Definition Was ist ein Failover?

Von Nicole

Als Failover wird die automatische Ausfallsicherung für komplette IT-Systeme bezeichnet. Bei Störungen, Wartungsarbeiten oder Ausfall von Hard- und Softwarekomponenten springt ein synchronisiertes Ersatzsystem ein.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Eine automatische Ausfallsicherung wird als Failover bezeichnet. Während beim Switchover im Falle einer Störung das manuelle Umschalten erforderlich ist, geschieht dies beim Failover automatisch. Indem ein Ersatzsystem umgehend die ausgefallene Hard- oder Software-Komponente ersetzt, bleibt die Verfügbarkeit und Aktualität der Daten erhalten.

Das Ziel ist der lückenlose Betrieb, bestenfalls ohne dass Nutzer etwas von einer Störung bemerken. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die ständige Aktualität eines Ersatzsystems. Dieses muss durch fortwährenden Abgleich eigenständig registrieren, wenn eine Komponente oder ein Service ausfällt, was durch Heartbeat oder ähnliche Methoden gelingt: Die Systeme überwachen sich gegenseitig. Durch Synchronisation sind alle beteiligten Systeme stets auf demselben Stand. Somit fungiert das Ersatzsystem auch als Backup-System.

Aufbau eines Clusters

Die automatische Ausfallsicherung dient der Hochverfügbarkeit von Diensten, Servern und Daten. Dazu wird das aktive Primärsystem mit mindestens einem passiven Ersatzsystem verbunden. Dies wird als Cluster bezeichnet. Registriert das Ersatzsystem eine Störung oder einen Ausfall, springt es sofort automatisch ein. Nach der Wiederherstellung der Funktionalität wird automatisch oder manuell auf das Primärsystem zurückgeschaltet - bezeichnet als Failback. Bevor das Primärsystem wieder übernimmt, erfolgt zunächst eine Synchronisation, um es auf den nunmehr aktuellen Stand des Ersatzsystems zu bringen.

Abzusichernde Komponenten und Services

Durch Failover können sämtliche Services und Komponenten der IT-Umgebung abgesichert werden, die zur Aufrechterhaltung der Verfügbarkeit erforderlich sind. Dazu zählen etwa

  • Festplattenlaufwerke und weitere Speichermedien
  • Cloud-Speicher
  • Prozessoren
  • CPUs
  • Hard- und Softwarekomponenten des Netzwerks
  • Netzwerkverbindungen
  • Datenbanken
  • Datenverbindungen
  • Dienste und Anwendungen
  • E-Mail-Server
  • Webserver

Weiterhin ist es möglich, beispielsweise in Kombination mit Load Balancer, Spitzenauslastungen auszugleichen, indem eine automatische Lastenverteilung erfolgt: Bei Überlastung erfolgt eine automatische, von den betroffenen Nutzern unbemerkte Umleitung auf einen anderen Server.

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