Aktueller Channel Fokus:

Managed Services

DattoCon Barcelona

Dreh- und Angelpunkt „Managed Services“

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Datto-Partner aus der DACH-Region konnten ihr Mittagessen mit Datto-CEO Austin McChord (Bühne, links) und Markus Rex, Country Manager DACH, (Bühne, rechts) verbringen.
Datto-Partner aus der DACH-Region konnten ihr Mittagessen mit Datto-CEO Austin McChord (Bühne, links) und Markus Rex, Country Manager DACH, (Bühne, rechts) verbringen. (Bild: Datto)

Datto hat Managed Service Provider im Fokus. Auf der „DattoCon Barcelona“, einem Partner-Event, spielten der Brexit und die Vertriebsstrategie eine Rolle sowie Produktankündigungen. Ein Beispiel: Künftig können MSPs mit dem MP10 aus der Ferne Geräte ein- und ausschalten.

500 Managed Service Provider (MSPs) trafen sich in Barcelona auf der DattoCon. 76 Teilnehmer kamen aus Deutschland, so Markus Rex, Country Manager DACH bei Datto. Auf der Veranstaltung standen Produktneuheiten im Vordergrund, aber auch strategische und vertriebliche Themen waren auf der Agenda. Das auf MSP spezialisierte Unternehmen ­Datto hat nach der Übernahme von ­Autotask auch ein Betriebsführungssystem für MSP im Portfolio, also eine Oberfläche, mit der diese ihr Tagesgeschäft managen können. Rex skizziert das Angebot: „Vom Portfolio her bieten wir zum einen Produkte, die den MSP als Endkunden adressieren. Ich spreche hier von ‚Service Management‘ und ‚Business Automation‘ oder ‚Remote Monitoring and Management‘.“ Ferner gibt es im Datto-Portfolio Produkte, die der MSP wiederum an seine Endkunden vertreibt, darunter ‚Business Continuity‘ and Disaster Recovery‘, ‚Filesync- und Workplace-Management‘-Lösungen, sowie ‚Endpoint Backup‘- und ‚SaaS-Protection‘-Produkte. „Unsere Networking-Lösungen sind in beiden Segmenten zu finden, denn die sind sowohl für den Vertrieb vom MSP an seinen Kunden gedacht, steigern aber auch die Effizienz der Arbeit des MSPs“, ergänzt Rex.

„Haben Sie es schon mit Aus- und Anschalten versucht?“

Hintere Reihe (v.l.n.r.): Rebecca Quinlan (Datto), Simon Berger, Felix Zöbisch (beide be-solutions), Kai Osthoff (Osthoff innovations), Maximilian und Susanne Pfister (beide niteflite networxx), Saša Knifić (analog IT), Vordere Reihe (v.l.n.r.) Markus Rex (Datto), Patrick Kelbch (Space4host), Jan-Peter Wens (analog IT), Andreas Schweizer (diverto), Sven Rous (Datto)
Hintere Reihe (v.l.n.r.): Rebecca Quinlan (Datto), Simon Berger, Felix Zöbisch (beide be-solutions), Kai Osthoff (Osthoff innovations), Maximilian und Susanne Pfister (beide niteflite networxx), Saša Knifić (analog IT), Vordere Reihe (v.l.n.r.) Markus Rex (Datto), Patrick Kelbch (Space4host), Jan-Peter Wens (analog IT), Andreas Schweizer (diverto), Sven Rous (Datto) (Bild: Datto)

Eines der neuen Produkte, die auf der ­DattoCon vorgestellt wurden, stammt aus dem Segment Networking, hört auf den Namen MP10 und besticht durch seine einfache Funktionalität. „Dabei handelt es sich im Grunde um eine per Internet schaltbare Steckdose für einen Power-Reset“, erläutert Rex. Das Interesse war groß, denn das Produkt löst eine Problematik, die fast schon sprichwörtlich das Tagesgeschäft eines IT-Admins bestimmt, nämlich den Neustart eines Systems zur Fehlerbehebung: „Haben Sie es schon mit Aus- und Anschalten versucht?“ Schon kurz nach Bekanntgabe der Verfügbarkeit des MP10 war die Nachfrage vergleichsweise groß, erläutert der Country Manager DACH. Eine weitere Produktankündigung spielt in dem Zusammenhang eine Rolle: „Der D200 ist ein Router mit LTE-Failover, kommt im Q4 und passt gut in ein Bundle mit dem MP10 für eine Power-Reset-Funktion“, blickt Rex in die Zukunft.

Bei den Appliances im Bereich „Business Continuity and Disaster Recovery“ bietet Datto künftig nicht mehr nur Geräte mit vier Terabyte Flash, sondern ab sofort bis zu 48 Terabyte Flash. „Im Bereich der Festplatten-basierten Appliances beträgt das Speichervolumen nach wie vor 192 TB“, ergänzt Rex. Die Geräte arbeiten mit klassischer Snapshot-Technologie, wobei die Intervalle für Snapshots sowie die Intervalle für die Cloud-Sicherung relativ frei bestimmt werden können. Ebenfalls vorgestellt wurde ein optimiertes Preismodell für „SaaS Protection“, eine Backup-Lösung für Office 365 und Google Apps.

