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Angetestet: Dell XPS 13 9365 (2-in-1)

Ein Erfolgstyp wird flexibel

| Autor: Klaus Länger

Das XPS 13 gibt es mit dem Modell 9365 auch als Convertible mit einem um 360 Grad schwenkbarem 13,3-Zoll-Display.
Das XPS 13 gibt es mit dem Modell 9365 auch als Convertible mit einem um 360 Grad schwenkbarem 13,3-Zoll-Display. (Bild: Dell)

Dell stellt dem erfolgreichen Thin-and-Light-Notebook XPS 13 9365 eine 2-in-1-Variante zur Seite. Wir sehen uns an, was das derzeit kompakteste 13,3-Zoll-Convertible leistet und ob es das bessere XPS 13 ist.

Das 13,3-Zoll-Notebook XPS 13 mit inzwischen fast randlosem Display, Dell nennt es „Infinity-Display“, zählt schon seit mehreren Generationen zu den erfolgreichsten Geräten seiner Gattung. Die zunehmende Nachfrage nach Windows-10-Convertibles hat den US-Hersteller nun dazu bewogen, dem auch mit Touchscreen lieferbaren Notebook eine „echte“ 2-in-1-Variante zur Seite zu stellen, die auch als Tablet genutzt werden kann. Bei ihr sind das 13,3-Zoll-Display und das Chassis durch 360-Grad-Scharniere verbunden.

Mit Abmessungen von 30,4 cm Breite, knapp 20 cm Tiefe und einer Höhe von maximal 13,7 mm ist das XPS 13 2-in-1 kaum größer als viele 12,5-Zoll-Geräte. Mit einem Gewicht von 1,25 kg ist es auch noch als Tablet durchaus tragbar. Das Chassis des Convertible besteht aus Aluminium, die Handballenablage aus Carbonfasern. Das Display ist, wie bei höherklassigen Tablets oder 2-in-1-Notebooks üblich, durch Corning Gorilla-Glas geschützt.

Stromspar-Core-i7-Prozessor

Dell bietet das XPS 13 9365 2-in-1 derzeit in vier Konfigurationen an: zwei mit Full-HD- und zwei mit QHD+-Panel. Wir haben die stärkere der beiden Full-HD-Varianten im Test. Sie ist statt mit einem Core i5 mit einem Core i7 ausgestattet. Dabei setzt Dell beim 2-in-1 den Core i7-7Y75 ein, also eine Y-Variante des Kaby-Lake-Prozessors mit 4,5 Watt TDP. Der Prozessor verfügt über zwei Prozessorkerne, vier MB Cache und Hyperthreading-Unterstützung. Im aktuellen XPS-13-Notebook 9360 verwendet Dell dagegen Kaby-Lake-CPUs der U-Serie wie den Core i7-7500U mit 15 Watt TDP. Der Begriff TDP steht dabei für Thermal Design Power und bezeichnet die maximale Verlustleistung des Prozessors, für die das Kühlsystem eines Rechners ausgelegt sein muss. Sie liegt deutlich über der typischen Leistungsaufnahme der CPU im normalen Betrieb. Im Turbo-Boost-Modus kann die aufgenommene Leistung des Prozessors allerdings kurzzeitig auch über die TDP klettern. Hier macht sich Intel die thermische Trägheit des Prozessorkühlers zunutze.

Die niedrigere TDP beim Core i7-7Y75 wird durch einen geringeren Basistakt von 1,3 GHz gegenüber 2,7 GHz beim Core i7-7500U erreicht. Der maximale Turbo-Boost-Takt liegt beim i7-7Y75 mit 3,6 GHz sogar um 100 MHz über dem des i7-7500U, kann aber in der Praxis nicht so lange gehalten werden, da der Prozessor im XPS 13 9365 2-in-1 passiv gekühlt wird. Daher ist auch die Prozessorleistung des XPS-13-Convertible niedriger. Im Rendering-Benchmark Cinebench R11.5 messen wir im Multithreading-Test 2,93 Punkte. Ein HP Spectre x360 15 mit dem Core i7-7500U kommt hier auf 3,75 Punkte, ist also um 28 Prozent schneller.

In der Praxis liefert der XPS 13 2-in-1 trotzdem eine ordentliche Leistung, zu der auch die acht GB Arbeitsspeicher und die 256 GB große Toshiba-SSD mit PCIe-Schnittstelle ihren Teil beitragen. So messen wir im Work-Lauf des PCMark 8 immerhin 3.055 Punkte ohne und 4.115 Punkte mit OpenCL-Nutzung. Bei anspruchsvollen Aufgaben aus dem Multimedia-Bereich fällt der Rechner mit seinem Kaby-Lake -Y aber zurück. Dafür muss man kein lästiges Lüftersurren ertragen. Denn einen solchen gibt es in dem flachen, komplett passiv gekühlten Convertible schlicht nicht. Bei normaler Arbeit wird das Gehäuse trotz des fehlenden Lüfters auch nicht übermäßig warm.

Lautlos mit langer Laufzeit

Durch den sparsamen Prozessor kann der Akku kleiner ausfallen, was Gewicht spart. Die Akkulaufzeit des XPS-13-Convertible liegt bei fünf Stunden und 18 Minuten unter permanenter Last. Im Büroalltag sollten mehr als zehn Stunden ohne Steckdose also überhaupt kein Problem darstellen. Ein weiterer Vorteil der genügsamen CPU ist das sehr kompakte und leichte Netzteil.

Für Spiele ist der Dell allerdings nur sehr eingeschränkt brauchbar. Die im Prozessor integrierte HD-615-GPU unterscheidet sich zwar technisch nicht von der HD 620 in den Kaby-Lake-U-Modellen, die Leistung ist aber spürbar niedriger, wie das Benchmark-Ergebnis von 5.008 Punkten im Cloud-Gate-Lauf des aktuellen 3DMark belegt. Verantwortlich dafür ist die schwächere CPU in Kombination mit dem langsameren LPDDR3-1.833-Speicher. Games aus dem Windows Store laufen allerdings ohne Probleme.

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