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Ausbau der Händlerbasis Ecom betreibt Distribution nach alter Schule

Autor: Michael Hase

Bei Ecom Trading stehen klassische Distributionstugenden wie Lieferfähigkeit, Schnelligkeit und Zuverlässigkeit hoch im Kurs. Profitables Umsatzwachstum und eine expandierende Händlerbasis geben dem bayrischen Komponentenspezialisten Recht.

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Ecom erweiterte das Logistikzentrum im Herbst 2016 um rund ein Drittel auf eine Kapazität von mehr als 10.000 Quadratmetern.
Ecom erweiterte das Logistikzentrum im Herbst 2016 um rund ein Drittel auf eine Kapazität von mehr als 10.000 Quadratmetern.
(Bild: www.independent-light.com)

Mittlerweile zahlt sich aus, was Christian Schmid und sein Team an Zeit und Aufwand in die Außendarstellung des Unternehmens investiert haben. „Beinahe täglich suchen neue Fachhändler den Kontakt zu uns“, berichtet der Marketingleiter von Ecom Trading. Mit klassischer Werbung, Promotion-Aktionen, Messeauftritten und Suchmaschinen-Optimierung hat der Distributor mit Hauptsitz in Dachau konsequent daran gearbeitet, die Bekanntheit seines Brands sowie seiner beiden Eigenmarken „Captiva“ und „Nexoc“ zu erhöhen.

Das Unternehmen vertreibt sein Portfolio aktuell über mehr als 3.000 Partner, zu denen Retailer und Etailer sowie in wachsender Zahl auch klassische IT-Fachhändler gehören. Seit der Gründung im Jahr 1992 fokussiert sich Ecom auf das Geschäft mit PC-Komponenten, Peripherie und Zubehör. Unter seinen beiden Eigenmarken bietet der Spezialdistributor außerdem PCs und Notebooks an, die er in Dachau selbst fertigt. Die Ausweitung der Partnerbasis spiegelt sich in den Zahlen wider. Im Geschäftsjahr 2016 / 17, das am 30. Juni endete, verzeichneten die Bayern profitables Wachstum und erzielten einen Umsatz von 350 Millionen Euro. Gegenüber den Vorjahreserlösen bedeutete die Summe eine Steigerung um gut 17 Prozent.

Gerhard Ellinger führt seit 1992 die Geschäfte von Ecom Trading.
Gerhard Ellinger führt seit 1992 die Geschäfte von Ecom Trading.
(Bild: Ecom Trading)

Beständiger Kurs

Den wirtschaftlichen Erfolg von Ecom auf markante Einzelentscheidungen zurückzuführen, ist kaum möglich. Vielmehr haben der langjährige Geschäftsführer Gerhard Ellinger, der den Kurs des Unternehmens besonnen und konservativ steuert, sowie sein Management-Team die Strategie kontinuierlich weiterentwickelt. Dazu gehörte zunächst die stärkere Ausrichtung auf Fachhändler, für deren Betreuung der Distributor sein Personal gezielt ausgebaut hat. „Im Channel wurde Ecom anfangs als Geheimtipp gehandelt“, erläutert Ellinger. „Über dieses Stadium sind wir seit langem hinaus.“ Im nächsten Schritt werde der Distributor versuchen, vermehrt auch klassische Systemhäuser als Kunden zu gewinnen.

Ecom bietet ein breites Spektrum an CPUs, Speichermodulen, Festplatten, Grafikkarten sowie Peripherie- und Zubehörartikeln an, von denen etwa 2.800 permanent auf Lager sind. Zum Portfolio gehören Produkte von Herstellern wie AMD, Intel, Kaspersky, Microsoft, Nvidia, Samsung, Toshiba oder Western Digital. Mit einigen Anbietern wie Asus, Benq, Edimax, Gigabyte, Iiyama, MSI und TP-Link unterhält der Distributor direkte Vertragsbeziehungen. Bei anderen tritt das Unternehmen als Subdistributor auf.

Trends im Blick

Anspruch von Ecom ist es, flexibel auf Trends und den jeweiligen Bedarf der Partner zu reagieren. Eine Zielgruppe bilden Fachhändler, die PCs bauen. Insbesondere im Gaming-Markt sind Reseller, die selbst assemblieren, laut Ellinger noch weit verbreitet. Auf dieses Segment richtet der Distributor sein besonderes Augenmerk. Aber auch auf aktuelle Markterscheinungen wie etwa Bitcoin-Mining geht das Unternehmen ein und bietet dafür spezielle Gehäuse an, in die sich Grafikprozessoren stapeln lassen.

Neben intimer Marktkenntnis und profundem Produktwissen hält Ellinger klassische Distributions- und Kaufmannstugenden, die bei Ecom hoch im Kurs stehen, für weitere Erfolgsfaktoren. Laut Website zählen dazu Ehrlichkeit, Lieferfähigkeit, Schnelligkeit, Zuverlässigkeit, Erreichbarkeit und persönliche Ansprache der Partner. So wird beispielsweise jeder Artikel, den ein Reseller bis 18:30 Uhr ordert, bereits am kommenden Tag zugestellt – auf Wunsch auch an die Adresse des Endkunden. „Die zuverlässige Auslieferung innerhalb von 24 Stunden sehe ich als einen Schlüssel zum Erfolg an“, betont der Geschäftsführer.

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Chefreporter