Große Anbieter dominieren

ECM-Markt zwischen Wachstum und Konsolidierung

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HP steigt ein

Während IBM mit der Filenet-Übernahme vor zwei und EMC mit dem Kauf von Documentum sogar schon vor fünf Jahren in den Markt eingestiegen sind, schickt sich inzwischen auch Hewlett-Packard (HP) an, ECM-Lösungen anzubieten. Dazu wurde im Frühjahr der Compliance- und eDiscovery-Experte Tower Software gekauft. Bis HP den Big Five jedoch Paroli bieten kann, dürfte noch einige Zeit vergehen.

SAP setzt auf Partnerschaften

Und auch SAPs Bestrebungen, im Markt Fuß zu fassen, schreiten noch recht langsam voran. Die Walldorfer zeigen unter anderem mit dem Produkt »Duet« gemeinsam mit Microsoft, wie sich die hauseigene ERP-Software mit Outlook oder Sharepoint verknüpfen lässt. Im Januar investierte SAP in den Open-Source-Anbieter Alfresco. Wichtig ist auch die Partnerschaft mit Open Text, einem von nur wenigen Anbietern der ersten Stunde, die sich trotz fortwährender Übernahmegerüchte die Eigenständigkeit bewahren konnten.

Open Text von Anfang an dabei

Dies gelang mit einer einfachen Strategie: Fressen statt gefressen werden. Durch gezielte Akquisitionen baute das Unternehmen seine Position fortwährend aus. In Deutschland sorgte vor allem der Kauf der Münchner Firma Ixos im Jahr 2004 für Aufsehen. Zwei Jahre später ging Hummingbird in den Open-Text-Besitz über. Auch in diesem Jahr waren die Kanadier wieder aktiv. Neben dem eher kleinen Anbieter Emotion und Teilen von Corbis läuft seit September die Übernahme von Captaris, einem Anbieter für die Automatisierung von dokumentenbasierten Geschäftsprozessen.

Oracle setzt auf Migration

Last but not least hat sich auch Oracle in Stellung gebracht. Die Universal-Content-Management-Suite von der 2006 gekauften Stellent läuft inzwischen unter eigenem Brand. Derzeit ist der Hersteller unter anderem damit beschäftigt, Kunden von der alten Oracle Content Database auf die neue Produktlinie zu migrieren.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie EMC, IBM und Microsoft mit den Content Management Interoperability Services (CMIS) offene Standards für die Kommunikation mit ECM-Systemen schaffen wollen.

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