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Re-Branding und „Project Ansible“

Hintergrund: Aus Siemens Enterprise Communications wird Unify

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Kurz nach der Bekanntgabe des neuen Brandings waren Firmenschilder und Autoaufdrucke bereits angepasst.
Kurz nach der Bekanntgabe des neuen Brandings waren Firmenschilder und Autoaufdrucke bereits angepasst. (Bild: IT-BUSINESS)

Einen 170 Jahre alten Markennamen gibt man nicht so einfach auf. Besonders nicht, wenn er Siemens heißt. Dennoch wurde aus dem UC-Joint-Venture Siemens Enterprise Communications schlicht „Unify“. IT-BUSINESS war auf dem Re-Branding-Event in München.

Formaljuristisch ist es eigentlich keine große Sache, wenn sich ein Unternehmen umbenennt – der Eintrag im Handelsregister muss abgeändert werden. Aber Siemens Enterprise Communications ist nicht „EDV Müller GbR“ von um die Ecke, sondern ein Global Player. Das Unternehmen entstand 2008 als Joint Venture von The Gores Group und der Siemens AG. Der Abschied vom großen Namen „Siemens“ in der Marke, der seit rund 170 Jahren für Erfindungsreichtum steht, machte die Sache sicherlich zu keiner leichten Entscheidung.

Rebranding-Feier

Dennoch – Siemens Enterprise Communications heißt jetzt „Unify“. Oder, um genau zu sein, aus der Siemens Enterprise Communications GmbH & Co. KG wurde die Unify GmbH & Co. KG. An den Besitzverhältnissen oder an der Managementstruktur ändert sich nichts.

Gefeiert wurde die Umbenennung mit weltweiten Rebranding-Events samt Live-Schaltungen zum „Social Command Center“, welches die Reaktionen im Netz auswertete sowie zu Chris Hummel, Chief Commercial Officer und President Nordamerika von Unify in New York.

Internet-Event

Die neue Marke wurde in einem Live-Web-Stream vorgestellt – moderiert von Social-Media-Gurus und Branchen-Analysten. Weltweit verfolgten Unify-Mitarbeiter in 33 Ländern und etwa 60 Niederlassungen die Übertragung und feierten gemeinsam die Enthüllung des neuen Markennamens. Auch in der Münchner Hofmannstraße wurde gefeiert. Mit über 1.000 anwesenden Mitarbeitern und Gästen von Siemens Enterprise Communications, beziehungsweise Unify. Nach dem Ende der Veranstaltung waren bereits neue Firmenschilder aufgestellt und erste Firmenwägen mit „Unifiy – Harmonize your enterprise“-Aufdruck waren zu sehen (siehe Bildergalerie). Da der neue Firmenname bis zum Launch nicht nach außen dringen sollte, ist daher im Vorfeld durchaus „Geheimhaltungs-Aufwand“ betrieben worden, wie eine Mitarbeiterin verriet.

Unify statt Siemens

Warum aber verabschiedet sich die Siemens-Tochter von einer 170 Jahre alten, weltweit bekannten Marke? Das Unternehmen nennt folgenden Grund: „Der Name bringt in perfekter Weise das Markenversprechen und die Vision zum Ausdruck, Kommunikationssysteme, Geschäftsprozesse und Menschen zusammenzuführen.“ Hamid Akhavan, CEO von Unify, gibt folgendes Statement ab: „Wir blicken auf eine lange Siemens-Tradition zurück und die Verbindung zu unserer Herkunft als Innovator bleibt stark. Unsere neue Marke haucht unserer Vision Leben ein, weltweit stehen motivierte Mitarbeiter und eine starke Partner Community dahinter.“

Nur Schall und Rauch?

Namen sind nur Schall und Rauch, heißt es so schön. Marketing-Experten hätten da sicherlich Einwände. Aber das Unternehmen machte klar, mit welchen technologischen Schwerpunkten man als Unify im UC-Markt punkten will. Eine wichtige Rolle spielt hierbei „Project Ansible“, zu dem weitere Details veröffentlicht wurden. Das ist eine UC-Plattform für Kommunikation und Zusammenarbeit, welche voraussichtlich ab Juli 2014 allgemein verfügbar sein wird. Die Plattform wird zunächst als Cloud-basiertes SaaS (Software-as-a-Service)-Angebot bereitgestellt, als Ergänzung zu den OpenScape-Lösungen von Unify, aber auch zu Telefonanlagen von Mitbewerbern.

Project Ansible

Im Juni dieses Jahres wurde Project Ansible vorgestellt, erste Tests auf Kundenseite sind für Januar geplant und im Sommer kommenden Jahres beginnt die Vermarktung über den Channel. Doch was steckt dahinter? Die erste Version der Plattform wird vier Kommunikationskanäle gleichzeitig unterstützen: Sprache, Video, Text und gemeinsame Bildschirmnutzung. Ebenso wird sie es Anwendern ermöglichen, mithilfe einer Geste – genannt Konversation-Swipe – Multichannel-Gespräche ohne Unterbrechung von einem Gerät auf ein anderes zu übertragen. Project Ansible soll dabei bestehenden Lösungen ergänzen. Neben dem eigenen OpenScape-Portfolio wurden die Konkurrenten Cisco und Avaya hervorgehoben. □

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