kriegs und der weiterhin hohen Ölpreise ein schwieriges Börsenthema. Anleger schauen deshalb gespannt auf das jährliche Notenbanktreffen in Jackson Hole, das am Donnerstag beginnt. Am Freitag steht der Auftritt des Fed-Präsidenten Kevin Warsh im Fokus. Hier wird es vor allem um mögliche Aussagen zur künftigen Geldpolitik gehen, die relevant werden dürften für die Entwicklung der Marktzinsen. Sie sind gerade im KI-Bereich von hoher Bedeutung.

Mit Blick auf die jüngsten Zinssorgen schrieb die Societe Generale am Morgen, die staatliche Kreditaufnahme konkurriere zunehmend mit anderen strukturellen Bereichen um das verfügbare Sparkapital. Genannt wurde dabei vor allem der KI-Investitionsboom, aber auch notwendige Mittel für Verteidigung oder die Energiewende. Die Experten der französischen Bank glauben aber nicht, dass Warsh konkretere Zinssignale geben wird. Sie gehen eher davon aus, dass er sich auf eine umfassendere Reformagenda für die Fed konzentrieren wird.

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