IT-BUSINESS Podcast – Folge 15 Podcast „IT ImPuls“: KI-Flut und Speicherdürre

Von Agnes Panjas 2 min Lesedauer

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Die KI benötigt nicht nur große Mengen an Daten, sondern auch Ressourcen wie Speicherlösungen, deren Preise derzeit stark steigen. Bald könnten diese so rar und teuer sein wie Wasser in der Wüste. Welche Auswirkungen hat das auf den Channel?

Der KI-Boom trocknet den Markt für DRAM, Grafikspeicher und SSDs weiter aus, und das treibt die Preise massiv nach oben.(Bild:  Vogel IT-Medien/ Carin Boehm)
Der KI-Boom trocknet den Markt für DRAM, Grafikspeicher und SSDs weiter aus, und das treibt die Preise massiv nach oben.
(Bild: Vogel IT-Medien/ Carin Boehm)

Der KI-Boom entpuppt sich als zweischneidiges Schwert – während bahnbrechende Durchbrüche gefeiert werden, braut sich im Hintergrund ein perfekter Sturm zusammen. RAM-Preise schießen explosionsartig in die Höhe und verdoppeln sich scheinbar über Nacht, während SSDs plötzlich zu unbezahlbaren Luxusobjekten mutieren. Dramatische Preissteigerungen bei den Speichermedien bringen die IT-Branche derzeit an die Grenze der Kapazitäten. In der aktuellen IT-ImPuls-Podcastfolge beleuchten Mihriban Dincel und Klaus Länger diese dramatische Entwicklung genauer und zeigen auf, welche Folgen die enormen Preissteigerungen für Systemhäuser und Systemintegratoren haben.

Die Ursachen der Speicherkrise

Der Haupttreiber der gegenwärtigen Speicherkrise ist der immense Speicherbedarf, der durch den Einsatz von LLMs und anderen KI-Anwendungen entsteht. Ein einziger KI-Server pro Rack kann heute bis zu 1,5 TB RAM und zusätzlich 2,3 TB Hochgeschwindigkeitsspeicher benötigen. In der Praxis bedeutet dies, dass große Hyperscaler wie Amazon, Google und Microsoft den Markt nahezu leer kaufen, um ihre leistungsstarken KI-Server zu betreiben. Zusätzlich entscheiden sich Hersteller dazu, ihre Fertigungslinien auf Hochleistungsspeicher zu verlagern, was das Angebot an Speichermodulen für PCs und Notebooks nochmals weiter einschränkt. Dieser Mangel an Kapazitäten wirkt sich direkt auf die Preise aus.

Die Folgen: Speicherpreise explodieren

Diese Entwicklung bedeutet dramatische Preissteigerungen. Laut dem Marktforschungsinstitut Trendforce wurden im vierten Quartal 2025 Preissteigerungen von 45 bis 50 Prozent bei DDR4- und DDR5-SDRAM und von 38 Prozent bei NAND-Flash-Speichern beobachtet, und laut Prognose ist auch keine Verbesserung in Sicht.

Wir rechnen nicht mit einer kurzfristigen Normalisierung. Es ist nicht absehbar, dass Preise in absehbarer Zeit einbrechen, sondern es ist eine nachhaltige strukturelle Veränderung.

Maximilian Jaud, Director Strategy & Commercial Development bei Memorysolution

Was bedeutet die Speicherdürre für den Channel?

Es ist sichtbar: Auf dem Speichermarkt klafft die Schere zwischen Angebot und Nachfrage immer weiter auseinander. Viele Hersteller berichten von einer maximalen Auslastung ihrer Fabriken, doch selbst dies reicht nicht aus, um die Nachfrage zu decken. Welche Strategien und Gegenmaßnahmen sollten Unternehmen im deutschen Channel in Anbetracht höherer Preise und einer eingeschränkten Verfügbarkeit an Speicherlösungen verfolgen?

Mit Statements von:

  • Maximilian Jaud ist Director Strategy & Commercial Development bei Memorysolution. Der deutsche Distributor für Unternehmensspeicher, Speicher-ICs, kundenspezifische Server und industrielle IT-Komponenten hat seinen Sitz in Breisach am Rhein.
  • Volker Rühlicke ist CEO bei der Aquado AG, einem deutschen IT-Hersteller für Fachhandel und Systemhäuser aus Ebermannsdorf in Bayern.
  • Olaf von Heyer ist Vorstand bei der Concat AG, einem IT-Systemhaus mit Sitz in Bensheim, das sich auf Speicherlösungen, Backup, Archivierung, Netzwerksicherheit und verwandte Dienstleistungen spezialisiert hat.

Mehr zu diesem aktuellen Thema können Sie jetzt in der spannenden neuen IT ImPuls-Podcastfolge „KI-Flut und Speicherdürre“ hören! Und auch dieses Mal gibt es einen passenden KI-generierten Song. #Ohrwurm

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Sie haben Themenvorschläge und Anregungen für kommende Podcast-Folgen? Schreiben Sie uns eine E-Mail an Mihriban Dincel.

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