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Strategische Akquisition Rackspace übernimmt Bright Skies

Autor: Sarah Böttcher

Mit der Übernahme von Bright Skies holt sich Rackspace Technology Microsoft-Expertise an Bord und folgt somit weiterhin der strategischen Neuausrichtung als Multicloud-Experte. Laut Deutschland-Chef Jürgen Stauber wird das auch nicht der letzte Zukauf von Hyperscaler-Kompetenz sein.

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Rackspace ist weiterhin auf Wachstumskurs.
Rackspace ist weiterhin auf Wachstumskurs.
(Bild: pict rider - stock.adobe.com)

Ob organisch oder anorganisch: Rackspace ist auf Wachstumskurs. Ein weiterer Schritt in der strategischen Neuausrichtung als Multicloud-Experte ist nun die Akquisition des Cloud-Dienstleisters Bright Skies. „Die Übernahme von Bright Skies ist ein bedeutender Meilenstein, um unsere EMEA-Präsenz weiter auszubauen und in der Region zu investieren“, sagt Jürgen Stauber, General Manager DACH bei Rackspace Technology.

Über Rackspace Technology

Unternehmenstransformation

Neupositionierung als Multicloud-Experte

Seit Juni dieses Jahres trägt der Managed Cloud Provider Rackspace den Zusatz „Technology“ im Namen. Diese Firmierung ist das Ergebnis der Neuausrichtung des Unternehmens, die vor allem 2019 maßgeblich vorangetrieben wurde. https://www.it-business.de/rackspace-heisst-jetzt-rackspace-technology-a-943609/

Die Portfolio-Schwerpunkte bilden:

  • Cloud-Optimierung
  • Sicherheit
  • Cloud-Native-Lösungen
  • Datenmodernisierung.

Im Zuge dieser Veränderungen stehen die Stärkung sowie der Ausbau des Deutschlandgeschäfts im Fokus. So wurde durch die im Februar dieses Jahres neu geschaffene Position des General Manager DACH, besetzt durch Jürgen Stauber, die Bedeutung des deutschsprachigen Raums verdeutlicht. https://www.it-business.de/juergen-stauber-wird-dach-chef-bei-rackspace-a-906366/

Nicht nur die Mitarbeiterzahl von Rackspace verdoppelt sich nun auf über 100 Personen, auch gewinnt der Managed Cloud Provider an Microsoft-Expertise hinzu. Denn Bright Skies ist zertifizierter Gold-Partner des Redmonder Hyperscalers mit insgesamt 14 Kompetenzen in den Kategorien Data Platform und Data Analytics, DevOps, aber auch Cloud Platform und Data Center.

Mit seinen Standorten in Hamburg, Dresden, Mannheim und Köln ist der Cloud-Dienstleister vor allem im Norden Deutschlands präsent und somit auch geographisch gesehen eine „gute Partie“ für den vor allem im Süden agierenden Multicloud-Experten.

Bright Skies wird laut CEO und Gründer Kim Nis Neuhauss „kein gallisches Dorf“ innerhalb des Rackspace-Ökosystems sein, sondern vollständig integriert werden. So wird auch das Managementteam teilweise in die Führungsebene von Rackspace integriert. Im Zuge dessen wird Neuhauss in Zukunft als Chief Sales Officer DACH und stellvertretender General Manager DACH verantwortlich zeichnen. Die Marke Bright Skies wird laut den beiden Managern jedoch Stand heute bestehen bleiben, um von der Reputation und dem Bekanntheitsgrad in der Microsoft-Landschaft zu profitieren.

Explodierender Cloud-Markt

Bright Skies agiert seit knapp sechs Jahren am Markt. Die starke Fokussierung auf die Kernpartnerschaften mit Microsoft, Nutanix, Rubrik und Cloudian sind Neuhauss zufolge der Grund für das erfolgreiche Wachstum gewesen – und das ganz ohne Investoren.

Der Cloud-Markt ist am Explodieren und zwar so extrem, dass man organisch fast keine Chance hat, kongruent mitzuwachsen.

Kim Nis Neuhauss, Gründer und CEO bei Bright Skies

Ende 2019 wandelte sich jedoch die Strategie des Unternehmens: „Der Cloud-Markt ist am Explodieren und zwar so extrem, dass man organisch fast keine Chance hat, kongruent mitzuwachsen“, betont Neuhauss. Bisher hatte Bright Skies gegenüber größeren Mitbewerbern das ein oder andere Mal das Nachsehen. Das könnte der geringen Marktdurchdringung sowie der mit rund 55 Mitarbeitern relativ kleinen Größe des Cloud-Dienstleisters geschuldet sein.

Managed Services und Hyperscaler im Fokus

Während Stauber zufolge Rackspace auf der Lösungsebene vor allem durch die vertikale Ausrichtung der Bright Skies auf KI, IoT und Blockchain profitiert, erhält der Cloud-Anbieter Kompetenz in Sachen Managed Services. Bisher machen wiederkehrende Erlöse bei den Hamburgern rund ein Viertel des Umsatzes aus. „Das, was wir in Sachen Managed Services gemacht haben, war am Anfang kundenindividuelle Manufaktur. Mit Rackspace wollen wir hier deutlich industrialisierter vorgehen“, erläutert Neuhauss.

Rackspace Technology priorisiert keinen Hyperscaler, auch wenn das die Akquisition des Microsoft-Partners so scheinen lassen mag.

Jürgen Stauber, General Manager DACH bei Rackspace Technology

Doch neben der Vertriebspower profitiert Bright Skies vor allem von der Multicloud-Expertise des Service Providers, der auch eng mit AWS und Google Cloud zusammenarbeitet. So können die Kunden des Cloud-Anbieters künftig fachlich die Multicloud-Szenarien der drei großen Hyperscaler bedienen.

Der Fokus von Rackspace liegt klar auf den Hyperscalern, betont Stauber. So wird weiterhin intern Kompetenz aufgebaut – oder eben zugekauft. „Rackspace Technology priorisiert keinen Hyperscaler, auch wenn das die Akquisition des Microsoft-Partners so scheinen lassen mag“. So wird der Zukauf weiterer Hyperscaler-Partner wohl nicht lange auf sich warten lassen.

Im Interview mit IT-BUSINESS

Jürgen Stauber

Jürgen Stauber

General Manager DACH
bei Rackspace Technology

Kim Nis Neuhauss

Kim Nis Neuhauss

Gründer und CEO
bei Bright Skies

(ID:46981413)

Über den Autor

 Sarah Böttcher

Sarah Böttcher

Online CvD & Redakteurin