Trends 2022 Die wichtigsten Datentrends im kommenden Jahr

Von Dr. Stefan Riedl

2021 hat auch den Markt für Datenspeicherung-, -verarbeitung und -analyse mächtig aufgemischt. Viele der aktuellen Entwicklungen werden sich 2022, ergänzt um neue Trends, fortsetzen. Davon geht Ales Zeman, ein Datenexperte bei Quest Software aus.

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Welche Trends warten 2022 im Segment der Datenspeicherung?
Welche Trends warten 2022 im Segment der Datenspeicherung?
(Bild: 3dkombinat - stock.adobe.com)

Ales Zeman ist Pre-Sales & Professional Services Leader EMEA bei Quest Software. Der Manager hat sich die Vorhersagen von Analystenunternehmen angeschaut und schätzt zum Jahresabschluss ein, wie sich die wichtigsten Trends 2022 auf die Datenökonomie auswirken werden.

1. Self-Service-Datenvorbereitung und -analyse

„Laut einer Studie von Beroe, einem Anbieter von Beschaffungsinformationen, wird der weltweite Markt für Business Intelligence 2022 schätzungsweise 30,9 Milliarden US-Dollar erreichen“, so Zeman. Entsprechend erwarte der Manager für 2022 einen weiteren Anstieg der Nachfrage nach Self-Service-Datenvorbereitung und -analyse, um das Bedürfnis nach besseren geschäftlichen Insights zu erfüllen. Unternehmen werden seiner Einschätzung nach vor allem Self-Service-Tools zur Datenvorbereitung und -analyse einsetzen, die auch von nicht-technischen Anwendern genutzt werden können und Daten-Governance und Zusammenarbeit ermöglichen.

2. Digitale Transformationsprojekte

„IDC erwartet, dass 2022 70 Prozent aller Unternehmen verstärkt digitale Technologien einsetzen und bestehende Geschäftsprozesse umgestalten, um die Kundenbindung, die Mitarbeiterproduktivität und die geschäftliche Resilienz zu erhöhen“, so Zeman. Zudem habe die Pandemie die Arbeit im Homeoffice gefördert. „Daher werden wir 2022 eine Zunahme digitaler Transformationsprojekte sehen, die eine bessere abteilungsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Teams ermöglichen“, glaubt der Manager. Das erfordere eine strengere Daten-Governance und striktere Sicherheitsmaßnahmen. Schlussendlich werden hybride Dateninfrastrukturen mit optimiertem Kosten-Nutzenverhältnis entstehen.

3. Hybrid- und Multi-Cloud-Services

„Market Research Future sagt voraus, dass die Größe des weltweiten Hybrid-Cloud-Marktes bis 2025 173,33 Milliarden US-Dollar erreichen wird, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 22,25 Prozent“, rezipiert Zeman ein Studienergebnis und weist zudem darauf hin, dass laut dem Flexera 2021 State of the Cloud Report 92 Prozent der Unternehmen eine Multi-Cloud-Strategie und 80 Prozent eine Hybrid-Cloud-Strategie, die Public Clouds mit der Private Cloud kombiniert, fahren. „Ich gehe davon aus, dass die Akzeptanz von Hybrid- und Multi-Cloud-Services 2022 weiter zunehmen wird. Unternehmen wollen so ihre Daten über diese Umgebungen hinweg integrieren und Cloud-Ausgaben und -Performance unter Kontrolle bringen“, so der Quest-Software-Mitarbeiter.

4. Microservices und Kubernetes

„Laut ReserachandMarkets.com wird der Markt für Cloud-Microservices bis 2026 ein Volumen von 2,70 Milliarden US-Dollar erreichen und im Prognosezeitraum von 2021 bis 2026 eine jährliche Wachstumsrate von circa 21,7 Prozent verzeichnen“, so Zeman. Darum geht er davon aus, dass die Nutzung von Microservices und Kubernetes zur Verwaltung und Orchestrierung von Microservices-Architekturen im Jahr 2022 deutlich zunehmen wird.

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