MSP-Markt: Deutschland hinkt Trends hinterher

Die DattoCon in Barcelona, betrachtet vom 15. Stock des Fairmont Hotels aus.
Die DattoCon in Barcelona, betrachtet vom 15. Stock des Fairmont Hotels aus. (Bild: Datto)

Rex analysiert den MSP-Markt: In Deutschland stehe dieser noch ziemlich am Anfang. „Ich würde sagen, die Niederlande sind uns zwei bis drei Jahre voraus, Großbritannien vielleicht vier bis fünf Jahre und die USA noch deutlich mehr.“ Erkennen lasse sich das daran, dass in Großbritannien bereits erste Anzeichen von Konsolidierung im MSP-Markt zu beobachten seien, während in den USA bereits die nächste Stufe eingeleitet ist, nämlich ein Preiskampf unter den Managed Service Providern. Bei den ­Anbietern von Tools für das MSP-Tagesgeschäft sei man hingegen tendenziell auf ­Zusammenarbeit, statt hartem Konkurrenzkampf aus. Schließlich ist es ein Wettbewerbsvorteil, wenn andere gängige Lösungen eingebunden werden können. Rex dazu: „Die Datto-Philosophie könnte man vielleicht folgendermaßen formulieren: Es gibt für unsere Produkte offene APIs, weil wir ganz fest an ein offenes Ökosystem glauben. Schließlich kann ein MSP nicht mit vielen Konsolen parallel arbeiten.“ Die Tatsache, dass Connectwise – ein direkter und harter Wettbewerber von Datto in Großbritannien – auf der DattoCon in Barcelona als Aussteller vertreten war, unterstreicht diese Offenheit, argumentiert der Country Manager.

Brexit führt zu neuem Rechenzentrum

Neben den bestehenden Rechenzentren in Großbritannien, Deutschland und Island hat Datto Anfang 2018 in ein neues Rechenzentrum in Großbritannien investiert. Allerdings wirft der beschlossene Brexit seine Schatten voraus: Vor dem Hintergrund des EU-Ausstiegs der Briten wird Datto im ersten Quartal 2019 ein neues Rechenzentrum in Deutschland in Betrieb nehmen. Hierhin sollen die Daten europäischer Kunden migrieren. Rex zu den Hintergründen: „‚Business Continuity and Disaster Recovery‘-Lösungen von Datto waren vom Rechenzentrum dahinter schon immer in Deutschland angesiedelt. Mit dem Brexit vor Augen werden nun auch die anderen Produktbereiche mit einem optionalen Rechenzentrum in Deutschland abgedeckt. Der Kunde kann wählen und beispielsweise als Primary-Datacenter eines in Deutschland wählen und Secondary auf beispielsweise Island setzen“. Das neue Datacenter wird in München aufgebaut.

Engere Zusammenarbeit mit Partnern

Sven Rous, Nicola Gree und Tim Kamrath (v.l.n.r.) aus dem Datto-DACH-Team bereitet sich für den Empfang der Partner am ersten Abend vor.
Sven Rous, Nicola Gree und Tim Kamrath (v.l.n.r.) aus dem Datto-DACH-Team bereitet sich für den Empfang der Partner am ersten Abend vor. (Bild: Datto)

Datto kündigte an in Ausbau und in Stärkung der Teams in EMEA zu investieren. So sollen sich eine Vielzahl neuer Mitarbeiter im Produktmanagement, dem Service und im Support um die Belange der Datto-Partner kümmern. Aktuell seien 40 offene Stellen bei Datto in EMEA ausgeschrieben. „In Deutschland sind zurzeit elf Stellen offen“, konkretisiert Country Manager Rex. In Deutschland arbeite man inzwischen mit 600 MSPs zusammen, ein guter Schwung dieser Basis besteht aus langjährigen Autotask-Partnern. Ein klassisches Stufenmodell ist nicht im Datto-Partnerprogramm verankert. Vielmehr ist man Datto-Partner oder nicht. Eine weitere Ankündigung auf der DattoCon betrifft den Versionszyklus: „Bei unseren Lösungen für ‚Service Management‘ und ‚Business Automation‘ brachten wir bislang alle 12 bis 18 Monate neue Versionen auf den Markt. Künftig sollen die Feedback-Schleifen zwischen Entwicklern und der Kundschaft viel enger liegen, so dass es auf drei Updates pro Jahr herauslaufen wird“, erklärt Rex.

Roadshows in der Pipeline

Der Datto-Manager führt aus, dass sein Geschäft relativ direkt mit der Anzahl an MSPs skaliert. Vor diesem Hintergrund wird der Anbieter mit drei Roadshows durch das Land touren. Die erste Tour startet im November und wird sich um die Kernthemen Leistungsbeschreibung, Preisgestaltung und Neukundengenerierung drehen. Die zweite Tour startet im Februar kommenden Jahres und wird die Themen Marketing und den Umgang mit Bestandskunden beleuchten. Der dritte Teil startet im Mai und wird sich um Beispiele aus der Praxis drehen. Inhaltlich wird die Roadshow nicht produktlastig sein, in einem Dialogformat stattfinden und Fragen der Teilnehmer in den Mittelpunkt rücken.

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45585056 / Service Provider & MSP)