Partnerschaft für Resilienz CGI und Heuking verbinden Recht und IT für mehr Resilienz

Von Ira Zahorsky 2 min Lesedauer

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CGI und Heuking bündeln Rechtsberatung und technologische Umsetzung. Ihr gemeinsames Angebot soll Unternehmen und Behörden helfen, Anforderungen aus NIS2, KRITIS, Datenschutz und Exportkontrolle in belastbare Sicherheits- und Compliance-Strukturen zu übersetzen.

CGI und Heuking kooperieren für mehr Resilienz bei Unternehmen und Behörden.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
CGI und Heuking kooperieren für mehr Resilienz bei Unternehmen und Behörden.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Cyberangriffe, Lieferkettenunterbrechungen und großflächige Störungen zeigen, wo die Widerstandsfähigkeit von Organisationen an Grenzen stößt. Unternehmen und Behörden müssen auch unter Krisenbedingungen handlungsfähig bleiben. Dafür reicht es nicht, regulatorische Anforderungen lediglich zu dokumentieren.

CGI und die Wirtschaftskanzlei Heuking reagieren darauf mit einer strategischen Partnerschaft. Die beiden Unternehmen wollen rechtliche Expertise und technologische Umsetzung enger verzahnen. Ihr gemeinsames Angebot richtet sich an Organisationen, die Sicherheits- und Compliance-Anforderungen nicht isoliert, sondern als zusammenhängende Aufgabe bearbeiten müssen. Heuking bringt Erfahrung im Wirtschafts-, Vergabe-, Datenschutz- und Exportkontrollrecht sowie in der Beratung des öffentlichen Sektors und sicherheitskritischer Branchen ein. CGI ergänzt dies mit Technologie- und Transformations-Expertise. Das IT-Beratungsunternehmen arbeitet eigenen Angaben zufolge unter anderem für die Bundeswehr und die NATO.

Von der Vorschrift zur technischen Lösung

Im Mittelpunkt steht die Übersetzung regulatorischer Vorgaben in konkrete technische und organisatorische Maßnahmen. „Compliance und Resilienz lassen sich heute nicht mehr isoliert betrachten – sie erfordern ein Zusammenspiel aus rechtlicher Einordnung und technologischer Umsetzung“, erklärt Dr. Thomas Jansen, Rechtsanwalt und Partner bei Heuking. „Genau das leisten wir gemeinsam mit CGI: Wir übersetzen regulatorische Komplexität in praxistaugliche Lösungen.“

Die Kooperation zielt damit auf einen durchgängigen Ansatz. Rechtliche Bewertung, Governance, Sicherheitskonzepte und technische Umsetzung sollen enger aufeinander abgestimmt werden. Das kann insbesondere dort relevant sein, wo Unternehmen ihre Geschäftsmodelle auf sicherheitsrelevante oder verteidigungsnahe Märkte ausweiten wollen.

Mehr Vorgaben für Unternehmen und Behörden

Für viele Organisationen verschärfen sich die Anforderungen. Genannt werden unter anderem die KRITIS-Verordnung und die europäische NIS2-Richtlinie. Daneben steigen die Pflichten in Bereichen wie Datenschutz, Geheimschutz und Exportkontrolle.

Betroffen sind auch Unternehmen, die in stark regulierte Umgebungen vordringen möchten. Dort gelten besondere Governance-, Sicherheits- und Compliance-Standards. Die rechtliche Prüfung bildet dabei nur einen Teil der Aufgabe. Entscheidend ist, ob sich daraus belastbare Prozesse, Systeme und Verantwortlichkeiten ableiten lassen.

Marc Oliver Schuller, Vice President Consulting Services bei CGI (Bild:  CGI)
Marc Oliver Schuller, Vice President Consulting Services bei CGI
(Bild: CGI)

Marc Oliver Schuller, Vice President Consulting Services bei CGI, ordnet die Herausforderung so ein: „Der Erfolg hängt nicht allein von der rechtlichen und regulatorischen Einordnung ab, sondern auch von der Fähigkeit, regulatorische Anforderungen in sichere, skalierbare und widerstandsfähige Systeme zu übersetzen.“

Relevanz für IT-Systemhäuser

Für IT-Systemhäuser entsteht daraus ein Beratungsfeld an der Schnittstelle von Compliance, Security und Umsetzung. Kunden benötigen nicht nur Unterstützung bei der technischen Absicherung, sondern auch eine belastbare Zuordnung zu regulatorischen Anforderungen. Besonders relevant sind dabei:

  • die Bewertung bestehender Sicherheits- und Compliance-Strukturen
  • die Umsetzung organisatorischer Vorgaben in technische Prozesse
  • die Absicherung kritischer IT-Umgebungen
  • die Vorbereitung auf Anforderungen aus NIS2 und der KRITIS-Regulierung
  • die Berücksichtigung von Datenschutz, Geheimschutz und Exportkontrolle

Systemhäuser sind zugleich selbst betroffen. Wer Kunden in sicherheitskritischen oder hochregulierten Branchen betreut, muss die eigenen Prozesse, Zuständigkeiten und Sicherheitsmaßnahmen nachvollziehbar gestalten. Kooperationen mit spezialisierten Rechtsberatern können dabei helfen, technische Leistungen rechtlich sauber einzuordnen. Die Verantwortung für die konkrete Umsetzung bleibt jedoch eine fachübergreifende Aufgabe.

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