Abschied vom Colocation Q.beyond verkauft Nürnberger Rechenzentrum an Datev

Redakteur: Ulrike Ostler

Der Kölner ITK-Dienstleister Q.beyond kündigte im Mai an, sein Colocation-Geschäft abzustoßen. Nun erwirbt im ersten Schritt der Kunde Datev die von ihm genutzten Ressourcen. Im Herbst soll über den verbleibenden Teil dieses Geschäftsfelds entschieden werden.

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Q.beyond sagt seinem Colocation-Geschäft Lebewohl.
Q.beyond sagt seinem Colocation-Geschäft Lebewohl.
(Bild: Gerd Altmann auf Pixabay)

Der Q.beyond-Kunde Datev erwirbt ein von ihm genutztes Rechenzentrum in Nürnberg. Aufgrund der Anforderungen des Dienstleisters für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte wurde das Geschäft rund um das etwa 1.000 Quadratmeter große Datacenter bislang in der eigenen Gesellschaft IP Colocation geführt. Nun erwirbt Datev dieses Unternehmen zu 100 Prozent. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Für Q.beyond ergeben sich aus dem Verkauf nach erster Einschätzung einmalig positive Effekte bei EBITDA und Free Cashflow im einstelligen Millionen-Euro-Bereich. Das Unternehmen wird am 9. August 2021 bei Vorlage des Halbjahresfinanzberichts seine Prognose entsprechend anpassen.

Im Herbst will Q.Beyond dann über die Zukunft von IP Exchange entscheiden. In dieser Tochtergesellschaft bündelt der Kölner ITK-Dienstleister seit dem 1. Januar 2021 den Großteil seines Colocation- und Hosting-Geschäfts. Ziel der Ausgründung war es, die strategischen Optionen in dem investitionsintensiven Geschäftsfeld zu erweitern und sich insbesondere für Partnerschaften oder einen Verkauf zu öffnen.

Mit dem nun erfolgten Verkauf von IP Colocation vergrößert sich der Handlungsspielraum von Q.beyond für weitere Akquisitionen, teilt das Unternehmen mit. Bereits im Juni 2021 hat das Unternehmen den Modern-Workplace-Spezialisten Datac übernommen und sich wenige Wochen später an Snabble beteiligt, einem Vorreiter für Scan-&-go-Lösungen im Einzelhandel. Q.beyond-Vorstand Jürgen Hermann dazu: „Wir wollen auch durch Akquisitionen weiter wachsen und unseren Innovationsvorsprung ausbauen."

Das Interesse gilt der mehrheitlichen Übernahme von Technologiefirmen, die den bestehenden Branchenfokus verstärken, das Produktportfolio erweitern oder die vorhandene Technologiekompetenz ergänzen. Im Fokus stehen Tech-Anbieter mit einem Jahresumsatz von bis zu 20 Millionen Euro sowie einem nachhaltig profitablen Geschäftsmodell. Darüber hinaus beteiligt sich die Company an Startups, um mit innovativen Lösungen ihre branchenspezifischen Digitalisierungsplattformen zu stärken.

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