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Services für den Mittelstand

Merkl IT positioniert sich als MSP mit Systemhauskompetenz

| Autor: Michael Hase

Managed Services entwickeln sich zum essenziellen Geschäftstsmodell für den IT-Channel.
Managed Services entwickeln sich zum essenziellen Geschäftstsmodell für den IT-Channel. (Bild: leowolfert/ Fotolia.com)

Bereits seit zehn Jahren tritt Merkl IT als Managed Service Provider (MSP) auf. Jetzt hat der Münchner Spezialist seine Infrastruktur für anspruchsvolle Workloads aufgerüstet und adressiert damit mittelständische Kunden.

Das Systemhaus der Zukunft ist der Managed Service Provider (MSP). Mit der notwendigen Anpassung ihres Geschäftsmodells setzen sich mittlerweile viele Unternehmen im IT-Channel auseinander. Zu Recht, wie Frank Roebers, Chef der Verbundgruppe Synaxon, meint. Denn nach seiner Prognose werden sich die Vermarktung und Bereitstellung von Managed Services für IT-Fachhändler im kommenden Jahrzehnt als „dritte Welle“ – nach Hardware-Vertrieb und Dienstleistungsgeschäft – zum vorherrschenden Paradigma entwickeln.

Auf dieser Welle, die inzwischen deutlich vernehmbar heran brandet, reiten einige Häuser bereits seit Jahren. Eines davon ist Merkl IT aus München. Unter dem Label „Virtual Backoffice“ stellt das Unternehmen seit 2008 Anwendungen als Service bereit. „Wir haben schon damals erkannt, dass der Trend in Richtung modularer Managed Services mit flexibler Abrechnung geht“, berichtet Maximilian Merkl, Geschäftsführer des Unternehmens, das er 2007 mit seinem Bruder Julian gegründet hat (siehe „Ergänzendes zum Thema“). 2012 erweiterte der Provider sein Portfolio um Infrastruktur-Dienste, die er auf eigenen Systemen in einem Münchner Rechenzentrum betreibt und als „Dynamic Datacenter“ vermarktet. Später kamen Angebote wie Backup und Disaster Recovery as a Service (BaaS / DRaaS) hinzu.

Maximilian Merkl führt Merkl IT gemeinsam mit seinem Bruder Julian.
Maximilian Merkl führt Merkl IT gemeinsam mit seinem Bruder Julian. (Bild: Julian Merkl)

Den nächsten Schritt unternahm der MSP im vergangenen Jahr, als er seine technologische Basis erneuerte. Software von VMware (vCloud) und Veeam (CloudConnect) sowie Flex-Systeme von Lenovo sind die Komponenten, mit denen Merkl IT die nächste Generation des Dynamic Datacenter aufgebaut hat. Durch die Modernisierung will sich das Unternehmen „von klassischen Virtual-Private-Cloud-Angeboten absetzen“, wie Merkl betont. Seinem Bruder und ihm sei es darum gegangen, ihre Infrastruktur für „die Anforderungen leistungshungriger Business-Anwendungen wie ERP oder Big Data“ aufzurüsten.

Auf Augenhöhe mit den Kunden

Mit dem Angebot zielt Merkl IT auf mittelständische Unternehmen ab, die „geschäftskritische Anwendungen auslagern, aber nicht zu einem der großen Cloud-Anbieter geben wollen“. Denn der Geschäftsführer sieht klare Vorteile bei einem regionalen Provider. Anders als globale Hyperscaler könne Merkl IT den mittelständischen Kunden auf Augenhöhe begegnen und ihnen eine persönliche Ansprache bieten. Nicht zuletzt erhielten sie eine umfassende Betreuung vom Consulting über die Systemintegration bis zum Support. „Wir haben viel Erfahrung sowohl im Betrieb als auch bei der Beratung unserer Kunden.“

Ergänzendes zum Thema
 
Managed Service Provider der ersten Stunde
 
Zertifizierte Business-Plattform

Die Erneuerung der Infrastruktur versetzt Merkl IT in die Lage, nicht nur deutlich mehr Leistung zu liefern. Auch die Konfigurationsmöglichkeiten haben sich mit den Flex-Systemen vergrößert, sodass der MSP seinen Kunden je nach Anforderung dedizierte Infrastrukturen bereitstellen kann. Einsetzen lassen sich etwa Server mit großem Arbeitsspeicher für In-Memory-Workloads oder Rechner mit Grafik-Prozessoren (GPUs), wie sie für Cluster im High Performance Computing (HPC) verwendet werden. Auch der Backbone des Dynamic Datacenter ist per HPC Interconnect für rechenintensive Applikationen ausgelegt. Beim Storage sind All-Flash-Optionen möglich. „Unsere Infrastruktur bietet maximale Flexibilität, sodass wir fast alle Kundenanforderungen erfüllen können“, resümiert Merkl.

Als Adressaten für diese Angebote sieht der Unternehmer zunächst IT-Abteilungen, die mehr Leistung benötigen, dafür aber keine neue On-Premises-Infrastruktur aufbauen wollen. Im Auge hat er aber auch Fachabteilungen, die ­eigenständig und schnell Ressourcen beschaffen wollen. Eine dritte Zielgruppe sind Ingenieurbüros sowie auf die Konstruktionsbranche spezialisierte Dienstleister, Software-Anbieter und Systemhäuser, die spezifische Server-Konfigurationen in der Cloud brauchen.

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