Eigener Tensor-Prozessor Pixel 6: Google denkt KI neu

Autor Ira Zahorsky

Die letzten Wochen hat Google selbst immer wieder Leaks zu den neuen Pixel-Modellen 6 und 6 Pro gepostet. Gestern Abend wurden sie offiziell vorgestellt. Sie sind mit Googles erstem eigenen Prozessor Tensor ausgestattet und kommen in auffälligem Design.

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Die Pixel-6-Geräte haben eine matte Legierung, die 6-Pro-Modelle sind poliert.
Die Pixel-6-Geräte haben eine matte Legierung, die 6-Pro-Modelle sind poliert.
(Bild: Google)

Dual-, Triple- und Vierfachkameras gibt es bei Smartphones in zahlreichen optischen Ausprägungen. Google geht bei seinen neuen Pixel-Modellen 6 und 6 Pro einen neuen Weg: Die rückseitige Kamera befindet sich hinter einem rechteckigen schwarzen Glasblock, der aus der Rückseite heraussteht. Ob das im täglichen Handling angenehm ist, bleibt abzuwarten.

Nichtsdestotrotz ist die Kamera inzwischen das Herzstück jedes Smartphones. Deshalb hat auch Google viel Zeit in die Entwicklung gesteckt und sowohl die Hard- als auch die Software verbessert. Die beiden neuen Pixel-Phones haben einen 1/1,3-Zoll-Sensor mit 50 MP und einer f/1.85-Blende. Im Vergleich zum Pixel 5 soll der Hauptsensor bis zu 150 Prozent mehr Licht einfangen. Das soll die Fotos detaillierter machen und sattere Farben ins Bild bringen.

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Auch das Ultraweitwinkelobjektiv hat einen größeren Sensor bekommen. Es löst mit 12 MP auf, hat eine f/2.2-Blende und einen Erfassungswinkel von 114 Grad. Das Pixel 6 Pro hat zudem ein 48-MP-Teleobjektiv mit einer f/3.5-Blende, 4-fach optischem und bis zu 20-fachem Super-Resolution-Zoom. Die Frontkamera des Pixel 6 hat eine 8-MP-Auflösung, die des 6 Pro eine 11,1-MP-Auflösung.

Softwaretools wie der Bewegungsmodus ermöglichen Action-Fotos mit Schwenkeffekt und Langzeitbelichtung. Die Kamera wurde mit „Real Tone“ ausgestattet, damit alle Hauttöne naturgetreu abgebildet werden. Um Störendes aus einem Bild zu entfernen, waren bislang andere Apps nötig. Mit dem „Magischen Radierer“ kann der Fotograf dies nun direkt in der Google-Fotos-App erledigen.

Die Hauptkameras beider Modelle nehmen Videos in 4K-Qualität bei 30 und 60 fps auf. Das Pixel 6 Pro liefert auch mit der Frontkamera 4K (30 fps), das Pixel 6 kann hier nur Full-HD bei ebenfalls 30 fps. Das 6 Pro bietet außerdem 20-fachen digitalen Zoom, während das Pixel 6 nur 7-fachen Zoom kann. Zeitraffer – auch bei Astrofotografie –, verschiedene Stabilisierungsunterstützungen sowie Stereo-Audio und Audio-Zoom helfen, die Videoaufnahmen möglichst perfekt zu gestalten.

Verbindungsmöglichkeiten

Werden die Pixel-6-Geräte nicht drahtlos geladen, kann dies über das beiliegende USB-C-3.1-Kabel geschehen. Drahtlose Verbindungsmöglichkeiten bestehen per WiFi 6E (2,4, 5 und 6 GHz), Bluetooth v5.2 und NFC. Außerdem sind beide Smartphones 5G-fähig, staub- und wasserbeständig nach IP68 und per Fingerabdruckscanner unter dem Display entsperrbar.

Prozessor

Der erste hauseigene Prozessor von Google heißt Tensor. Er soll hohe Rechenleistung und Sicherheit bringen, dabei aber Akku-effizienter sein, als frühere Pixel-Generationen. Das wirkt sich unter anderem auf die Spracherkennung und die Kamera aus. Der Tensor-Sicherheitskern, Titan M2, schützt die Nutzerdaten vor elektromagnetischer Analyse und Spannungsstörungen.

Apropos Sicherheit: Google gewährt für die Pixel-6-Geräte mindestens fünf Jahre Sicherheits-Updates.

Unterschiede zwischen Pixel 6 und 6 Pro

Pixel 6 Pixel 6 Pro
Display 6,4 Zoll, FHD+, 411 ppi,
bis zu 90 Hz
6,7 Zoll, QHD+, 512 ppi,
bis zu 120 Hz
Speicher 8 GB RAM; 128 GB 12 GB RAM; 128 / 256 GB
Akku 4.500 mAh, Schnellladefunktion,
Qi-zertifiziert
5.000 mAh, Schnellladefunktion,
Qi-zertifiziert
Abmessungen und Gewicht 158,6 x 74,8 x 8,9 mm;
207 g
163,9 x 75,9 x 8,9 mm;
210 g

Android 12

Ab sofort rollt Google auch das neue Betriebssystem Android 12 auf die Pixel-Phones ab der 3. Generation aus. Pixel 6 und 6 Pro werden direkt damit ausgeliefert. Auffälligste Neuerung und schon seit Wochen in den Medien: das Material-You-Design. Es erlaubt unter anderem die Anpassung von Farben und Formen an das Hintergrundbild. Auch der Scroll-Screenshot, der ursprünglich schon mit Android 11 kommen sollte, ist jetzt verfügbar. Ebenfalls mit dabei: mehr Steuerelemente für das Mikrofon und die Kamera sowie weitere Datenschutzeinstellungen. Beide Smartphones erhalten für mindestens drei Jahre Versionsupdates.

Preise, Verfügbarkeit und Aktion

Beide Geräte sind ab dem 28. Oktober erhältlich. Das Pixel 6 gibt es in den Farben Stormy Black, Sorta Seafoam und Kinda Coral. Es kostet mit 128 GB Speicher 649 Euro (UVP). Das Pixel 6 Pro ist für 899 Euro (128 GB) und 999 Euro (256 GB) und in den Farben Stormy Black, Cloudy White und Sorta Sunny zu haben.

Wer eines der Smartphones bis zum 27. Oktober 2021 bei einem teilnehmenden Einzelhändler vorbestellt, erhält die Bose Noise Cancelling Headphones 700 im Wert von 399,95 Euro (UVP) dazu. Die Aktionsbedingungen finden interessierte Käufer online.

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