Managed Service Provider mit Security-Schwerpunkt (MSSP) finden bei Darktrace jetzt eine organisatorische Klammer in Form einer Lösungsplattform samt eines dahinterstehenden Partnerprogramms.
IT-Security lässt sich auch remote managen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)
Security wird zunehmend „as a Service“ bezogen. Diese Tatsache geht auch am Anbieter Darktrace nicht spurlos vorbei und steht hinter einer Entwicklung von einem klassischen, auf Reselling ausgerichteten Modell hin zu einem Ansatz, der für die Dienste durch MSP und MSSP ausgelegt ist. Wenn man so will, ist bei Darktrace die As-a-Service-Ära angebrochen, die mit einem Partnerprogramm eingeleitet wird.
Drei Weichenstellungen
Francesca Bowen, Global VP Strategic Alliances bei Darktrace, beschreibt drei wesentliche Neuerungen zum Launch des Angebotes:
Produktebene: Ein speziell entwickeltes, KI-natives Managed-Service-Angebot: „Wir haben unseren ersten dedizierten Managed Security Service für MSSP eingeführt, beginnend mit „Darktrace / EMAIL“, so Bowen. Dieser ermögliche Partnern den Einstieg in die Erkennung, Untersuchung und Reaktion in Echtzeit über E-Mail, Kollaborationsplattformen und Nutzeridentitäten hinweg. Das wird bereitgestellt in Form eines „vollständig gemanagten, KI-gestützten Service“, also ohne dass die Partner „alles selbst aufbauen müssen“.
Partnerprogramm: Das Partnerprogramm wurde angepasst: „Wir haben das Defenders Partner Program weiterentwickelt, um MSSP in jeder Reifestufe besser zu unterstützen“, so die Managerin. Partner können demnach nun als Reseller, Service Provider oder vollwertige MSSP agieren.
Plattformebene: Die Technologie für den Betrieb von MSSP „im großen Maßstab“ gibt es in Form eines „ActiveAI Security Portals“. Dieses bietet Multi-Tenant-Transparenz und KI-gestützte Alert-Triage. So können nach Angaben des Unternehmens MSSP mehrere Kundenumgebungen über eine zentrale Oberfläche verwalten, Untersuchungen automatisieren und die Belastung der SOC-Teams reduzieren.
MSSP stehen unter Druck, steigende Mengen an Alerts und zunehmend komplexe Bedrohungen über mehrere Kundenumgebungen hinweg zu bewältigen – oft bei begrenzten Ressourcen. KI verändert dies, indem sie Untersuchung, Priorisierung und Reaktion automatisiert.
Francesca Bowen, Global VP Strategic Alliances, Darktrace
Francesca Bowen, Global VP Strategic Alliances, Darktrace
(Bild: Darktrace)
Besagtes ActiveAI Security Portal ist für Multi-Tenant-Umgebungen konzipiert und soll als zentrale Oberfläche dienen, um Aktivitäten zu überwachen, Vorfälle zu untersuchen und Reaktionen über mehrere Kundenumgebungen hinweg zu koordinieren. Darüber hinaus umfasst es laut Bowen einheitliche Zugriffskontrollen, zentrale Konfigurationsmöglichkeiten und eine konsistente API-Integration. MSSP können so Nutzer, Berechtigungen und Integrationen verwalten, ohne zwischen verschiedenen Systemen wechseln zu müssen.
Hintergrund
Wer ist Francesca Bowen?
Francesca Bowen ist Global VP Strategic Alliances bei Darktrace und leitet dort die Go‑to‑Market‑Strategie sowie den Ausbau des Cloud‑ und Marketplace‑Geschäfts. Zuvor baute sie fünf Jahre lang den Bereich Channel & Alliances auf und war zuletzt Global Head of Partnerships. Ihr Einstieg in die Technologiebranche erfolgte 2015 bei Salesforce, wo sie Technologiepartnerschaften in Nordeuropa entwickelte. Sie ist Mitglied des Business & Finance Committee im globalen Vorstand von Restless Development.
