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Display und Eingabegeräte
Bei unserem Testgerät war nicht das exzellente Panel mit QHD+-Auflösung eingebaut, sondern ein Full-HD-IPS-Panel. Die Blickwinkelstabilität ist sehr gut, wie bei IPS üblich, die Oberfläche ist nicht entspiegelt. Der Screen erkennt prinzipiell nicht nur Touch-, sondern auch Stift-Eingaben. Der aktive Stift gehört aber nicht zur Serienausstattung und war auch bei unserem Testgerät nicht dabei.
Um den extrem schmalen Rahmen um das Display möglich zu machen, ist die Webcam ebenso wie beim aktuellen XPS-13-Notebook unter das Panel gerückt und nimmt den User bei Videokonferenzen aus einer unvorteilhaften Froschperspektive auf. Hier zeigt sich einer der Vorteile eines 360-Grad-Convertible: Im Tent-Modus liegt die Kamera über dem Display. Allerdings muss man dann auf das physikalische Keyboard für Notizen verzichten und mit der Onscreen-Tastatur vorliebnehmen. Die Audioausstattung des flachen Hybrid-Notebooks reicht für Skype und Youtube-Videos aus, für viel mehr aber auch nicht.
Das Keyboard hat angenehm groß dimensionierte Tasten mit einem Hub von nur 1,3 mm. Das große Touchpad ist Microsoft-Precision-kompatibel und bietet daher alle Windows-10-Gesten ohne zusätzliche Treiber. Neben dem Touchpad sitzt der zu Windows Hello kompatible Fingerabdruck-Leser, der ein blitzschnelles Login am Rechner erlaubt.
Schnittstellen: Nur USB-C
Die Schnittstellenausstattung des Dell XPS 13 9365 2-in-1 besteht nur aus zwei USB-C-Buchsen und einem Micro-SD-Einschub. Damit ist das Hybrid-Gerät hier sparsamer ausgestattet als sein Notebook-Verwandter XPS 13 9360, das mit einem Thunderbolt-3-Port, zwei USB-3.0-Buchsen und einem Reader für SD-Cards im vollen Format aufwartet.
Die beiden USB-Ports dienen zusätzlich als Ladebuchse für das Netzteil und als DisplayPort-Ausgang. Während die rechte Buchse beim Datentransfer nur USB-3.0-Performance bietet, hängt die linke an einem Alpine-Ridge-Thunderbolt-Controller von Intel. Damit unterstützt sie nicht nur USB 3.1 Gen2 mit 10 GBit/s, sondern zusätzlich auch noch Thunderbolt 3 mit 40 GBit/s, sofern eine passende Gegenstelle vorhanden ist. Für den Anschluss älterer USB-Geräte gehört ein USB-C-auf-USB-A-Adapter zum Lieferumfang.
Praktisch ist die Anzeige für die verbliebene Akkukapazität durch vier kleine LEDs nebst zugehöriger Akkustand-Taste. Sie funktioniert auch, wenn das XPS 13 ausgeschaltet oder im Sleep-Modus ist.
Etwas unpraktisch ist dagegen, dass im zugeklapptem Modus an der Front des Geräts keine Vertiefung zwischen Display und Keyboard vorhanden ist. Daher benötigt man beim Öffnen des Geräts beide Hände. Auch der Power-Button auf der rechten Seite ist sehr klein dimensioniert.
Die mit Aluminium verkleideten Stahlscharniere des XPS 13 sind angenehm straff. Damit gibt das Display bei Touch im Notebook- oder Stand-Modus kaum nach und das Gerät steht auch im Tent-Modus stabil.
Fazit: Gelungene Premiere für den Convertible-Ableger
Die Hybrid-Version des Dell XPS 13 ist ebenso leicht, kompakt und solide verarbeitet, wie das bisherige Thin-and-Light-Notebook. Es ist aber mit seinem um 360 Grad schwenkbarem Display vielseitiger einsetzbar und kommt ohne Lüfter aus. Das ist vor allem bei Meetings ein echter Pluspunkt, da es lautlos arbeitet. Die durch den Stromsparprozessor niedrigere 3D-Performance dürfte für die meisten Anwender gut zu verschmerzen sein, da die Anwendungsleistung immer noch auf einem hohen Niveau liegt. Auch die Akkulaufzeit des nur 1,25 kg schweren XPS 13 2-in-1 ist sehr gut. Der Thunderbolt-3-Port ist ein Pluspunkt, da er die ideale Schnittstelle für eine leistungsfähige Docking-Lösung ist, die Dell natürlich auch anbietet. Dass auf dem XPS 13 nur zwei USB-C-Schnittstellen vorhanden sind, ist zu verschmerzen, da ein Adapter auf USB-A zur Ausstattung zählt. Die für ihre Größe sehr ordentliche Tastatur und das hochwertige Touchpad runden das Bild eines sehr guten Hybrid-Notebooks ab.
Schwer verständlich ist allerdings, dass der für ein Convertible sehr sinnvolle Stift bei einem Preis von 1.599 Euro (UVP) nicht zum Lieferumfang gehört, sondern noch einmal mit etwa 50 Euro zusätzlich zu Buche schlägt.
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