Evolve 2026 Medialine: gewinnen mit KI und cleveren Lösungen

Von Margrit Lingner 3 min Lesedauer

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Fußball und IT passen bei der Evolve 2026 nicht nur räumlich zusammen. KI erkennt Muster in riesigen Datenmengen, die dem menschlichen Auge entgehen. Welche Perspektiven das eröffnet, war Kernthema auf dem Digitalkongress der Medialine Group in Mainz.

Gemeinsam begrüßen Martin Hörhammer (CEO bei Medialine, l.), Dennis Baier (Moderator) und Stefan Hörhammer (COO bei Medialine, r.) die Gäste in der MEWA Arena in Mainz.(Bild:  Vogel IT-Medien)
Gemeinsam begrüßen Martin Hörhammer (CEO bei Medialine, l.), Dennis Baier (Moderator) und Stefan Hörhammer (COO bei Medialine, r.) die Gäste in der MEWA Arena in Mainz.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Zum vierten Mal hat Medialine Technologiepartner und Kunden zum Digitalkongress nach Mainz eingeladen. Die IT-Fachveranstaltung hat sich mit den heute fast 1.000 Teilnehmern zum größten Digitalkongress im Rhein-Main-Gebiet entwickelt. Informationen und Diskussionen gab es auf dem Medialine-Kongress in diesem Jahr vor allem über KI-Agenten und neue Cyberbedrohungen.

Martin Hörhammer (CEO bei Medialine, v.l.), Stefan Hörhammer (COO bei Medialine) vor der Eröffnung der Evolve 2026 zusammen mit Keynote-Speaker Christoph Burkhardt (Bild:  Medialine)
Martin Hörhammer (CEO bei Medialine, v.l.), Stefan Hörhammer (COO bei Medialine) vor der Eröffnung der Evolve 2026 zusammen mit Keynote-Speaker Christoph Burkhardt
(Bild: Medialine)

Mehrwert bei KI sicherstellen

Es gehe vornehmlich um die Themen, die gerade wichtig seien, erklären die Medialine-Chefs Martin und Stefan Hörhammer. Dabei erfordere die rasante Entwicklung der KI mehr, als nur bestehende Prozesse mit neuen Lösungen zu unterstützen. Vielmehr müssten Unternehmen zunehmend hinterfragen, wie sie arbeiten, Entscheidungen treffen und ihre Geschäftsmodelle weiterentwickeln. Die eigentliche Herausforderung bestehe also nicht mehr darin, einzelne Technologien bereitzustellen, sondern deren wirtschaftlichen Nutzen und Mehrwert für Unternehmen sicherzustellen.

KI-Keynote: Outcome ist entscheidend

Diesen Gedanken vertiefte KI-Experte Christoph Burkhardt in seiner Keynote. Er kritisiert, dass Unternehmen KI häufig nur als neues Tool betrachten, um bestimmte Workloads zu beschleunigen. Entscheidend sei aber nicht die Technologie selbst, sondern wie sie in Geschäftsprozesse und Unternehmensziele eingebettet werde und welche Mehrwerte sie biete. Der Outcome sei entscheidend, nicht der Output, führt Burkhardt aus. Ziel sei es, eine hybride Architektur zu entwickeln, die erfolgreiche KI-Experimente in dauerhaft nutzbare Geschäftsprozesse überführe und gleichzeitig strategische Ziele mit operativer Realität verbinde. Dabei sei es aber wichtig, die Menschen mitzunehmen. Schließlich entscheiden auch heute schon die Nutzer, welches der nächste Schritt bei der KI-Entwicklung sein werde.

In seiner Keynote „The house of KI“ führt Christoph Burkhardt aus, worauf es bei der KI-Transformation ankommt.(Bild:  Vogel IT-Medien)
In seiner Keynote „The house of KI“ führt Christoph Burkhardt aus, worauf es bei der KI-Transformation ankommt.
(Bild: Vogel IT-Medien)

KI-Workshops

Künstliche Intelligenz war auch Thema verschiedener Workshops bei der Evolve 2026. Eine der zentralen Fragen dabei ist, welche Aufgaben künftig Menschen vorbehalten bleiben, wenn immer mehr Prozesse automatisiert werden. Durch KI und den zunehmenden Einsatz von agentischer KI ändert sich auch die IT-Dienstleistungsbranche fundamental, ist Stefan Hörhammer, COO der Medialine Group, überzeugt. Die Anforderungen an Dienstleister und deren Aufgaben verändern sich: weg vom Hardware-Reselling oder der Auswertung von Sicherheitsmeldungen hin zur Beratung, Orchestrierung und strategischen Steuerung komplexer digitaler Systeme. Es reicht künftig nicht mehr aus, technische Lösungen zu verkaufen. Erfolgreiche Dienstleister müssen die Sprache ihrer Kunden sprechen und konkrete Geschäftsprobleme lösen mit und um KI.

Das Jahr der „Agentic Enterprise“

So erhielten die Teilnehmenden bei der Evolve in Mainz neben Produktvorstellungen unterschiedliche Perspektiven, fachliche Einordnung und Anregungen für ihre nächsten Vorhaben. Schließlich gehöre das zur Stärke der Medialine Group, erklärt CEO Martin Hörhammer. Die spezialisierten Gesellschaften der Gruppe und führende Technologiepartner bringen gemeinsam das Wissen ein, das Unternehmen brauchen, um komplexe Anforderungen zu bewerten, Prioritäten zu setzen und tragfähige Entscheidungen zu treffen. Dabei werde das Jahr 2026 dem Medialine-CEO zufolge das Jahr der „Agentic Enterprise“.

Vom IT-Dienstleister zum Orchestrator

IT-Dienstleister müssten KI-Werkzeuge in die Arbeitsabläufe der Unternehmen integrieren und verhindern, dass unkontrollierbare Schatten-KI entstehe. Doch bestehe die Aufgabe nicht darin, Innovationen zu verhindern, sondern sichere Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. KI werde IT-Dienstleister auch nicht überflüssig machen, sondern neu definieren. Anbieter, die sich als strategische Berater, Orchestratoren und Innovationspartner positionieren, können von der Entwicklung profitieren.

Martin Hörhammer, CEO bei Medialine, bei der Evolve-Closing-Keynote(Bild:  Medialine)
Martin Hörhammer, CEO bei Medialine, bei der Evolve-Closing-Keynote
(Bild: Medialine)

Wer dagegen an überholten Geschäftsmodellen festhalte, laufe Gefahr, von der Dynamik des Marktes überholt zu werden. Gerade in einer Zeit rasanter technologischer Veränderungen wird die Fähigkeit zur Anpassung damit zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Medialine sieht sich gut aufgestellt und rechnet mit weiterem Wachstum.

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