Individuelle Schutzlogik bei einheitlichen Prozessen
Jede Kundenumgebung wird von der Self-Learning AI von Darktrace individuell berücksichtigt, sodass laut Bowen der Schutz auf die jeweiligen Kommunikationsmuster, Nutzer und das Risikoprofil der Organisation zugeschnitten wird. Gleichzeitig können MSSP ihre generalisierten Abläufe zentral über die Multi-Tenant-Oberfläche steuern und konsistente Workflows, Zugriffskontrollen und Integrationen über ihre Kunden hinweg anwenden. „Diese Kombination ermöglicht eine individuelle Schutzlogik pro Kunde bei gleichzeitiger zentraler Steuerung und operativer Konsistenz“, führt die Managerin aus.
Large Language Models (LLMs) sind KI-Modelle, die auf natürliche Sprachverarbeitung (NLP) spezialisiert sind und eine große Menge an Textdaten nutzen, um menschenähnliche Sprache zu verstehen und zu generieren. Diese Modelle werden trainiert, um Kontexte zu erfassen und relevante Antworten auf Fragen zu liefern, Texte zusammenzufassen, Übersetzungen vorzunehmen und weitere sprachbezogene Aufgaben zu erledigen. Sie finden Anwendung in Chatbots, Textgenerierung, automatischen Übersetzungen und vielen anderen Bereichen der Sprachverarbeitung und Analyse.
Kleinere E-Mail-Umgebungen
Doch wie zuverlässig arbeitet die Self-Learning-KI bei Mandanten mit sehr geringem E-Mail-Volumen oder nur wenigen Nutzern? Laut Bowen ist die Self-Learning AI darauf ausgelegt, jede Umgebung unabhängig von ihrer Größe zu verstehen, indem sie erlernt, was für die jeweilige Nutzer- und Kommunikationsstruktur „normal“ ist. Aber: Bei Darktrace empfiehlt man den Partnern, „Darktrace / EMAIL“ als Service für Kunden mit 50 oder mehr Postfächern einzusetzen. Denn in kleineren Umgebungen mit geringem E-Mail-Volumen kann die Lernphase aufgrund der geringeren Datenbasis etwas länger dauern – das sei bei unüberwachtem maschinellem Lernen erwartbar. Dennoch analysiert die KI bereits ab dem ersten Einsatz Verhalten in Echtzeit und erkennt Anomalien auf Basis des verfügbaren Kontexts, so Bowen.
MSSP haben die volle Kontrolle über automatisierte Containment-Maßnahmen auf Mandanten- beziehungsweise Deployment-Ebene von „Darktrace / EMAIL“. In der Praxis bedeutet das, dass sie Maßnahmen für jeden Kunden individuell konfigurieren können, einschließlich der Anpassung der Reaktionsschwere sowie der Erstellung oder Modifikation von Erkennungslogiken. Damit lasse sich steuern, wie automatisierte Reaktionen in unterschiedlichen Kundenumgebungen angewendet werden, so die Managerin.
KI entwickelt sich aus der Sicht von Bowen zu einem entscheidenden Faktor dafür, wie MSSP ihre Services skalieren und bereitstellen. „MSSP stehen unter Druck, steigende Mengen an Alerts und zunehmend komplexe Bedrohungen über mehrere Kundenumgebungen hinweg zu bewältigen – oft bei begrenzten Ressourcen. KI verändert dies, indem sie Untersuchung, Priorisierung und Reaktion automatisiert“, so die Managerin. Konkret heißt das, dass statt Alerts manuell zu priorisieren, die Analysten eine kleine Anzahl hochvalidierter Vorfälle vorgelegt bekommen. In vielen Fällen kann die KI bereits eigenständig Maßnahmen ergreifen, was es MSSP ermöglichen würde, mehr Kunden aufzunehmen, schneller zu reagieren und ihre Betriebsabläufe zu skalieren, ohne den Personalaufbau im gleichen Maße erhöhen zu müssen.
Stand: 08.12.2025
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